Flurneuordnung

Flurneuordnung in Uttenweiler-Oberwachingen startet

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Biber, fotografiert an einem Fluss (Quelle: dpa).

Die Flurneuordnung in Uttenweiler-Oberwachingen (Landkreis Biberach) startet. Neben dem Schutz für den Biber werden auch dezentrale Hochwasserschutzmaßnahmen umgesetzt.

„Mit der Flurneuordnung kümmern wir uns um nachhaltige Lebensgrundlagen für Mensch und Tier. Wir wollen, dass der Biber ungestört leben und die örtlichen Landwirtinnen und Landwirte ihre Flächen ungestört bewirtschaften können, ohne Überschwemmungen fürchten zu müssen“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, am Samstag, 9. Juli 2022, anlässlich des Spatenstichs im Flurneuordnungsverfahren Uttenweiler-Oberwachingen (Tobelbach) im Landkreis Biberach.

Minister Hauk bedankte sich zu Beginn der Baumaßnahmen bei allen Beteiligten für ihren Einsatz im Flurneuordnungsverfahren. Dieses war notwendig geworden, da der Biber als größtes Nagetier Europas zwar einerseits einzigartige Lebensräume schafft und streng geschützt ist; der Biber andererseits aber auch stark in den Wasserhaushalt eingreift. Zur Konfliktlösung haben sich Kommunen, Landkreise, das Regierungspräsidium Tübingen und viele weitere Akteure auf das Flurneuordnungsverfahren am Tobelbach verständigt. Durch einen Bodenabtrag im Uferbereich soll auf öffentlichem Grund ein bis zu sechzig Meter breiter und drei Kilometer langer Korridor geschaffen werden. In dieser wertvollen Auenlandschaft kann der Biber ungestört leben.

Zugleich wird eine dezentrale Hochwasserschutzmaßnahme umgesetzt. Außerhalb des Korridors wird Boden aufgetragen, wo die Landwirtschaft ganzjährig überschwemmungsfreie und zweckmäßig geformte Flächen finden soll. Landwirtschaftliche Grundstücke werden aber nicht nur vom Uferbereich wegverlegt, sondern zusätzlich durch Drainagen vor Überflutungen geschützt.

„Dieses Vorzeigeprojekt ist eine Win-Win-Situation für den Artenschutz, den Hochwasserschutz und die Landwirtschaft. Denn Artenschutz darf nicht auf Kosten der landwirtschaftlichen Höfe betrieben werden, sondern muss gemeinsam mit den Bewirtschafterinnen und Bewirtschaftern gelingen. Der Bund und das Land werden das auf 1,2 Millionen Euro kalkulierte Verfahren zu 83 Prozent fördern. Den Rest trägt die Gemeinde Uttenweiler“, sagte Minister Hauk.

Flurneuordnungsverfahren Uttenweiler-Oberwachingen (Tobelbach)

Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung

Weitere Meldungen

Streuobst
Streuobst

Streuobstpreis des Landes verliehen

Ein Wolf sitzt im Erlebnispark Tripsdrill in einem Gehege. (Foto: dpa)
Tierschutz

Schwer verletzter Wolf musste entnommen werden

Green Bond BW
Finanzmarkt

Land gibt sechsten Green Bond über 600 Millionen Euro aus

LKWs stehen auf einem Parkplatz.
Verkehr

Land verlängert Erleichterungen für Lkw-Transporte

Wahl der 78. Deutschen Weinkönigin
Weinbau

Gentges gratuliert Deutscher Weinprinzessin

Agrarministerkonferenz - Würzburg
Landwirtschaft

Herbst-Agrarministerkonferenz 2026 in Würzburg

Landwirtschaftliches Hauptfest
Landwirtschaft

Eröffnung des 102. Landwirtschaftlichen Hauptfestes

Isabel Kling
Verwaltung

Isabel Kling wird neue Regierungspräsidentin in Tübingen

Luftaufnahme des Bodensees mit niedrigem Wasserstand und freigelegtem Uferbereich neben bewaldetem Land
Klimaschutz

Folgen des Hitzesommers 2026 und entsprechende Maßnahmen

Biomusterregionen
Ernährung

Mehr regionale Bio-Produkte in Kantinen und Mensen

Apfelbäume stehen auf einer Streuobstwiese (Foto: dpa)
Landwirtschaft

Eduard-Lucas-Medaille für die Initiative Kulturland Hohenlohe

Feuersalamander
Forst

Waldtage im Schwäbisch-Fränkischen Wald

Mehrere Erwachsene und Kinder fahren Fahrrad in einer Fahrradstraße.
Mobilität

Mehr und bessere Rad-Stellplätze entlang der Filstalbahn

Bio-Aktionsplan Baden-Württemberg
Ernährung

Öko-Aktionswochen 2026 eröffnet

Symbolbild: Ein Auto steht neben einem Baustellenschild am Neckartor. (Bild: Sebastian Gollnow / dpa)
Straße

L 600a bei Heidelberg wieder vollständig befahrbar