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Digitalisierung auf dem Acker

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Ein Mähdrescher erntet ein Weizenfeld ab. (Foto: dpa)

Wenn es um autonomes Fahren geht, denkt man nicht direkt an Traktoren und Mähdrescher. Doch was bei auf den Straßen noch Zukunftsmusik ist, ist heute schon auf dem Acker Alltag. Der amtliche Satellitenpositionierungsdienst SAPOS® lässt Landmaschinen autonom und präzise auf dem Feld steuern.

„Die Digitalisierung nimmt eine Schlüsselrolle ein, wenn es darum geht, Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz in der Landwirtschaft der Zukunft zu kombinieren. Was auf den Straßen noch Zukunftsmusik ist, funktioniert auf unseren Äckern bereits. Der amtliche Satellitenpositionierungsdienst SAPOS® lässt Landmaschinen autonom und präzise auf dem Feld steuern und leistet damit einen wertvollen Beitrag zur Digitalisierung landwirtschaftlicher Betriebsabläufe“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, in Ladenburg (Rhein-Neckar-Kreis) anlässlich der Live-Demonstration des Modellprojekts „SAPOS® für die Landwirtschaft“.

SAPOS® für die Landwirtschaft 4.0 – nachhaltig.digital

„Landwirtschaft 4.0 steht für das Leitbild einer modernen, technikaffinen und nachhaltigen Landwirtschaft. Die Vernetzung von Satelliten-, Maschinen-, Betriebs- und Flurstücksdaten kombiniert mit einer hochpräzise Echtzeitpositionierung durch SAPOS® sind das, was die digitale Landwirtschaft braucht“, so Minister Hauk. Die Positionierung mit SAPOS® ermöglicht genaues Pflügen, flächenabhängiges Erntemonitoring, exakte Aussaat, präzise mechanische Unkrautentfernung sowie den bedarfsgerechten Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln.

„Die Landwirtschaft arbeitet mit der Natur. Wenn es darum geht, auf Pflanzenschutzmittel zu verzichten oder Arbeiten auf dem Feld zu optimieren, kommen wir an der modernen Technik nicht vorbei. Unsere Landwirte leisten hierbei erfolgreich Pionierarbeit“, so der Minister.

Modellprojekt SAPOS® für alle

Das Modellprojekt beweist, dass SAPOS® für die Land- und Forstwirtschaft, aber auch für Schifffahrt, Verkehr, Umwelt und Bauwirtschaft eine elementare Grundlage darstellt. „Jetzt müssen die technischen und rechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um SAPOS® für alle nutzbar zu machen und kostenfrei anbieten zu können“, sagte der Minister. Für OpenSAPOS® wird der Minister Mittel und Personal im nächsten Doppelhaushalt beantragen.

Land- und forstwirtschaftliche Betriebe und Maschinenringe konnten sich für ein Modellprojekt bewerben, das im Jahr 2019 auf Initiative von Minister Hauk in Kooperation von Vermessungs- und Landwirtschaftsverwaltung landesweit durchgeführt wird. Im Modellprojekt stellt das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung den Landwirten hochpräzise SAPOS®-Korrektursignale zu den globalen Satellitennavigationssystemen GPS, GLONASS und Galileo zur Verfügung, damit Mähdrescher, Traktoren und Anhängegeräte mit satellitengestützten Lenksystemen in Echtzeit zentimetergenau gesteuert werden können.

Der Satellitenpositionierungsdienst SAPOS®

Der Satellitenpositionierungsdienst SAPOS® der deutschen Landesvermessung ermöglicht bundesweit eine hochgenaue Positionierung an jedem Ort zu jeder Zeit unter Nutzung der globalen Satellitennavigationssysteme GPS, GLONASS und Galileo. In Baden-Württemberg wird der Dienst vom Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung im Rahmen seines gesetzlichen Auftrags betrieben.

Mit 16 Beobachtungsstationen im Land und weiteren Stationen der Nachbarländer berechnet das Landesamt in der Karlsruher SAPOS®-Zentrale laufend hochpräzise Korrektursignale für die globalen Satellitennavigationssysteme und stellt diese über mobiles Internet bereit.

Sapos BW

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