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Bilanz der Motorradsaison 2023

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Ein Motorradfahrer fährt auf einer Landstraße. (Bild: dpa)

Auch in der diesjährigen Motorradsaison ging die Anzahl der Motorradunfälle insgesamt zurück. Das zeigt die Bilanz der Motorradsaison 2023.

„Die Bilanz der Motorradsaison 2023 zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, in unseren Anstrengungen freilich nicht nachlassen dürfen. Mit einem fein abgestimmten Zusammenspiel aus präventiven und repressiven Maßnahmen gehen wir entschieden gegen schwere Motorradunfälle vor. Denn am Ende des Tages sollen alle sicher und gesund nach Hause kommen“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl bei der Vorstellung der Entwicklung der Verkehrsunfallzahlen der Motorradsaison 2023.

Rückgang bei Gesamtzahl an Motorradunfällen

Die Gesamtzahl der Motorradunfälle ist leicht zurückgegangen (minus 3,3 Prozent, von 4.268 auf 4.128), wie auch die Gesamtzahl der Motorradunfälle mit Personenschaden (minus 4,0 Prozent, von 3.474 auf 3.334). Die Zahl der schwerverletzten Motorradfahrer ist von März bis Oktober 2023 deutlich zurückgegangen (minus 17,5 Prozent, von 1.148 auf 947).

Die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer bleibt auf dem Niveau des Vorjahres (66 tödlich verunglückte Motorfahrer in der Saison 2023, in der Saison 2022 waren es 64). Ein Viertel der tödlichen Motorradunfälle ereignete sich im sonnenreichen Juni. Hier starben 16 Motorradfahrer, so viele wie in keinem anderen Monat. Die Anzahl der getöteten Motorradfahrer im Alter zwischen 18 und 24 Jahren ging gegenüber der Motorradsaison 2022 deutlich zurück (von 16 auf fünf). Dagegen war insbesondere bei den 30- bis 39-Jährigen ein deutlicher Anstieg festzustellen (von vier auf 13). Rund zwei Drittel der tödlichen Motorradunfälle wurden durch die Biker selbst verursacht. Dabei waren in vier von fünf Fällen überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit sowie Fehler beim Überholen unfallursächlich.

Kontrollen weiter intensiviert

Zur zielgerichteten Bekämpfung schwerer Motorradunfälle setzte die Polizei Baden-Württemberg auch in dieser Saison auf das Zusammenspiel von intensiven Motorradkontrollen und passgenauen Präventionsveranstaltungen. Über die gesamte Saison wurden bei 1.318 Motorradkontrollen rund 5.600 Verstöße festgestellt. Besonderes Augenmerk lag dabei auf Geschwindigkeitsverstößen und der Erkennung technischer Mängel, beispielsweise aufgrund veränderter Auspuffanlagen. Die Kontrollen wurden von mehr als 140 Präventionsveranstaltungen begleitet. „Uns ist es wichtig, mit den Bikerinnen und Bikern ins Gespräch zu kommen und ihr Gefahrenbewusstsein zu schärfen“, so Innenminister Thomas Strobl weiter.

Während viele Maschinen in den Winterschlaf gehen, richtet sich der Blick des Innenministers Thomas Strobl bereits auf die kommende Motorradsaison: „Wir lassen nicht locker und werden uns auch in der kommenden Saison dafür einsetzen, die Motorradsicherheit weiter zu erhöhen. Mit dem im Sommer 2023 beschlossenen Verkehrssicherheitspakt sind wir hier noch einen Schritt weiter gegangen und bleiben damit auf der Spur zur Vision Zero – einem Straßenverkehr ohne Getötete und Schwerverletzte“, betonte Innenminister Thomas Strobl abschließend.

Der 5-Punkte-Plan im Einzelnen

  1. Überwachungsoffensive – Raser und Lärm stoppen
  2. Prävention „Ü50“ – Gefahrenbewusstsein schaffen
  3. Gutes Equipment – Motorrad und Ausrüstung checken
  4. Offensive Öffentlichkeitsarbeit – Verkehrsteilnehmer erreichen
  5. Sicherer Verkehrsraum – Gefahrenträchtige Strecken entschärfen

Bilanzen der Motorradsaisons im Jahresvergleich

  Durchschnitt 2019 bis 2021 Motorradsaison 2022 Motorradsaison 2023 Entwicklung 2022/2023
Verkehrsunfälle (VU) gesamt 4.134 4.268 4.128 minus 3,3 Prozent
VU mit Personenschaden 3.367 3.474 3.334 minus 4,0 Prozent
VU mit Sachschaden 767 794 794 0,0 Prozent
 
Getötete Motorradfahrende 74 64 66 plus 3,1 Prozent
Schwerverletzte Motorradfahrende 1.180 1.148 947 minus 17,5 Prozent
Leichtverletzte Motorradfahrende 2.277 2.409 2.472 plus 2,6 Prozent

Motorradsaison 2023

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