Wirtschaft

Ausländische Investitionen im Land 2016 auf Rekordhöhe

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Im Vergleich zum Vorjahr konnte Baden-Württemberg 2016 deutlich mehr ausländische Investitionsprojekte anziehen. Von den 449 Projekten kam der größte Teil aus der Schweiz – gefolgt von den USA und Frankreich. Zu den attraktivsten Branchen gehörte der Dienstleistungssektor.

Baden-Württemberg hat im Jahr 2016 449 ausländische Investitionsprojekte angezogen und damit eine neue Rekordhöhe erreicht. Der deutsche Südwesten bleibt damit für internationale Unternehmen ein interessantes Investitionsziel. „Die starke Präsenz internationaler Firmen im Land belegt erneut, dass Baden-Württemberg als Innovationsregion Nr. 1 in Europa weltweit auch als Investitionsstandort einen sehr guten Ruf genießt“, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut.

Nach Angaben der landeseigenen Wirtschaftsfördergesellschaft Baden-Württemberg International (bw-i) übertraf das Ergebnis aus dem Jahr 2016 sehr deutlich das Vorjahresergebnis von 2015, als 367 Projekte erfasst wurden.

Schweiz auf dem Spitzenplatz

Differenziert nach Herkunftsländern ausländischer Investitionen belegte wie bereits in den Jahren zuvor die Schweiz auch 2016 mit 98 Projekten (2015: 122) den Spitzenplatz. Auf den weiteren Plätzen folgen die USA mit 50 (2015: 49), Frankreich mit 43 (2015: 37), Österreich mit 34 (2015: 13) und China mit 32 (2015: 16). Damit hat sich die Zahl der Investitionsprojekte aus China im vergangenen Jahr auf 32 verdoppelt.

Bezogen auf die für ausländische Investoren attraktivsten Branchen liegt der Dienstleistungssektor wie zum Beispiel Ingenieurbüros, Finanz- oder Forschungsdienstleistungen mit 103 Projekten in Führung, gefolgt von der Informations- und Telekommunikationstechnologie (70) und dem Maschinenbau (52).

Südwesten genießt weltweit guten Ruf

Ministerin Hoffmeister-Kraut, die auch Aufsichtsratsvorsitzende der bw-i ist, zeigte sich überzeugt, „dass unsere starke Wirtschaft mit hoch qualifizierten Fachkräften sowie unser innovationsfreundliches Umfeld immer mehr internationale Investoren überzeugen, hier im Land zu investieren.“

Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr, Geschäftsführer von bw-i, konkretisierte diese innovationsfreundlichen Rahmenbedingungen näher: „Unsere hervorragende wirtschaftsnahe Forschungslandschaft in Baden-Württemberg genießt weltweit einen sehr guten Ruf und ist ein Umfeld, das für Investitionen der Wirtschaft attraktiv ist.“

Baden-Württemberg International

Baden-Württemberg International (bw-i) ist das Kompetenzzentrum des Landes Baden-Württemberg zur Internationalisierung von Wirtschaft und Wissenschaft. Es unterstützt Unternehmen, Cluster und Netzwerke, Hochschulen und Forschungsinstitutionen sowie Regionen und Kommunen in allen Fragen zur Internationalisierung. Aufgabe ist es, baden-württembergischen Unternehmen bei der Erschließung ausländischer Märkte zu helfen und den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort weltweit optimal zu positionieren. Baden-Württemberg International ist zudem für ausländische Investoren die zentrale Anlaufstelle im Land. bw-i führt Statistik über die Investitionen von ausländischen Unternehmen in Baden-Württemberg. Darunter fallen Firmenneugründungen, Beteiligungen an bereits bestehenden Unternehmen oder auch Firmenübernahmen.

Investitionen aus dem Ausland 2016 (PDF)

Baden-Württemberg International bw-i

Weitere Meldungen

Start-up BW Local - Symbolbild
Start-up BW

Jetzt als gründungsfreundliche Kommune bewerben

Ein Mann programmiert einen Roboterarm, der in einer Produktionslinie einer Smart Factory eingebaut ist.
Innovation

Baden-Württemberg bleibt Patent-Spitzenreiter

Blick in den Saal bei der Eröffnung des 11. Donausalons in der Landesvertretung Baden Württemberg durch Verkehrsminister Winfried Hermann
11. Donausalon

Wirtschaftliche Resilienz und stärkerer Zusammenhalt im Donauraum

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Land setzt sich für landeseigene Forschungsinstitute ein

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Innovation

Land fördert zukunftsweisende Chip-Technologien

Ein Produktionstechnologe in Ausbildung arbeitet an einem Simulator für die Bewegungseinheit eines Laser. (Foto: © dpa)
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum

Eine Forscherin arbeitet im AI Research Buildung der Universität Tübingen, das zum „Cyber Valley“ gehört, an einem Code.
Wirtschaft

Strategieprozess stärkt Zukunft der Dienstleistungswirtschaft

Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.
Energieversorgung

Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare Energie

Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut kritisiert Industrial Accelerator Act

Besucher der Gamescom erleben mit VR-Brillen die virtuelle Realität.
Digitalisierung

Land fördert immersive Technologien mit 2,4 Millionen Euro

Schriftzug „MEDI:CUS“ auf einer Bühne
Gesundheit

Gesundheitscloud MEDI:CUS wird verstetigt

Eine Sozialarbeiterin misst die Blutdruckwerte eines Probanden und übermittelt diese drahtlos per Smartphone an einen Arzt.
Medizintechnik

Land setzt sich für Reformen in der Medizintechnikbranche ein

Fähnchen der Europäischen Union und der Schweiz stehen im Nationalratssaal in Bern
Europa

Vertragspaket zwischen der EU und der Schweiz unterzeichnet