Wirtschaft

Änderung des Lieferkettengesetzes

Anlässlich der geplanten Reform des Lieferkettengesetzes fordert Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, neben der Berichtspflicht auch die aufwendigen Dokumentationspflichten abzuschaffen.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Container werden auf einem Container-Terminal transportiert. (Foto: © dpa)
Symbolbild

Zur geplanten Änderung des sogenannten Lieferkettengesetzes sagt Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus: „Unsere Unternehmen brauchen weniger Bürokratie und mehr Freiräume, um wettbewerbsfähig zu bleiben – gerade die kleinen und mittleren Betriebe dürfen nicht überlastet werden. Deshalb war es richtig, die Berichtspflicht im deutschen Lieferkettengesetz zu streichen. Noch besser wäre es, auch die aufwendigen Dokumentationspflichten abzuschaffen. Das Motto muss lauten: So einfach wie möglich, so sorgfältig wie nötig. Wir sollten unseren Unternehmen wieder mehr Vertrauen schenken – nur mit ihnen gelingt die wirtschaftliche Erholung, nicht gegen sie. Jetzt kommt es auf Europa an: Das geplante Lieferkettengesetz der Europäischen Union (EU) darf kein Hemmschuh für unsere Wirtschaft werden. Besonders die geplanten EU-weiten Haftungsregeln und ein zu weiter Anwendungsbereich müssen dringend entschärft oder ganz gestrichen werden. Nur wenn die Politik auf ‚Wirtschaft first‘ setzt, kann Europa im globalen Wettbewerb bestehen.“

Das Lieferkettengesetz

  • Das deutsche Lieferkettengesetz (LkSG) gilt heute schon für viele Unternehmen.
  • Die EU will es mit einer neuen Richtlinie Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) ersetzen. Nach massiver Kritik der Mitgliedsstaaten, sieht der überarbeitete Vorschlag der EU-Kommission nur noch für sehr große Firmen gelten (über 5.000 Beschäftigte und mehr als 1,5 Milliarden Euro Jahresumsatz). Viele Mittelständler wären damit raus.

  • Ein Streitpunkt ist die Haftung: Die ursprünglich verabschiedete EU-Richtlinie sah vor, dass Unternehmen auch zivilrechtlich verklagt werden können, wenn sie ihre Sorgfaltspflichten verletzen. Im Rahmen der Überarbeitung schlägt der Rat der EU nun vor, dass die Mitgliedsstaaten künftig ihr eigenes Recht anwenden.
  • Die Umsetzung soll verschoben werden, um Unternehmen mehr Zeit zu geben: Bis Mitte 2028 haben die Länder Zeit, und erst ab 2029 sollen betroffene Unternehmen die Vorgaben einhalten müssen.
  • Der weitere Fahrplan: Ab Herbst 2025 starten die Verhandlungen zwischen EU-Kommission, Rat und Parlament. Ein endgültiger Beschluss wird Ende 2025 erwartet.

Weitere Meldungen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (Mitte) bei der Bescheidübergabe
Forschung

Rund eine Million Euro für Robotik-Innovation

Landwirtschaft
Ländlicher Raum

Vereinbarkeit von Ernährungssicherung und Naturschutz

Eine junge Frau forscht im Life Science Center der Universität Hohenheim an Pflanzen in Klimakammern (Symbolbild: © dpa).
Wissenschaft und Forschung

99 Projekte für eine postfossile Zukunft

Mehrere Personen sitzen an einem Tisch bei einer Besprechung.
Wirtschaft

BW-Capital startet operativen Betrieb

Zu sehen ist eine Gruppe von Menschen auf einer Bühne zur 40-jährigen Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und der Provinz Liaoning
Wirtschaft

Baden-Württemberg und Liaoning setzen auf Kontinuität und Zukunft

Eine Hand hält einen in augmented Reality illustrierten Kopf.
Förderung

500.000 Euro für Digital Hub Südbaden

Kreativland
Ländlicher Raum

„KreativLand BW gestalten!“ stärkt die Kreativwirtschaft

Auftakt HighTech-Agenda BW
Wirtschaft

Austausch zur HighTech-Agenda BW

Euro-Banknoten
Finanzpolitik

Land erweitert Anlagestrategie für Pensionsrücklagen

Tür eines Finanzamtes
Finanzen

Warnung vor Betrugsmails zu angeblichen Betriebsprüfungen

Die Hand einer jungen Frau hält eine Energiesparlampe, darin ist eine kleine Pflanze.
GreenTech

Mit Innovationen Zukunft gestalten

Eine Krankenpflegerin schiebt ein Krankenbett durch einen Flur.
Gesundheitssystem

Hildenbrand kritisiert Umsetzung der GKV-Reform

Ein Mitarbeiter scannt den Barcode eines Artikels für den Paketversand. (Bild: © dpa)
Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut begrüßt Maßnahmen zum Bürokratieabbau

von links nach rechts: Kanzleramtsminister Thorsten Frei, Ministerpräsident Cem Özdemir und Staatssekretär Rudi Hoogvliet
Politisches Sommerfest

Stallwächterparty 2026 zum Thema Exportschlager

Portrait Dr. Simon Veser Amtsleiter Finanzamt Ludwigsburg
Verwaltung

Neuer Leiter des Finanzamts Ludwigsburg