Spitzensport

Acht olympische Medaillen für Baden-Württemberg

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Malaika Mihambo bejubelt mit einer Deutschlandfahne ihren Olympiasieg im Weitsprung.
Weitspringerin Malaika Mihambo (LG Kurpfalz, TSV 1895 Oftersheim) bejubelt ihren Olympiasieg bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio am 3. August 2021.

Insgesamt acht olympische Medaillen, darunter vier Goldmedaillen, haben Athletinnen und Athleten aus Baden-Württemberg bei den olympischen Spielen in Tokio in die Heimat gebracht. Sportministerin Theresa Schopper gratulierte den Sportlerinnen und Sportlern zu ihren beeindruckenden Leistungen.

Vier von zehn: Keine schlechte Ausbeute für Baden-Württemberg. Mit Malaika Mihambo (Weitsprung, LG Kurpfalz, TSV 1895 Oftersheim), Aline Rotter-Focken (Ringen, KSV Germania Krefeld, Bundesstützpunkt Ringen Freiburg), Franziska Brauße (Bahnrad-Vierer, RSV Öschelbronn) und Max Lemke (Kajak-Vierer, KC Potsdam, Bundesstützpunkt Kanu Mannheim/Karlsruhe) haben vier Athletinnen und Athleten aus dem Südwesten eine der zehn Goldmedaillen für Deutschland von den Olympischen Spielen aus Tokio mit in die Heimat gebracht – ein Beleg für die Stärke des Sportlandes Baden-Württemberg. Die Bronzemedaillen-Gewinnerinnen und Gewinner Anna Maria Wagner (Judo Einzel und Mixed-Team, KJC Ravensburg), Katharina Menz (Judo im Mixed-Team, TSG Backnang), Frank Stäbler (Ringen, Red Devils Heilbronn) und Denis Kudla (Ringen, SV Alemannia Nackenheim 1912, Bundesstützpunkt Ringen Heidelberg) komplettieren die erfreulichen Nachrichten aus Japan.

„Meinen allergrößten Respekt und Glückwünsche von Herzen für diese beeindruckenden Leistungen. Schon bei den Olympischen Spielen teilnehmen zu können, ist ein Riesenerfolg, dann auch noch eine Medaille zu gewinnen umso beachtlicher“, sagt Sportministerin Theresa Schopper und ergänzt: „Dabei gilt in diesem Jahr der olympische Leitspruch ‚Dabeisein ist alles‘ umso mehr. Denn das Corona-Virus und die damit einhergehende Verschiebung der Spiele hat den Sportlerinnen und Sportlern noch einmal mehr abverlangt. Daher möchte ich explizit auch allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Baden-Württemberg gratulieren. Seien Sie stolz auf sich, dass Sie es nach Tokio geschafft haben. Das ist eine außerordentliche Leistung, die in Pandemiezeiten noch einmal eine Aufwertung verdient.“

Sieben Meter in den Sand und 7:3 auf der Matte

Bei aller Wertschätzung für alle erbrachten Leistungen auf Weltniveau stehen die Frauen und Männer ganz oben auf dem Siegerpodest freilich zu Recht besonders im Rampenlicht. Die in Heidelberg geborene und heute 27-jährige Malaika Mihambo hat mit ihrem Sprung über sieben Meter die Konkurrentinnen hinter sich gelassen. Nach dem Gewinn des Europa- und des Weltmeistertitels ist olympisches Gold für die zweimalige deutsche Sportlerin des Jahres und Studentin der Umweltwissenschaften nun ein weiterer Höhepunkt in ihrer Karriere.

Am Ende der Karriere ist derweil Freistilringerin Aline Rotter-Focken angelangt – und sie hat sich in Tokio mit einem Coup verabschiedet. Schon vor dem Finale gegen ihre Freundin Adeline Gray aus den USA hatte die 30-Jährige aus Triberg im Schwarzwald Geschichte geschrieben: Die erste olympische Medaille im Frauenringen für Deutschland überhaupt war ihr sicher – und wenig später stand nach einem 7:3 fest: Aline Rotter-Focken holt Gold. Die Gesundheitsmanagerin hat sich ihren Traum erkämpft – und damit gleichzeitig ihren Wunsch, Werbung für ihren Sport zu machen. Denn um Frauenringen populärer zu machen, hätte es keinen besseren Werbespot geben können.

Weltrekorde auf dem Rad und Schlussspurt auf dem Wasser

Mehr als 300 Menschen, Dauergrinsen und eine Goldmedaille: Als Franziska Brauße jüngst in ihrem Heimatort Eningen unter Achalm mit dem olympischen Edelmetall einrollte, war sie ob der Anteilnahme zu Tränen gerührt. Dabei sorgte die 22-Jährige vom RSV Öschelbronn zusammen mit ihren drei Bahnrad-Kolleginnen Lisa Brennauer, Lisa Klein und Mieke Kröger weit über die Grenzen der Gemeinde bei Reutlingen hinweg für Beachtung. Zweimal Weltrekord auf dem Weg ins Finale der Königsdisziplin des Bahnrad-Sports – und dann die 4.000 Meter in 04:04,249 Minuten. Erneut Weltrekord und der erste Olympiasieg eines deutschen Frauen-Teams im Bahnrad-Vierer.

Max Lemke ist als Letzter über die Ziellinie und mit Gold nach Hause gefahren. In Heppenheim geboren, bis 2019 am Bundesstützpunkt in Mannheim/Karlsruhe trainiert, 24 Jahre jung und im Kajak-Vierer an hinterster Position ist er in Tokio zusammen mit Max Rendschmidt, Ronald Rauhe und Tom Liebscher in 1,22 Minuten über 500 Meter auf Platz eins gepaddelt. Ganz oben auf dem Podest bei der ersten Teilnahme an Olympischen Spielen – besonders dank eines beeindruckenden Schlussspurts im Hafen von Tokio.

Tokyo 2020 Olympic Games (englisch)
Team Deutschland: Team Tokio 2021

Weitere Meldungen

Erzieherin und Kind beim Lesen
Literatur

Frederick Tag 2026 gestartet

Baden-Württemberg-Empfang am Landesstand auf der Frankfurter Buchmesse
Kultur- und Kreativwirtschaft

Landesstand auf der Frankfurter Buchmesse

GAP 2026
Landwirtschaft

Internationaler Agrarkongress in Stuttgart

LWH 2026. Eingang Halle 1
Landwirtschaft

Positive Bilanz zum 102. Landwirtschaftlichen Hauptfest

Besucher laufen über das Landwirtschaftliche Hauptfest auf dem Cannstatter Wasen.
Landwirtschaft

Ehrungsabend auf dem 102. Landwirtschaftlichen Hauptfest

Grafik zum POPLÄND Award
Kunst und Kultur

Gewinner des POPLÄND Awards 2026 stehen fest

DOSB wählt deutschen Olympia-Bewerber
Olympia

Schopper gratuliert München zu Olympia-Nominierung

Verleihung Staatspreis Kunsthandwerk
Kunst

Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“ verliehen

Landwirtschaftliches Hauptfest
Landwirtschaft

Eröffnung des 102. Landwirtschaftlichen Hauptfestes

Kinder beim Schwimmunterricht.
Schulsport

Land prüft Vergabe von Rettungsschwimmernachweisen

Das Opernhaus in Stuttgart (Foto: © dpa)
Sanierung Opernhaus

Expertenanhörung zur Sanierung der Stuttgarter Oper vorgeschlagen

Eine Trachtengruppe beim Landesfestumzug der Heimattage 2018 in Waldkirch (Bild: © picture alliance/Achim Keller/dpa).
Kunst und Kultur

Land ehrt zehn Bürgerinnen und Bürger mit Heimatmedaille

Heimat

Höhepunkt der Heimattage 2026: Landesfesttage in Oberkirch

Bio-Musterregion Freiburg
Weinbau

Weinbauland Baden-Württemberg stärken

Ministerin Theresa Schopper spricht auf der Pressekonferenz anlässlich der landesweiten Eröffnung des Tages und der Nacht des offenen Denkmals 2026 in Rottweil.
Denkmalpflege

Nacht und Tag des offenen Denkmals 2026