Tierschutz

92. Sitzung des Landesbeirats für Tierschutz

Anlässlich der 92. Sitzung des Landesbeirats für Tierschutz mahnt Staatssekretärin Sabine Kurtz, bei der Zucht und beim Kauf von Haustieren auf die Gesundheit der Tiere und die Vermeidung von Qualzuchten zu achten.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Tierschutz 92. Sitzung des Landesbeirats für Tierschutz

„Eine übertriebene Zucht auf vermeintliche Schönheitsideale kann bei Hunden, Katzen und anderen Haustieren mit Störungen einhergehen, die zu dauerhaften Schmerzen Leiden und Schäden führen können. Neben hohen Behandlungskosten kann ein früher Tod der Tiere die Folge sein. Daher ist es geboten, sich vor der Anschaffung von Haustieren über solche sogenannte Qualzuchtmerkmale bei bestimmten Rassen zu informieren und sich beraten zu lassen“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Sabine Kurtz, im Nachgang der 92. Sitzung des Landesbeirats für Tierschutz, die am 30. September 2025 in Stuttgart stattfand, und verwies dabei auf das bestehende Verbot solcher Defektzuchten im Tierschutzgesetz.

„Ich gehe davon aus, dass niemand wissentlich ein Haustier besitzen möchte, das ein Leben voller Leid erfährt. Extremzuchten bestimmter Rassen sind regelmäßig mit erheblichem Tierleid verbunden. Eine gute Informationsmöglichkeit bietet das von der Stabstelle der Landesbeauftragten für Tierschutz erstellte Aufklärungsmaterial der Initiative ‚Frei Schnauze‘,“, sagte Staatssekretärin Sabine Kurtz.

Das Tierschutzgesetz verbietet in Paragraph 11b die Zucht mit Tieren, wenn bei den Nachkommen erblich bedingte Defekte zu erwarten sind, die mit Schmerzen, Leiden oder Schäden verbunden sind. Für Hunde ist auch das Präsentieren solcher Tiere auf Ausstellungen verboten.

Der Landesbeirat für Tierschutz setzte sich in seiner jüngsten Sitzung dafür ein, dass das dafür zuständige Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) das bestehende Verbot gemäß Paragraph 11b des Tierschutzgesetzes durch eine Rechtsverordnung ergänzt, in der die Kriterien für unzulässige Defektzuchten konkretisiert werden. Züchtern, Käufern und Tierschutzbehörden kann damit eine rechtssichere Grundlage für die Zucht und für behördliche Maßnahmen gegen Verstöße an die Hand gegeben werden.

Landesbeirat für Tierschutz

Der Landesbeirat für Tierschutz berät das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Tierschutzfragen und wird zu grundsätzlichen Belangen des Tierschutzes sowie zu besonderen Tierschutzproblemen angehört.

Der Beirat besteht aus dem Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz als Vorsitzendem sowie aus ehrenamtlichen Mitgliedern aus Verbänden und Organisationen.

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Förderung von Tierschutzmaßnahmen

inisterium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: FREI SCHNAUZE – Erkenne Qualzucht

Weitere Meldungen

Blühstreifen statt Straßenbegrenzungsgrün
Naturschutz

Land erfasst 25.000 Hektar Straßenbegleitgrün

Eine Laborantin untersucht Lebensmittel im Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart. (Foto: © dpa)
Verbraucherschutz

Jahresbericht der amtlichen Lebensmittelüberwachung

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Landwirtschaft

Novelle zum EEG 2027 verschenkt Potenzial der Bioenergie

Firma WMB Ventilatoren GmbH in Obersontheim
Ländlicher Raum

Jetzt noch für „Spitze auf dem Land!“ bewerben

Landesgartenschau Ellwangen 2026
Ländlicher Raum

Positive Halbzeitbilanz der Landesgartenschau 2026

Ein Ausbilder im Garten- und Landschaftsbau (r.) erklärt einem angehenden Gärtner (l.) das Einpflanzen einer Dachbegrünung. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Meisterbriefe für Floristen und Gärtner

Ein Hauskaninchen wartet in seinem Stall in einem Gartengeschäft auf einen neuen Besitzer.
Tierschutz

Schülerinnen und Schüler machen sich für Tiere stark

Eine Zauneidechse (Bild: © dpa)
Naturschutz

1,1 Millionen Euro für Naturschutzprojekte

Flurneuordnung Hildrizhausen
Ländlicher Raum

7,5 Millionen Euro für Zukunftsforum Oberkochen

Einsatzkräfte der Feuerwehr errichten am Nonnenbach in Bad Saulgau im Ortsteil Moosheim einen Damm mit Sandsäcken gegen das Hochwasser.
Krisenvorsorge

Gemeinsam gesellschaftliche Resilienz stärken

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Ländlicher Raum

Investition in die Zukunft des Ländlichen Raums

Eine Wildbiene sucht an Blüten des Mehlsalbeis nach Nektar. (Bild: © Uwe Anspach/dpa)
Naturschutz

Zusätzliche Mittel für den Arten- und Biotopschutz

Landwirtschaft
Ländlicher Raum

Vereinbarkeit von Ernährungssicherung und Naturschutz

Blick über Baden-Württemberg
Landwirtschaft

Gemeinsamen Antrag 2026 bis 30. September korrigieren

Elzbach im Odennwald
Landwirtschaft

Prekäre Lage in den Gewässern Baden-Württembergs