Städtebau

Tag der Städtebauförderung 2023

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Agnes-Schultheiß-Platz in der Weststadt in Ulm
Die Auftaktveranstaltung zum Tag der Städtebauförderung am 13. Mai 2023 findet in Ulm statt. Mit dabei sind auch Bundesministerin Klara Geywitz und Ministerin Nicole Razavi.

In ganz Deutschland feiern Städte und Gemeinden am 13. Mai 2023 den Tag der Städtebauförderung unter dem Motto „Wir im Quartier“. Die Auftaktveranstaltung für den Aktionstag wird in diesem Jahr in Ulm stattfinden. Dieser Aktionstag ist eine gemeinsame Initiative von Bund, Ländern, Deutschem Städtetag und Deutschem Städte- und Gemeindebund.

Seit 1971 ist die Städtebauförderung als gemeinschaftliche Aufgabe von Bund, Ländern und Kommunen ein erfolgreiches Instrument der städtischen Erneuerung. Sie unterstützt die Kommunen dabei, ihre Städte an wirtschaftliche, gesellschaftliche und ökologische Veränderungen anzupassen. So werden zum Beispiel die Errichtung von Schulen, Kitas und Spielplätzen oder die Schaffung von Grünanlagen, barrierefreien Zugängen sowie von Zentren zur Integration von Geflüchteten gefördert.

Ulm ist eine von mehreren hundert Städten und Gemeinden in Deutschland, die sich am Tag der Städtebauförderung beteiligen. Vieles konnte dort seit 1977 mit Hilfe dieser Förderung aufgebaut werden: Die Stadt hatte Grünflächen, Schulen, bezahlbaren Wohnraum und soziale Einrichtungen geschaffen, die über den Förderzeitraum hinaus erfolgreich verstetigt wurden.

Auftaktveranstaltung in Ulm

In Ulm werden Klara Geywitz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, Nicole Razavi, Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen des Landes Baden-Württemberg, und Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch am 13. Mai das Sanierungsgebiet der Ulmer Weststadt besichtigen und das Frühlingsfest auf dem Agnes-Schultheiß-Platz eröffnen.

Nicole Razavi, Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, sagte: „Ich freue mich sehr, dass die bundesweite Auftaktveranstaltung für den Tag der Städtebauförderung in diesem Jahr in Baden-Württemberg stattfinden wird. Gastgeber ist Ulm – eine Stadt, die seit 1977 dieses bewährte Förderprogramm nutzt. Ulm ist damit Mitglied einer Förderfamilie, die alleine in Baden-Württemberg fast 900 Städte und Gemeinden umfasst. Die Städtebauförderung ist eines der stärksten und beliebtesten Pferde im Stall unserer Förderlandschaft. Es ist zudem ein lernendes Programm, das es den Kommunen immer wieder aufs Neue ermöglicht, sich den jeweils aktuellen Herausforderungen unserer Zeit zu stellen – und das seit mehr als 50 Jahren. Die Anpassung der Städte an die Folgen des Klimawandels, die Aktivierung von Flächen für die Wohnraumschaffung und die Aufwertung unserer Stadt- und Ortskerne sind gute Beispiele für die Leistungsfähigkeit der Städtebauförderung.“

Weitere Stimmen

Städtebauförderung des Bundes und der Länder

Über 12.100 Maßnahmen wurden im Zeitraum von 1971 bis 2022 gefördert – in rund 4.000 Kommunen bundesweit. Allein der Bund hat seit 1971 circa 21,6 Milliarden Euro investiert, davon rund 11,65 Milliarden Euro in die alten Länder und seit 1990 rund 9,95 Milliarden Euro in die neuen Länder. 2023 sind erneut 790 Millionen Euro Bundesmittel vorgesehen. Maßnahmen des Klimaschutzes und der Anpassung an den Klimawandel werden in allen Programmen gefördert und sind Voraussetzung für die Förderung.

Städtebauförderung in Ulm

Die Stadt Ulm erhält seit 1977 Mittel aus der Städtebauförderung, rund 36 Millionen Euro stellte der Bund dafür bereit. Die neue Quartiersmitte – bestehend aus Agnes-Schultheiß-Platz, Weststadthaus und Weststadtpark – wurde 2018 unter anderem durch einen Neubau für geflüchtete Menschen ergänzt. Als Abschluss aller Maßnahmen rund um die neue Mitte im Ulmer Westen wurden auch die öffentlichen Räume im Bereich des Westbades neugestaltet und ein barrierefreier Zugang geschaffen. Seit über 25 Jahren bietet der Mädchen- und Frauenladen Sie‘ste im Ulmer Westen ein umfangreiches Programm. Seit 2022 gibt es ein Angebot für Ukrainerinnen.

Kommunen können sich online noch bis zum 26. April 2023 für eine Teilnahme am Aktionstag anmelden.

Tag der Städtebauförderung 2023

Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen: Städtebauförderung

Quelle:

Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen

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