Vermessung

Landesgrenzbegehung an der deutsch-schweizerischen Grenze

Mit der Instandsetzung eines Landesgrenzsteins wurde die diesjährige Landesgrenzbegehung an der deutsch-schweizerischen Grenze vollzogen. Die Landesgrenzbegehung geht auf die landesherrliche Verordnung des Großherzogtums Baden von 1894 zurück.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
von links nach rechts: Thomas Welz (Fachbereichsleiter Liegenschaften und Geoinformation, Stadt Lörrach), Dieter Heß (Referatsleiter Vermessungs- und Geoinformationstechnologie, Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg), Marion Dammann (Landrätin Landkreis Lörrach), Esther Keller (Regierungsrätin und Vorsteherin Bau- und Verkehrsdepartment Basel-Stadt), Jörg Lutz (Oberbürgermeister Stadt Lörrach), Marco Muchenberger (Bürgermeister Gemeinde Inzlingen), Nikolai Iwangoff Brodmann (Gemeindepräsident Gemeinde Bettingen), Markus Scherrer (Kantonsgeometer Bau- und Verkehrsdepartement des Kantons Basel-Stadt), Carolin Wenk (Landratsamt Lörrach Fachbereich Vermessung & Geoinformation), Alain Wicht (Bundesamt für Landestopografie swisstopo, Beauftragter für die Landesgrenze in der Schweiz)
Mit vereinten Kräften wird der abgebrochene Landesgrenzstein Nr. 98 wieder auf das alte Fundament gesetzt.

Am 16. Oktober 2025 wurde mit der Instandsetzung des Landesgrenzsteins Nummer 98 die diesjährige Landesgrenzbegehung an der deutsch-schweizerischen Grenze zwischen dem Landkreis Lörrach, der Stadt Lörrach und dem Kanton Basel-Stadt vollzogen.

Die Landesgrenzbegehung am Hochrhein zwischen Deutschland und der Schweiz geht auf die landesherrliche Verordnung des Großherzogtums Baden von 1894 zurück. Seit dieser Zeit wird die Landesgrenze bis auf die Kriegsjahre alle sechs Jahre von Kantons- und Bezirksgeometern, den heutigen Kreisgeometern, sowie weiteren Vertretern beider Staaten begangen und kontrolliert. Die Verordnung gilt bis zum heutigen Tag. Dieter Heß vom Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen verwies in seinem Grußwort auf die Notwendigkeit, die festgestellten Abmarkungsmängel gemeinsam zu beheben. Diese schöne Tradition unterstreiche die kooperative Kultur und die Nähe in der Grenzregion.

Bei der diesjährigen Landesgrenzbegehung wurde unter anderem festgestellt, dass der Landesgrenzstein Nummer 98 abgebrochen war. Dieser wurde von den zuständigen Vermessungsbehörden der beiden Länder anlässlich der Abschlussveranstaltung im Beisein von zahlreichen Vertretern gemeinsam wieder mit dem vorhandenen Unterteil verbunden. 

2.032 Landesgrenzpunkte an der Landesgrenze

Der größte Teil der deutsch-schweizerischen Landesgrenze verläuft im Rhein. Nur bei Lörrach und bei Schaffhausen verläuft die Grenze teils auf dem Festland. Die Landgrenze zwischen Deutschland und der Schweiz wird durch insgesamt 2.032 Landesgrenzpunkte bestimmt. Schon immer wird auf den richtigen Verlauf und die hochgenaue Kennzeichnung dieser Grenze durch entsprechend gut sichtbare Grenzzeichen von beiden Seiten großen Wert gelegt. 

Die Vorgehensweise bei der Landesgrenzbegehung ist in der Landesherrlichen Verordnung des Großherzogtums Baden zur Erhaltung und Berichtigung der Landesgrenze vom 5. April 1894 geregelt. Danach haben die zuständigen schweizerischen und deutschen Vermessungsämter mit den angrenzenden Gemeinden alle sechs Jahre eine Begehung und gegebenenfalls Instandsetzung der Grenzmarken an der Landesgrenze vorzunehmen.

Die Zuständigkeit für die Landesgrenzbegehung liegt auf deutscher Seite bei den Land- und Stadtkreisen sowie bei den Gemeinden, die das Liegenschaftskataster auf Antrag selbst führen. Das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen als auch das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung werden zur Begehung von den jeweiligen Landkreisen eingeladen und erhalten im Nachgang über die festgestellten Wahrnehmungen ein Protokoll.

Weitere Meldungen

Ein Demonstrant vor den Houses of Parliament, dem Westminster-Palast, schwenkt eine EU-Flagge und eine britische Flagge. (Bild: © dpa)
Wirtschaft

Zehn Jahre Brexit-Referendum

Kränze am Gedenktag
Heimat

Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung

Eine Jugendliche schaut aus dem Fenster.
Zusammenhalt

Land wird Bündnis gegen Einsamkeit gründen

Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Arbeit

Hoffmeister-Kraut kritisiert Umsetzung der Arbeitszeitreform

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Ländlicher Raum

Kabinettsausschuss Ländlicher Raum 2026-2031 eingesetzt

Asien-Pazifik Summit 2026 im IHK-Haus in Stuttgart
Außenwirtschaft

Erster Asien-Pazifik Summit in Stuttgart

Flur im Krankenhaus mit Personal und Betten
Gesundheit

Kliniken sichern, Versorgung stärken, Lasten fair verteilen

Abschiebung nach Afghanistan – Letzter Straftäter der Gruppenvergewaltigung in Illerkirchberg wird abgeführt
Migration

Zwölf Straftäter nach Afghanistan abgeschoben

Innenminister Manuel Hagel (links) und Kapitän zur See Michael Giss, Kommandeur des Landeskommandos der Bundeswehr Baden-Württemberg (rechts)
Bundeswehr

Hagel trifft Kommandeur des Lan­deskommandos der Bundeswehr

Landestreffen der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland in Baden-Württemberg
Heimat

Treffen und Tagung der Russlanddeutschen

Bundesrat Berlin
Bundesrat

Hagel zum Vorsitzenden des Bundesrat-EU-Ausschusses gewählt

Justizminister Moritz Oppelt (rechts) auf der Justizministerkonferenz
Justiz

Reform der Politikerbeleidigung gefordert

Ein Arzt hält in einem Behandlungszimmer in seiner Praxis in Deizisau im Landkreis Esslingen ein Stethoskop in der Hand, mit der anderen Hand bedient er eine Computertastatur. (Bild: dpa)
Gesundheitsreform

Nachbesserungen bei Kranken­versicherung-Reform gefordert

Ein Mitarbeiter montiert im Porsche Werk in Stuttgart-Zuffenhausen eine Vorderachse mit Elektromotor. (Foto: © dpa)
Automobilindustrie

Anpassungen bei EU-CO₂-Regulierung gefordert

Einsatzkräfte der Feuerwehr errichten am Nonnenbach in Bad Saulgau im Ortsteil Moosheim einen Damm mit Sandsäcken gegen das Hochwasser.
Klimawandel

Land rüstet sich für Extremwasserereignisse