Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus hat die Maßnahmen bekannt gegeben, die 2026 eine Förderung aus dem Tourismusinfrastrukturprogramm (TIP) des Landes erhalten.
Dr. Patrick Rapp, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus sagte dazu: „Die touristische Infrastruktur ist die Visitenkarte des Tourismus und daher ein wichtiger Schlüssel für den Erfolg des Tourismuslandes Baden-Württemberg. Im Rahmen des Tourismusinfrastrukturprogramms unterstützt das Land die Kommunen zielgerichtet bei der Schaffung und dem Erhalt von hochwertigen und zukunftsorientierten Tourismuseinrichtungen.“
38 geförderte Projekte
Das Land fördert in diesem Jahr insgesamt 38 kommunale Tourismusinfrastrukturprojekte. Die Förderung von acht dieser Vorhaben steht aufgrund der Förderhöhe von über 500.000 Euro unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Ausschusses für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landtags von Baden-Württemberg. Mit einer Gesamtfördersumme in Höhe von rund 14,9 Millionen Euro und dadurch angestoßenen Investitionen in Höhe von rund 40,1 Millionen Euro erreicht das Tourismusinfrastrukturprogramm auch in diesem Jahr ein erfreulich hohes Programmvolumen.
„Der Tourismus ist eine tragende Säule der Wirtschaft in Baden-Württemberg. Als leistungsfähige Querschnittsbranche sichert er Arbeitsplätze, stärkt den Mittelstand und leistet einen wesentlichen Beitrag zur wirtschaftlichen Stabilität und regionalen Entwicklung im ganzen Land. Eine zentrale Voraussetzung für diese Stärke ist der gezielte Ausbau und Erhalt hochwertiger touristischer Infrastruktureinrichtungen“, so der Staatssekretär.
Investitionen in die Zukunftsfähigkeit der Kommunen
Moderne und ansprechende touristische Infrastrukturen sind die Grundlage für Wettbewerbsfähigkeit, Qualität und Wertschöpfung im Tourismus. Diese tragen unter anderem dazu bei, dass Baden-Württemberg als Ganzjahresdestination wahrgenommen wird und sich im nationalen wie internationalen Wettbewerb behaupten kann. Und sie wirken weit über den Tourismus hinaus: Sie stärken die Attraktivität von Städten ebenso wie die von ländlichen Gebieten und sie sichern Arbeits- und Ausbildungsplätze. Gleichzeitig kommen sie auch der Bevölkerung zugute – als Orte der Erholung, der Begegnung, der Gesundheitsvorsorge und der Freizeitgestaltung. Und sie schaffen regionale Wertschöpfung und sichern kommunale Einnahmen. „Investitionen in die touristische Infrastruktur sind daher auch Investitionen in die Zukunftsfähigkeit der Kommunen“, so Dr. Rapp.
Die Landespolitik setzt sich für verlässliche Rahmenbedingungen ein, um öffentliche Investitionen in touristische Infrastrukturen zu ermöglichen. Daher schafft das Land durch das jährlich aufgelegte Tourismusinfrastrukturprogramm gezielt Anreize und unterstützt die notwendigen baulichen Investitionen finanziell. Mit dem diesjährigen Programm setzt die Landesregierung erneut klare Impulse, um Baden-Württemberg als erstklassiges Reiseziel in Deutschland und Europa weiter voranzubringen.
Tourismusinfrastrukturprogramm
Mit dem Tourismusinfrastrukturprogramm fördert das Land kommunale Projekte, die die Errichtung, Modernisierung, (energetische) Sanierung und den Umbau von kommunalen Tourismusinfrastruktureinrichtungen in Baden-Württemberg zum Ziel haben und die für die Gestaltung eines zukunftsfähigen Gesamtangebots notwendig sind.
Gemäß Paragraf 5 Absatz 8 des Staatshaushaltsgesetzes 2025/2026 ist vor der Gewährung von Finanzhilfen über 500.000 Euro für Tourismusinfrastrukturprojekte die Zustimmung des Ausschusses für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus des Landtags von Baden-Württemberg erforderlich. Von den 38 Maßnahmen liegen insgesamt acht Vorhaben über dieser Schwelle, sodass bei diesen der zuständige Ausschuss für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus abschließend über die Gewährung der Förderung entscheiden werden wird.
















