Delegationsreise

Gute Partnerschaft mit Łódzkie in Polen

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Staatssekretärin Theresa Schopper und Woiwodschaftsmarschall Witold Stępień
Staatssekretärin Theresa Schopper (l.) und Vorstandsmitglied der Woiwodschaft, Łódzkie Jolanta Zieba-Gzik (r.) bei der Kranzniederlegung in der Holocauts-Gedenkstätte „Radegast Station Holocaust Monument“.

Seit 2013 verbindet die Woiwodschaft Łódzkie und Baden-Württemberg eine enge Partnerschaft. Staatssekretärin Theresa Schopper ist derzeit auf einer Delegationsreise in Łódzkie, um die Partnerschaft in Wirtschaft, Bildung, Kultur und vielen anderen Bereichen weiter zu vertiefen.

Vom 3. bis 5. Mai besucht die Staatssekretärin im Staatsministerium, Theresa Schopper, die Woiwodschaft Łódzkie. Łódzkie – Wudschkie ausgesprochen – und Baden-Württemberg sind seit 2013 in einer engen Partnerschaft verbunden. „Zwischen Baden-Württemberg und Łódzkie gibt es viele Projekte und Kooperationen in den verschiedensten Bereichen“, sagte Staatssekretärin Theresa Schopper. Bei den Projekten geht es um den Erfahrungsaustausch in den Bereichen Infrastruktur und Bildung, die Zusammenarbeit in den Bereichen Gesundheit, Kultur und Wissenschaft. Zudem arbeiten beide Regionen in Wirtschaft und Verwaltung zusammen und tauschen hier ebenfalls Erfahrungen aus.

Städte, Land und Region in Partnerschaft verbunden

„Das zeigt die breite Basis unserer Partnerschaft, die wir gerne weiter vertiefen und ausbauen“, sagte Schopper bei der Ankunft in der Stuttgarter Partnerstadt Łódź. Die Partnerschaft zwischen Stuttgart und Łódź besteht seit 1988. „Sie knüpfte damit noch vor dem Mauerfall ein freundschaftliches Band zwischen den Menschen der beiden Städte“, so Schopper weiter.

Partnerschaften als Zeichen für Europa

Theresa Schopper hob die besondere Bedeutung der Partnerschaften für die Europäische Union hervor. „Unsere partnerschaftliche Zusammenarbeit ist ein Zeichen der Freundschaft und ein Signal für Europa. Wir sind heute eng verbunden und wir sind alle ein Teil Europas. Mehr als 70 Jahre Frieden sind der europäischen Einigung zu verdanken – Polen und Deutschland, die zu häufig im Fokus kriegerischer Auseinandersetzungen standen, wissen ganz besonders, den Wert Europas zu schätzen.“

Auf dem Programm der Delegation stand unter anderem ein Treffen mit dem Woiwodschaftsmarschall Witold Stępień. Ansonsten stehen auf dem dicht gedrängten Terminplan Arbeitstreffen und Besuche der Sonderwirtschaftszone Łódź und des Vorzeigestädtebauprojekts „EC1“ am Bahnhof Łódź Fabryczna. „Bei den Vor-Ort-Terminen geht es darum, anhand konkreter Beispiele mögliche weitere Kooperationsfelder mit der Woiwodschaft zu sehen und zu eruieren“, sagte Staatssekretärin Theresa Schopper.

Wider das Vergessen

Am Freitag hat Staatssekretärin Theresa Schopper die Holocaust-Gedenkstätte „Radegast Station Holocaust Monument“ besucht. Ab 1941 wurde der Bahnhof Radegast unter anderem zum täglichen Transport in die Arbeitslager in der Region rund um Łódź. genutzt. Die Nazis verschleppten Juden aus Westeuropa sowie der Łódźer Region über Radegast ins Ghetto, wo sie zunächst als Arbeitskräfte gebraucht wurden. Allein innerhalb 1941/42 brachten die Nazis 38.000 Juden aus Zentraleuropa und 5.000 Sinti und Roma in das Ghetto Litzmannstadt (Łódź). Von Januar 1944 bis zur Auflösung des Ghettos im August 1944 kamen über Radegast schließlich mehr als 150.000 Juden von Radegast in die Konzentrationslager Kulmhof und Auschwitz.

„Es ist unsere Pflicht und Verantwortung, uns zu erinnern und diese Erinnerung von Generation zu Generation weiterzugeben. Aus der Erinnerung lernen wir: Das was damals geschehen ist, darf sich niemals wiederholen. Die Erinnerung mahnt uns Deutsche, wachsam zu sein, die Vorzüge der Demokratie niemals als Selbstverständlichkeit zu sehen und dies immer wieder aufs Neue zu verteidigen”, sagte Schopper beim Besuch der Gedenkstätte.

Quelle:

/red

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