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Zahl der Drogentoten in Baden-Württemberg zurückgegangen

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Ein Mann setzt sich eine Spritze mit Heroin in den Arm.

Entgegen dem Bundestrend geht die Zahl der Drogentoten in Baden-Württemberg erstmals wieder zurück. 2018 starben laut Kriminalstatistik hierzulande 121 Menschen auf Grund des Konsums illegaler Drogen – 39 weniger als 2017.

Heute hat die Drogenbeauftragte des Bundes Marlene Mortler den Drogenbericht des Bundes vorgestellt. Demnach verstarben in Deutschland 1.276 Menschenim vergangenen Jahr an den Folgen ihres Drogenkonsums. 2017 waren es vier Personen weniger. In Baden-Württemberg ist die Zahl der Drogentoten dagegen deutlich gesunken.

Gesundheitsminister Manne Lucha kommentierte den Drogenbericht des Bundes wie folgt: „Entgegen dem Bundestrend geht die Zahl der Drogentoten in Baden-Württemberg erstmals wieder zurück. Jeder Tote ist einer zu viel, aber das gut ausgebaute Angebot der Suchthilfe und Suchtprävention im Land zeigt offensichtlich Wirkung. Umso wichtiger ist mir, dieses Angebot weiter zu stabilisieren und auszubauen. Ein großer Erfolg ist, dass wir die Förderung von Stellen für die in allen Stadt- und Landkreisen eingerichteten psychosozialen Behandlungs- und Beratungsstellen sowie den Kontaktläden in den letzten zwei Jahren schrittweise erhöht haben. Insgesamt rund neun Millionen Euro gibt das Land im Jahr dafür aus. Ein wichtiges Signal und ein großer Erfolg war auch, dass wir nun den Weg für die Einrichtung von Drogenkonsumräumen freigemacht haben. Durch Abgabe sauberer Spritzbestecke, Beratung zu Infektionsgefahren sowie einer Drogennotfallhilfe können die Lebensbedingungen von Drogenabhängigen erheblich verbessert werden und Leben gerettet werden.“

Drogentote in Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg starben laut Kriminalstatistik im Jahr 2018 121 Menschen auf Grund des Konsums illegaler Drogen, deutlich weniger als 2017 (160) und 2016 (170). Die Anzahl der Todesopfer durch Heroin ist im Jahr 2018 auf 12 Fälle gesunken, im Jahr 2017 waren es noch 30. Ebenso ist die Zahl der Todesfälle durch Konsum neuer psychoaktiver Substanzen gesunken (2018: 4 Fälle, 2017: 14 Fälle).

Ministerium für Soziales und Integration: Sucht

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