Gesundheit

Verpasste Impfungen nachholen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Die Mitarbeiterin eines mobilen Impfteams zieht in einem Alten- und Pflegeheim den Impfstoff von Biontech/Pfizer in eine Spritze auf.

Vom 23. bis 29. April findet die Europäische Impfwoche statt. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Nachholen verpasster Impfungen. Auch in Baden-Württemberg bestehen bei einer Reihe von Routineimpfungen Lücken in der Bevölkerung.

Seit 2005 findet jedes Jahr in der letzten Aprilwoche die Europäische Impfwoche statt. Ziel der Kampagne ist es, in der Bevölkerung das Bewusstsein für die Bedeutung von Impfungen zum Schutz vor Infektionskrankheiten und deren schwerwiegenden Folgen zu schaffen. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr auf dem Nachholen verpasster Impfungen. Auch in Baden-Württemberg bestehen bei einer Reihe von Routineimpfungen Lücken in der Bevölkerung.

Verpasste Impfungen nachholen

„Es ist wichtig, beim Thema Impfen am Ball zu bleiben. In Baden-Württemberg gibt es sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen einige Routineimpfungen, bei denen Nachholbedarf besteht“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha. „Impfungen zählen zu den wirkungsvollsten Maßnahmen zum Schutz vor Infektionskrankheiten. Das hat uns die COVID-19-Pandemie eindrucksvoll gezeigt“, betonte der Minister.

So haben laut dem Robert Koch-Institut zum Beispiel nur etwa 43 Prozent der über 18-Jährigen in den vergangenen zehn Jahren in Baden-Württemberg eine Impfung gegen Diphtherie in Anspruch genommen, obwohl die Ständige Impfkommission (STIKO) eine Auffrischimpfung alle zehn Jahre empfiehlt. Auch wenn die Krankheit in Baden-Württemberg scheinbar nicht mehr vorkommt, ist es wichtig, einen Impfschutz aufzubauen beziehungsweise diesen aufrecht zu erhalten. So wurde beispielsweise im Jahr 2022 in Baden-Württemberg eine Häufung von Diphtherie-Fällen beobachtet. Ein Grund dafür ist unter anderem die heutzutage weltweit hohe Mobilität. Dadurch kommt es immer wieder zur Einreise von Personen, die mit hier selten gewordenen Erregern infiziert sind.

Impfstatus überprüfen

Um einen optimalen Immunschutz aufbauen zu können, zählt jede Dosis. Die STIKO hat mit dem Impfkalender eine übersichtliche Darstellung der von ihr empfohlenen Impfungen veröffentlicht. Wichtig ist dabei auch, den empfohlenen Zeitpunkt für die Impfungen einzuhalten. Die Routineimpfungen sind von der STIKO zu dem Lebensalter empfohlen, zu dem der Impfschutz seine größtmögliche Schutzwirkung entfalten kann. Verpasste Impfungen sollten zeitnah nachgeholt werden.

„Sprechen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt auf Ihren Impfstatus oder den Ihres Kindes an, lassen Sie sich beraten und holen Sie verpasste Impfungen nach!“, appellierte Minister Lucha in diesem Zusammenhang.

Impfungen können neben dem individuellen Schutz für den Geimpften selbst auch einen Schutz für Mitmenschen bieten. Dieser indirekte Schutz kommt jedoch erst bei hohen Impfquoten zum Tragen. Darauf angewiesen sind vor allem Neugeborene und Menschen, die selbst keine Immunität aufbauen können, zum Beispiel, weil ihr Immunsystem zu sehr geschwächt ist.

Impfstatus online testen mit „Mach den Impfcheck“

RKI: Impfquoten bei Erwachsenen in Deutschland – Aktuelles aus der KV-Impfsurveillance

RKI: Impfquoten von Kinderschutzimpfungen in Deutschland – aktuelle Ergebnisse aus der RKI-Impfsurveillance

Weitere Meldungen

Ein Mädchen watet durch die überschwemmte Innenstadt von Veringenstadt.
Gesellschaft

Pilotkommunen erproben verbesserte Zusammenarbeit im Krisenfall

Neubau der Kindertagesstätte Wilhelm-Enßle-Straße
Städtebauförderung

Ortsmitte in Geradstetten erfolgreich saniert

Im alten Fabrikensemble der Eisenlohr’schen Werke in Dettingen an der Erms sind mit Hilfe der Städtebauförderung 67 neue Wohnungen entstanden.
Städtebauförderung

Ortskern in Dettingen an der Erms modernisiert

Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
Sportministerkonferenz

Mehr Bewegung für Kinder und Jugendliche in Deutschland

Eröffnung der Wanderausstellung der IBA'27 in der baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin
Städtebau

IBA’27-Ausstellung in Berlin eröffnet

Eine junge Frau wird geimpft.
Ärztliche Versorgung

Auswahlverfahren zur Landarztquote 2026 abgeschlossen

Eine Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) sitzt auf einem Finger und sticht zu.
Gesundheitsschutz

Kein erhöhtes Risiko wegen West-Nil-Virus

In einer Wohngemeinschaft sitzen Studierende um den Küchentisch und unterhalten sich (Bild: © dpa).
Wohnraumförderung

Land fördert im Neubau bundesweit die meisten Wohnheimplätze

Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Bürgerbeteiligung

Auswahlprozess für neuen Jugendberaterkreis gestartet

Start-up WOW Challenge
Start-up BW

BLACKPIN.IOT im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Erzieherin und Kind beim Lesen
Literatur

Frederick Tag 2026 gestartet

Vordere Reihe (von links nach rechts): Julia Hellmann, Minister der Justiz und für Migration Moritz Oppelt und Petra Klein  Hintere Reihe (von links nach rechts): Dr. Sarah Straub, Michael Kühn, Anne Stöhr, Panajotis Neuert und Claudia Österle
Justiz

Tag der ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer 2026

Gesundes Essen bei der Zubereitung.
Ernährung

Impulse für eine gelungene Seniorenverpflegung

Ministerin Theresa Schopper (rechts) spricht zur Eröffnung der Netzwerkkonferenz Baukultur
Baukultur

Netzwerkkonferenz Baukultur 2026

Logo er Frauenwirtschaftstage 2026
Gleichstellung

22. Frauenwirtschaftstage eröffnet