Heimatforschung

35. Landespreis für Heimatforschung verliehen

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Der mit insgesamt 11.000 Euro dotierte Landespreis für Heimatforschung 2016 geht an drei Autoren und zwei Autorenkollektive, die sich mit lokalgeschichtlichen Themen beschäftigen. In ihren ehrenamtlich erstellten Forschungsarbeiten haben die Preisträgerinnen und Preisträger Fragestellungen zur Geschichte der Kommunen Heidenheim, Herrenberg, Meckesheim, Mosbach und Tübingen untersucht.

Die Auszeichnung wurde durch Dr. Claudia Rose, Kunstabteilungsleiterin im Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, im Rahmen einer Festveranstaltung in Bad Mergentheim verliehen.

Wichtiger Beitrag zur kulturellen Identität im Land

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer würdigte im Vorfeld der Verleihung das Engagement der Preisträgerinnen und Preisträger. „Auch in Zeiten weltweiter Vernetzung und gestiegener Mobilität wollen wir uns mit unserem Lebensumfeld, dessen Traditionen und Geschichte auseinandersetzen. Die ausgezeichneten Arbeiten behandeln interessante Aspekte aus der Lokal- und Regionalgeschichte und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Identität in unserem Land.“ Besonders erfreulich sei die Tatsache, dass sich auch viele Jugendliche für die Heimatforschung interessierten. Dadurch werde der Austausch und das Gespräch über Generationen hinweg angestoßen.

Die ausgezeichneten Arbeiten wurden aus 128 eingereichten Bewerbungen, darunter auch Filme, DVDs und CDs, ausgewählt. Der unabhängigen Jury gehörten Vertreterinnen und Vertreter des Landesausschusses Heimatpflege sowie Persönlichkeiten aus der Forschung und dem Schulbereich an. Neben den mit einem Preisgeld dotierten Auszeichnungen wurden auch sieben Arbeiten mit Anerkennungsurkunden gewürdigt.

Heimatforschung erstreckt sich auf ein breites Themenspektrum, das von der Orts-, Siedlungs- und Naturgeschichte über Themen zur Migration bis hin zu lokalen Traditionen und Lebensläufen herausragender Persönlichkeiten reicht.

Die Preisträgerinnen und Preisträger 2016

Erster Preis (dotiert mit 5.000 Euro):
Dr. Edith Wolber  (Meckesheim)
„Jüdisches Leben in Meckesheim bis 1940. Die vergessene Geschichte eines Kraichgaudorfes“

Zweite Preise (dotiert mit jeweils 1.500 Euro):
Dr. Ulrich A. Seif (Schorndorf)
„Die Tabak- und Zigarrenindustrie in der Stadt Heidenheim und der Umgebung“

Frauengeschichtswerkstatt Herrenberg
Frauen gestalten Herrenberg. Herrenbergerinnen des 20. Jahrhunderts. Politik - Bildung - Kultur - Sport“

Jugendförderpreis (dotiert mit 1.500 Euro):
Jana Schumacher (Tübingen)
“Erziehung von oben und von unten“. Einfluss des Nationalsozialismus auf Jugend und Schule am Beispiel von Tübingen

Schülerpreis (dotiert mit 1.500 Euro):
Geschichts-AG des Nicolaus-Kistner-Gymnasiums Mosbach
„Johnny, have you chewing gum?“ - Der Einmarsch der Alliierten in Mosbach

Anerkennungsurkunden erhielten:

Karin Leinmüller  (Schülerin, Iggingen)
Jenische - Wieso wurden sie von der Gesellschaft nicht akzeptiert?

Lea Leinmüller (Schülerin, Iggingen)
Margarete Steiff - Eine ambivalente Außenseiterin?“

Arbeitskreis „NS-Euthanasie und Ausgrenzung heute“ der Freiburger Hilfsgemeinschaft e.V.
Film: „Über Mutter wird nicht gesprochen“… eine Virtuelle Stadtführung zu den Orten der NS-Euthanasie und des Gedenkens in Freiburg sowie Ausstellung: „Über Mutter wird nicht gesprochen…“ „NS-Euthanasiemorde an Freiburger Menschen“

Joschi Ament (Sinsheim)
Es geht alles vorüber, es geht alles vorbei

Bernhard Wetzel u.a. (Bad Saulgau)
Braunenweiler - Eine Dorfchronik

Beatrice Burst und Birgit Wallisser-Nuber vom Geschichts- und Altertums-verein Gomaringen e.V.
Das Glück in der Fremde gesucht - Gomaringer Auswanderer 1679-1957

Hildegard Ried (Karlsbad)
Die Karlsbader Orte in der 1848/49er Revolution. Untertitel: Schicksal der Revolutionäre“  

Dr. Edith Wolber (JPG)

Frauengeschichtswerkstatt Herrenberg (JPG)

Geschichts-AG des Nicolaus-Kistner-Gymnasiums Mosbach (JPG)

Jana Schumacher (JPG)

Dr. Ulrich A. Seif (JPG)

Weitere Meldungen

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Wissenschaft

Land setzt sich für landeseigene Forschungsinstitute ein

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Innovation

Land fördert zukunftsweisende Chip-Technologien

Ein Produktionstechnologe in Ausbildung arbeitet an einem Simulator für die Bewegungseinheit eines Laser. (Foto: © dpa)
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Eine Forscherin arbeitet im AI Research Buildung der Universität Tübingen, das zum „Cyber Valley“ gehört, an einem Code.
Wirtschaft

Strategieprozess stärkt Zukunft der Dienstleistungswirtschaft

Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut kritisiert Industrial Accelerator Act

Besucher der Gamescom erleben mit VR-Brillen die virtuelle Realität.
Digitalisierung

Land fördert immersive Technologien mit 2,4 Millionen Euro

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Studium

Land finanziert KI-Plattform für sehbeeinträchtigte Studierende

Schriftzug „MEDI:CUS“ auf einer Bühne
Gesundheit

Gesundheitscloud MEDI:CUS wird verstetigt

Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
Auszeichnung

Kurt Josef Lacher erhält Bundesverdienstmedaille

Preisträger Landesforschungspreis 2026
Forschung

Landesforschungspreise 2026 nach Tübingen, Mannheim und Freiburg

Logo der Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg
Wirtschaft

„Allianz Industrie 4.0 Baden-Württemberg“ wird fortgesetzt

Eine junge Frau forscht im Life Science Center der Universität Hohenheim an Pflanzen in Klimakammern (Symbolbild: © dpa).
Forschung

Land fördert Zukunftstechnolo­gien an Landesuniversitäten

Forscher im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Innovation

Land fördert Digitales Innovationszentrum am Uniklinikum Freiburg

Forschung

4,2 Millionen Euro für Quantentechnologie-Demonstratoren

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 10. Februar 2026