Verbraucherschutz

Untersuchung von Sonnenschutzmitteln zeigt kaum Auffälligkeiten

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Mann cremt seine Freundin mit Sonnencreme ein.

Die Kosmetiklabors des landeseigenen Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts in Karlsruhe haben 92 Sonnenschutzmittel untersucht. Dabei gab es keinerlei Beanstandungen bei der stofflichen Zusammensetzung. Zwei Proben fielen jedoch durch nicht vollständige Anwendungshinweise auf.

„Viele Menschen nutzen Sonnencremes oder Lotionen zum Schutz vor unerwünschten Folgen gefährlicher UV-Strahlen. Tests des Kosmetiklabors unseres Chemischen und Veterinäruntersuchungsamts in Karlsruhe (CVUA) belegen, dass die im Handel angebotenen Sonnenschutzmittel sicher sind“, sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk. Die Karlsruher Experten hätten im vergangenen Jahr 92 Sonnenschutzmittel untersucht. Keine der Proben sei mit Blick auf die stoffliche Zusammensetzung zu beanstanden gewesen. Lediglich zwei Proben hätten aufgrund nicht vollständiger Anwendungshinweise Auffälligkeiten gezeigt.

„Damit Sonnenschutzmittel ihre volle Wirksamkeit entfalten können, müssen sie frühzeitig und reichlich aufgetragen werden. Für den Köper eines Erwachsenen sind mindestens sechs Teelöffel eines Mittels notwendig“, erklärte der Minister. Gleichwohl würden Sonnenschutzmittel keinen hundertprozentigen Schutz für die Haut bieten. Auch verlängere das mehrmalige Auftragen von Sonnenschutzmitteln nicht die maximale Zeit, in der die Haut der Sonne ausgesetzt werden kann. Ein Sonnenschirm, entsprechende Kleidung oder eine sommerliche Kopfbedeckung würden zusätzlichen Schutz bieten. Grundsätzlich sei es der beste Schutz, auf längere Sonnenbäder zu verzichten.

Nanomaterialien als UV-Filter aus Baden-Württemberg sicher

Einige UV-Filter in Sonnenschutzmitteln bestehen aus sogenannten Nanomaterialien, wie zum Beispiel Titandioxid. Nano-Titandioxid ist im Vergleich zu herkömmlichem Titandioxid nicht weiß, sondern transparent und deshalb auf der Haut nicht sichtbar und wirkt auch intensiver. Diese Stoffe wurden vom wissenschaftlichen Komitee für Verbrauchersicherheit der Europäischen Kommission als sicher bewertet. Dazu hatte das CVUA Karlsruhe 2015 ein umfassendes Projekt durchgeführt. Auch hier konnte das Labor eine durchweg positive Bilanz ziehen. Die geprüften verantwortlichen Personen (zwölf Betriebe) in Baden-Württemberg halten die gesetzlichen Anforderungen bezüglich Nanomaterialien ein. Die untersuchten Proben aus Baden-Württemberg (darunter auch Sonnenschutzmittel) waren bezüglich Auslobung, Kennzeichnung und analytisch nachgewiesener Nanomaterialien nicht zu beanstanden.

CVUA: Nanomaterialen in Kosmetikartikeln

Weitere Meldungen

Ein Clown der Narrenzunft Rottenburg läuft beim großen Umzug des Weißnarrentreffens in Villingen-Schwenningen durch die Innenstadt (Quelle: dpa).
Verbraucherschutz

Produktkontrollen für ein unbe­schwertes Feiern des Faschings

Eine Frau greift nach einem Apfel aus dem Obst- und Gemüseregal eines Reformhauses. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Land mit vielfältiger Bio-Qualität auf BIOFACH präsent

Eine Frau sitzt an einem Computer.
Verbraucherschutz

Chancen und Risiken von Chatbots im Kundenservice

Kisten mit Gemüse und Obst.
Verbraucherschutz

Produkte mit Qualitätszeichen gemeinsam bekannter machen

BaWü zu Tisch - Drei Personen sitzen an einem Tisch
Ernährung

Start der landesweiten Ernährungstage

Eine Frau isst in einer Kantine zum Mittag. (Foto: © dpa)
Ernährung

Impulse für nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung an Kliniken

Nest der Asiatischen Hornisse
Landwirtschaft

Nestentfernung von Asiatischer Hornisse wird weiter gefördert

Das Thermostat einer Heizung.
Energie

Energieberatung für einkommens­schwache Haushalte verlängert

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Grand Est und Land mobilisieren für Zukunft der Bioökonomie

Grüne Woche 2026
Landwirtschaft

Baden-Württemberg bei der Grünen Woche 2026 erleben

Kisten mit Gemüse und Obst.
Ernährung

Sechster Förderaufruf für regionale Bio-Produkte

von links nach rechts: Abteilungsleiter „Landwirtschaft" Dr. Konrad Rühl, Ministerialdirektorin Isabel Kling, Minister Peter Hauk und Abteilungsleiterin „Markt und Ernährung“ Petra Mock
Landwirtschaft

Spitzengespräch zu Erzeugerpreisen

Eine Frau bedient die Smartphone-App eines Onlinehändlers. (Foto: © dpa)
Marktüberwachung

Mehr Schutz bei Online-Einkäufen

Schmeck den Süden
Ernährung

Genussführer 2026 vorgestellt

Eine junge Frau legt an Heiligabend mehrere Geschenke unter einen Weihnachtsbaum.
Verbraucherschutz

Verbrauchertipps zu Reklamation und Umtausch nach dem Weihnachtsfest