Atomenergie

Untersteller zweifelt an zügiger Abschaltung des Kernkraftwerks in Fessenheim

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Die Aufnahme zeigt das Atomkraftwerk in Fessenheim in Frankreich.

Umweltminister Franz Untersteller befürchtet, dass das von der französischen Regierung erlassene Dekret zum Atomkraftwerk in Fessenheim den Betrieb auf Jahre hinaus zementiert. Er kritisiert, dass die Abschaltung von Fessenheim an die ungewisse Inbetriebnahme des Atomkraftwerks Flamanville gekoppelt ist.

Umweltminister Franz Untersteller sieht in dem von der französischen Regierung erlassenen Dekret zum Kernkraftwerk in Fessenheim keinen Fortschritt in der Hängepartie um das Aus des störanfälligen Meilers an der französisch-baden-württembergische Grenze. „Das Dekret ist so formuliert, dass es den Betrieb von Fessenheim auf Jahre hinaus zementiert. So ist es mehr eine Betriebserlaubnis als ein Abschaltdekret. Das findet nicht meine Zustimmung.“

Atomkraftwerk Fessenheim ist Sicherheitsrisiko

Untersteller kritisierte konkret die Kopplung des Abschaltdatums von Fessenheim an die Inbetriebnahme des neuen Reaktors in Flamanville am Ärmelkanal. Zwar sei diese Kopplung auch bislang schon von Frankreich kommuniziert worden, aber jetzt sei es quasi amtlich: „Wenn Flamanville nicht ans Netz gehen sollte – und Schwierigkeiten beim Bau gibt es wahrlich genug – dann kann Fessenheim theoretisch unbegrenzt laufen. So wie ich es lese, ist das von dem Dekret gedeckt, das diese Garantie konkret bis April 2020 gibt. Das Abschalten des Atomkraftwerks in Fessenheim ist mit der heutigen Verfügung sicher nicht näher gerückt.“

Nach wie vor, sagte der baden-württembergische Umweltminister, nehme die französische Regierung das Fessenheim-Risiko in Kauf. Und das obwohl Umweltministerin Ségolène Royal erst heute wieder eingeräumt habe, dass das älteste Kernkraftwerk Frankreichs nicht mehr dem Standard nuklearer Anlagen entspreche und große Investitionen in Sicherheit und Sicherung nötig seien.

Weitere Meldungen

Eine Polizistin löst zur Demonstration einen sogenannten Taser aus.
Polizei

Breiter Praxischeck für den Taser bei der Polizei

Ein Wanderer geht beim Naturschutzzentrum Kaltenbronn im Schwarzwald einen Weg entlang. (Bild: © Uli Deck / dpa)
Forst

Appell zur Stärkung des Waldumbaus

Grüne Woche 2026
Landwirtschaft

Baden-Württemberg bei der Grünen Woche 2026 erleben

Eine Frau tippt auf einem Tablet. Daneben liegt ein Smartphone.
GesellschaftsReport BW

Vielfältige Angebote zur Stärkung der Medienkompetenz

Gedenkstätte der Heimatvertriebenen in Bad Cannstatt.
Kulturerbe im Osten

Jahresbilanz 2025 des Landesbeauftragten für Vertriebene und Spätaussiedler

Seitenansicht eines Doppelstockzuges
Schienenverkehr

Weitere 26 Doppelstockzüge für Baden-Württemberg

Symbolbild: Symbolbild: Ein Passant geht an dem Logo der Agentur für Arbeit vorbei. Das Bundesverfassungsgericht hat am Dienstag, 5. November 2019, sein Urteil zu Leistungskürzungen für unkooperative Hartz-IV-Bezieher verkündet. (Bild: picture alliance/Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa)
Bürgergeld

Hoffmeister-Kraut unterstützt geplante Bürgergeld-Reform

Legehennen im Freien (Quelle: dpa).
Vogelgrippe

Verlängerung des Aufstallungsgebots

Tasten einer beleuchteten Tastatur. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Digitalisierung

Erster erfolgreicher Datenabruf über nationales Datensystem

Freilichtspiele auf einer Treppe
Kunst und Kultur

Land stärkt Festspiele mit zusätzlich 320.000 Euro

Übergabe von Breitbandförderbescheiden
Breitbandausbau

Land unterstützt Breitbandförderung mit über 231 Millionen Euro

Pressekonferenz LKA zu Terrorgram
Sicherheit

Kriminologische Studie zur deutschen „Terrorgramszene“

Kisten mit Gemüse und Obst.
Ernährung

Sechster Förderaufruf für regionale Bio-Produkte

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) überreicht den Sternsingerinnen und Sternsingern eine Geldspende.
Aktion Dreikönigssingen

Kretschmann empfängt Sternsingergruppen

von links nach rechts: Abteilungsleiter „Landwirtschaft" Dr. Konrad Rühl, Ministerialdirektorin Isabel Kling, Minister Peter Hauk und Abteilungsleiterin „Markt und Ernährung“ Petra Mock
Landwirtschaft

Spitzengespräch zu Erzeugerpreisen