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Sicherheitsnachrüstung für den Meisterntunnel in Bad Wildbad abgeschlossen

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Verkehrsminister Winfried Hermann hat gemeinsam mit der Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Karlsruhe, Nicolette Kressl, und dem Bürgermeister der Stadt Bad Wildbad, Klaus Mack, den Rettungsstollen für den Meisterntunnel in Bad Wildbad freigegeben.

Verkehrsminister Winfried Hermann hat gemeinsam mit der Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Karlsruhe, Nicolette Kressl, und dem Bürgermeister der Stadt Bad Wildbad, Klaus Mack, den Rettungsstollen für den Meisterntunnel in Bad Wildbad freigegeben. „Damit ist der Tunnel auf dem neusten Stand der Technik“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann. „Unsere Aufgabe ist es, den Straßenverkehr für die VerkehrsteilnehmerInnen so sicher wie möglich zu machen. Dazu gehört es auch, Tunnel zu prüfen und, sofern notwendig, die erforderlichen Nachrüstungen beim Brandschutz und bei der Rettung durchzuführen.“

Die Sicherheitsanalyse für den 1996 gebauten Meisterntunnel in Bad Wildbad hatte einen Nachrüstungsbedarf für zwei Teilmaßnahmen ergeben. Zum einen für sicherheitstechnische Nachrüstungen zum Brandschutz im bestehenden Tunnel, zum anderen für den Neubau eines Rettungsstollens. Derzeit fahren rund 10.000 Fahrzeuge täglich durch den Meisterntunnel.

Regierungspräsidentin Nicolette Kressl sagte: „Das Land hat rund 27 Millionen Euro in die sicherheitstechnische Nachrüstung des Meisterntunnels investiert. Das ist eine stolze Summe, aber unbestritten gut angelegtes Geld, denn bei der Sicherheit darf nicht gespart werden.“

Neue Betriebseinrichtung ermöglicht störungsfreien Verkehrsfluss und Hilfeleistungen bei Notfällen im Tunnel

In der ersten einjährigen Bauphase war 2013 die sicherheitstechnische Nachrüstung des Meisterntunnels auf der L 351 erfolgt. Es wurde eine vollständig neue Betriebseinrichtung installiert, die für einen störungsfreien Verkehrsfluss sowie für Hilfeleistungen bei Notfällen im Tunnel sorgt.

In der zweiten Bauphase wurde nun der parallel zum Meisterntunnel verlaufende 1.265 Meter lange Rettungsstollen von Januar 2015 bis Ende Juni 2017 in bergmännischer Weise in einem Abstand von 15 bis 25 Metern zur Tunnelröhre realisiert. Dabei wurden 33.000 Kubikmeter Fels- und Erdmaterial ausgebrochen, 8.000 Meter Lehrrohre und 40.000 Meter Kabel verlegt. Durch einen Rettungsstollen können sich Personen, die sich im Tunnel befinden, im Notfall zügig selbst in Sicherheit bringen, ohne auf das Eintreffen von Rettungspersonal warten zu müssen. Der Rettungstunnel ist daher über fünf Querstollen, den sogenannten Querschlägen in einem Abstand von 290 Metern mit der Tunnelröhre verbunden.

„Ich danke dem Land, dass unsere Stadt mit dem Rettungsstollen und der Nachrüstung des Meisterntunnels sicherer geworden ist. Die durch die Bauzeit notwendigen Sperrungen des Tunnels sind nun vorbei. Wir freuen uns, dass Bürger und Gäste der Stadt die Annehmlichkeiten dieses wichtigen Straßentunnels jetzt wieder uneingeschränkt nutzen können“, erklärte Bürgermeister Klaus Mack.

Zu den baulichen Nachrüstungen zählt auch das am Nordportal errichtete Betriebsgebäude. In dieser Zentrale kann auf das gesamte System zugegriffen, es gesteuert oder fernbedient werden. Die Kosten der Modernisierung von insgesamt rund 27 Millionen Euro trägt das Land.

Weitere Informationen

Nicht zuletzt wegen der schweren Unglücke im Montblanc-Tunnel (1999), im Tauerntunnel (1999) und im Sankt-Gotthard-Tunnel (2001) wurden in jüngster Zeit vermehrt Anstrengungen unternommen, die Tunnelsicherheit zu verbessern. Mit der sogenannte EU-Tunnelrichtlinie über den „Sicherheitsstandard für Straßentunnel im transeuropäischen Netz“ aus dem Jahr 2004 gibt es nun einen Sicherheitsstandard für alle europäischen Tunnel. Zusätzlich zur EU-Richtlinie wurden außerdem die „Richtlinien für die Ausstattung und den Betrieb von Straßentunneln (RABT)“ von 2006 konkretisiert. In Deutschland waren sämtliche Straßentunnels nach den verschärften Anforderungen der Tunnelrichtlinien von 2004 und 2006 überprüft worden. Die Straßentunnel in Deutschland mit ihrer umfangreichen Sicherheitstechnik zählen bereits heute zu den sichersten Tunneln in Europa.

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