Rad- und Fußverkehr

Kommunen planen mehr Rad- und Fußwege

Ob in der Stadt oder auf dem Land: Baden-Württemberg setzt auf sichere Wege. Deshalb unterstützt das Ministerium für Verkehr auch in diesem Jahr die Kommunen beim Bau sicherer Rad- und Fußwege. 

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Fahrradfahrer fährt auf einem Radweg, der an einer Straße entlang läuft.

Städte, Gemeinden und Landkreise in Baden-Württemberg investieren kräftig in bessere Bedingungen für Radfahrende und Fußgängerinnen und Fußgänger. Wer zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist, soll sicher, bequem und einfach ans Ziel kommen. Schon heute werden im Land rund 26 Prozent der Wege zu Fuß und elf Prozent mit dem Fahrrad zurückgelegt. Neue Radwege sowie breitere und barrierefreie Gehwege sollen diesen Anteil weiter erhöhen und gleichzeitig die Verkehrssicherheit verbessern.

Rund 1.000 Maßnahmen für sichere und klimafreundliche Mobilität

Das aktuelle Förderprogramm für die kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur 2026 bis 2030 zeigt: Der Ausbau der klimafreundlichen Mobilität bleibt auf hohem Niveau. Insgesamt umfasst es knapp 1.000 Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von über einer Milliarde Euro. Das Land Baden-Württemberg stellt hierfür insgesamt rund 500 Millionen Euro bereit. Im aktuellen Programm sind sowohl neue Projekte für 2026 als auch bereits laufende Maßnahmen enthalten. Seit der letzten Programmfortschreibung (2025) wurden 169 neue Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von rund 200 Millionen Euro aufgenommen.

Verkehrsminister Winfried Hermann sagte: „In den kommenden fünf Jahren wird Baden-Württemberg noch fahrrad- und fußgängerfreundlicher in den Städten genauso wie im ländlichen Raum. Mit Unterstützung von Bund und Land entstehen über 600 Kilometer neue Radwege. Das bedeutet ganz konkret: mehr Sicherheit für Kinder auf dem Schulweg, eine erlebbare RadKULTUR, mehr Lebensqualität in unseren Orten und ein wichtiger Beitrag für den Klimaschutz und gesunde Mobilität.“

Starke Förderung für Kommunen

Die Förderung erfolgt über das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG). Damit unterstützt das Land Städte, Gemeinden, Landkreise und Verkehrsunternehmen beim Ausbau ihrer Infrastruktur. Die Abwicklung der Förderung übernehmen die vier Regierungspräsidien in Baden-Württemberg. Sie beraten Vorhabenträger, prüfen eingehende Anträge und erteilen Bewilligungen. In der Regel übernimmt das Land 50 Prozent der förderfähigen Kosten, bei besonders klimafreundlichen Projekten sogar bis zu 75 Prozent.

Verkehrsminister Hermann betonte: „Wer zu Fuß geht oder Rad fährt, tut Gutes für die eigene Gesundheit und für die Umwelt. Dass sich so viele Kommunen an unserem Förderprogramm beteiligen, zeigt: Der Ausbau sicherer und attraktiver Wege hat im ganzen Land weiterhin sehr hohe Priorität. Genau dabei helfen wir – mit einer verlässlichen Förderung für bessere Radwege, sichere Querungen und attraktive Ortsmitten.“

Konkrete Verbesserungen vor Ort

Die Fördermittel kommen in fast allen Stadt- und Landkreisen an. Geplant und umgesetzt werden unter anderem neue und sichere Radwege, breitere und barriereärmere Gehwege, sichere Querungen und Fußgängerüberwege, Fahrradstraßen in Städten, Abstellanlangen an Bahnhöfen und Schulen sowie touristische Radrouten. Insgesamt planen die Kommunen in den kommenden Jahren den Bau von rund 640 Kilometern neuen Radwegen sowie über 20.000 zusätzliche Fahrradabstellplätzen.

Ein Teil der Maßnahmen gehört zum RadNETZ Baden-Württemberg. Das RadNETZ verbindet wichtige Ziele im Land und sorgt für einheitliche Qualitätsstandards. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Verkehrssicherheit: Viele Projekte sorgen für bessere Wegeführungen, sichere Querungen und mehr Platz für alle, die zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind. Das LGVFG-Programm wird jährlich vom Verkehrsministerium auf Grundlage der Vorschläge der Regierungspräsidien fortgeschrieben.

Weitere Meldungen

Ein Windrad dreht sich bei Herbolzheim vor einem Strommast.
Energieversorgung

Task Force soll Ausbau des Stromnetzes beschleunigen

Start-up BW Local
Gründungsförderung

Auszeichnung für 23 Kommunen und Kommunalverbünde

Eine neue Asphaltdecke wird auf einer Straße aufgebracht. (Bild: Patrick Seeger / dpa)
Straßenverkehr

Fahrbahnsanierung auf B 462 abgeschlossen

Schematische Darstellung von CCS-Prozessen zur on-shore-Speicherung (links) und off-shore-Speicherung (rechts).
Klimaschutz

Bürgerforum zur CO2-Speicherung

Logo des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“
Ländlicher Raum

29. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gestartet

Porträt Prof. Dr. Thomas Riecke-Baulecke
Schule

ZSL-Präsident geht in Ruhestand

Lang gestreckter, historisch verzierter Raum mit hohen Rundbogenfenstern, Parkettboden und einer Orgel am Ende des Saals. Moderne Sitzmöbel und Tische bilden verschiedene Arbeits- und Aufenthaltsbereiche.
Vermögen und Bau

MINT-Exzellenzgymnasium in Bad Saulgau eröffnet

Flurneuordnung Schrozberg
Flurneuordnung

Flurneuordnung macht die Landschaft klimaresilient

Auszeichnung der Gigabitkommunen mit Herrn Minister
Digitalisierung

Fast ein Drittel der Kommunen erreicht vollständige Gigabitversorgung

Kinder gehen zu Fuß und mit dem Tretroller zur Schule. Ein Schild zeigt den verkehrssicherten Schulweg an.
Radverkehr

Radfahrabzeichen stärkt Fahrradkompetenz von Kindern

20261008_MIN Kriegsgräberfürsorge
Gedenken

Spenden für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Ein Zug steht an einem neuen Bahnsteig.
Schienenverkehr

Land schreitet bei Reaktivierung von Schienenstrecken voran

Blick auf die Landesgartenschau Wangen mit einem bunten Blumenfeld im Vordergrund
Landesgartenschau

Förderbescheid für Landesgartenschau 2030 in Ulm

Junge Menschen steigen aus einem Zug am Bahnsteig aus.
Mobilität

Mobilstationen machen Verkehrsangebote sichtbarer

Euro-Banknoten und -Münzen
Haushalt

Haushaltsentwurf für 2027 verabschiedet