Armutsbekämpfung

Rund sechs Millionen Euro für Projekte gegen Jugendarmut

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Mehrere Kinder stehen nebeneinander in einem Kindergarten. (Bild: © Christian Charisius/dpa)

Ab Januar 2023 fördert Baden-Württemberg mit rund sechs Millionen Euro zehn Projekte gegen Jugendarmut. Dank eigener Fördermittel sowie einer Finanzierung durch den Europäischen Sozialfonds kann das Land armutsgefährdeten Kindern und Jugendlichen konkrete Teilhabeangebote machen.
 
Mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) werden ab Januar 2023 zehn Projekte in Baden-Württemberg gefördert, die von Armut bedrohte Kinder und Jugendliche im Alltag unterstützen sollen. Dabei handelt es sich sowohl um präventive Maßnahmen als auch um Projekte, welche die Folgen von Jugendarmut abmildern sollen. Für die dreijährige Förderung stehen insgesamt rund sechs Millionen Euro zur Verfügung: Rund drei Millionen Euro aus dem ESF Plus werden mit rund drei Millionen Euro Landesmitteln kofinanziert.

„Mehr als jedes fünfte Kind in Deutschland ist von Armut betroffen“, sagte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha am Freitag, 2. Dezember 2022, in Stuttgart. „Teilhabe darf in unserer Gesellschaft aber nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen. Um die Folgen von Kinderarmut gezielt zu bekämpfen, brauchen wir gesamtgesellschaftliches Handeln sowie Strategien und passgenaue Konzepte auf der Landes- und Kommunalebene. Dank der Fördermittel des Europäischen Sozialfonds und des Landes können wir armutsgefährdeten Kindern und Jugendlichen konkrete Teilhabeangebote machen.“

Konkrete Teilhabeangebote für armutsgefährdete Kinder und Jugendliche

Ziel der Förderprojekte ist es, Ungleichheiten in der Gesellschaft abzubauen und möglichst allen Kindern und Jugendlichen gleich gute Startmöglichkeiten zu bieten. Dafür werden mit den Projekten unterschiedliche Ansätze verfolgt. Allen gemeinsam ist der Anspruch, Perspektiven für eine Zukunft ohne Armut aufzuzeigen und umzusetzen. Dies geschieht durch psychosoziale Stabilisierung, aber auch durch Elemente der Erlebnispädagogik oder durch Einbeziehung des familiären Umfelds.

Die ESF-Plus-Projekte orientieren sich an den zentralen Initiativen des Landes zur Bekämpfung und Prävention von Kinderarmut, den sogenannten „Präventionsnetzwerken gegen Kinderarmut in Baden-Württemberg“. Das setzt voraus, dass die Maßnahmen mit ihrer Konzeption an einem bestehenden Netzwerkstandort andocken oder mit einem solchen intensiv zusammenarbeiten.

Europäischer Sozialfonds Plus

Der Europäische Sozialfonds Plus (ESF Plus) ist auch in der neuen Förderperiode 2021 bis 2027 das wichtigste Finanzierungs- und Förderinstrument der Europäischen Union (EU), um die Beschäftigungs- und Bildungschancen zu verbessern. Dafür stellt der ESF den Mitgliedsstaaten bereits seit dem Jahr 1957 Mittel zur Verfügung: für Baden-Württemberg rund 218 Millionen Euro EU-Mittel für die Förderperiode 2021 bis 2027.

Ein wichtiges Ziel des ESF Plus ist es, zu einem sozialeren Europa beizutragen und die Europäische Säule sozialer Rechte, die EU-Grundrechtecharta und die Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen in die Praxis umzusetzen. In Baden-Württemberg konzentriert sich der ESF Plus dazu insbesondere auf die Förderung von nachhaltiger Beschäftigung, lebenslangem Lernen und Fachkräftesicherung sowie sozialer Inklusion, gesellschaftlicher Teilhabe und Bekämpfung von Armut.

Ausgewählte Projekte zu „Maßnahmen gegen Jugendarmut“

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Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
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