Verkehrssicherheit

Pilotprojekt zur Vermeidung von Falschfahrer-Unfällen an der B 29

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Rüttelmarkierung und Falschfahrerwarntafel an der Ausfahrt Lorch/Ost an der B 29 (Foto: dpa)

Rüttelstreifen in Kombination mit auffälligen Warntafeln sollen Falschfahrer-Unfälle verhindern. An der B 29 bei Lorch und Schwäbisch Gmünd testet das Land in einem Pilotprojekt diese Kombination aus optischen, akustischen und haptischen Signalen. Die Lösung ist dabei technisch ausgereift, leicht aufzubringen und kostengünstig.

Erstmals kommen in Baden-Württemberg Rüttelstreifen in Kombination mit Falschfahrerwarntafeln gegen irrtümliche Falschfahrten zum Einsatz. Im Rahmen eines Pilotprojektes werden an den Anschlussstellen Lorch/Ost und Schwäbisch-Gmünd/West spezielle Markierungen und die aus Österreich bekannten Falschfahrerwarntafeln getestet. „Die Kombination aus optischen, akustischen und haptischen Signalen sollen irrtümlich falsch Fahrende auf ihr Fehlverhalten aufmerksam machen. Damit gehen wir in Sachen Sicherheitsausstattung an Straßen über das Regelwerk des Bundes und die Straßenverkehrs-Ordnung erneut hinaus“, sagte Landesverkehrsminister Winfried Hermann bei der Vorstellung des Pilotprojekts.

Mehrfach hintereinander aufgebrachte Rüttelmarkierungen lösen beim Falschfahren hör- und spürbare Signale aus. Richtig fahrende VerkehrsteilnehmerInnen spüren dagegen nur ein leichtes Rütteln. Die Markierung wurde von einem jungen Polizisten im Rahmen seiner Abschlussarbeit an der Hochschule der sächsischen Polizei entwickelt. „Es gibt viele innovative Ideen, Falschfahrer stoppen zu können, aber diese Variante erscheint vielversprechend. Sie ist technisch ausgereift, leicht aufzubringen und zu unterhalten und dadurch kostengünstig. Überdies steht sie nicht im Konflikt mit der Straßenverkehrsordnung“, würdigte Minister Hermann das Engagement des jungen Polizisten für die Verkehrssicherheit. „Wir wollen sehen, ob sie sich bewährt und gegebenenfalls an weiteren Anschlussstellen zum Einsatz kommen kann“, so Minister Hermann weiter.

Bessere Markierung und Beschilderung gegen Geisterfahrten

Baden-Württemberg hat in den Jahren 2013 und 2014 alle 151 Anschlussstellen an Bundesfernstraßen auf Übereinstimmung mit der Straßenverkehrsordnung überprüft und zusätzlich mit Markierungen so umgestaltet, dass Falschfahren vermieden wird. Ebenso wurden alle rund 150 Rastanlagen untersucht und entsprechend mit Pfeilen gekennzeichnet. „Wir haben zwar schon einen hohen Sicherheitsstandard an unseren Anschlussstellen und Rastanlagen, wir sind gleichwohl offen für weitere gute Ideen und Maßnahmen“, sagte Hermann.

Für das Aufbringen der Markierung und die Montage der Schilder war die Sperrung der Rampen erforderlich. Die Markierung wurde farbig gestaltet, damit sie nicht mit der Fahrbahnmarkierung verwechselt werden kann. Die Kosten für die Ausstattung der insgesamt drei Rampen belaufen sich auf rund 27.000 Euro.

Weitere Meldungen

Elektrischer Zug in schwarz-gelbem Design fährt durch eine grüne Landschaft.
Öffentlicher Nahverkehr

SWEG fährt künftig auch am Hochrhein

Ein Ingenieur der Porsche AG vermisst für die Digitalisierung einen Panamera (Bild: © dpa).
Automobilwirtschaft

Wirtschaftsministerin lädt zu Spitzengespräch ein

Staatssekretär Raimund Haser steht vor seinem Fahrrad mit einem Fahrradhelm auf dem Kopf und hält ein Handy in die Kamera.
Radverkehr

RadMelder startet auf der Landesgartenschau

Ein Mitarbeiter einer Straßenschilderfirma befestigt in Freiburg ein Verkehrsschild, das auf eine Umweltzone in der Innenstadt hinweist (Bild: dpa).
Digitalisierung

Baden-Württemberg startet digitales Verkehrszeichenkataster

A 6 über das Kochertal. Quelle: Regionalverband Heilbronn-Franken
Mobilitätspakt

Verkehrsmanagement in der Region Heilbronn-Neckarsulm

Eine Straße führt unter einer Brücke durch
Stadtentwicklung

Grundstein für lebenswerte Ortsmitte in Eislingen gelegt

Futuristisches Fahrzeugkonzept U-Shift (Bild: DLR (CC-BY 3.0))
Zukunftstechnologien

Förderprojekt U-Shift denkt Mobilität neu

Zwei Radfahrer:innen fahren einen Weg an einem Fluss entlang.
Radverkehr

Baden-Württemberg stärkt seine Position im Radtourismus

Ein fahrender Regionalzug
Schienenverkehr

Erneut deutsch-französische Sommeraktion für junge Menschen

Straßenmeisterei Geislingen
Straßenverkehr

Übergabe des Neubaus der Straßenmeisterei Geislingen

Anzeigetafel mit Abfahrtszeiten von Zügen an einem Bahnhof.
Nahverkehr

Neuer Fahrplan für Bus und Bahn

Regiobahn fährt auf Schienen durch eine grüne Landschaft.
Schienenverkehr

18 Millionen Euro für sichere Schieneninfrastruktur

Ein selbstfahrendes Auto des Forschungszentrumes Informatik fährt während der Eröffnung des "Testfelds Autonomes Fahren" in Karlsruhe mit zwei Entwicklern autonom im Straßenverkehr. (Foto: © dpa)
Autonomes Fahren

Land gestaltet Europas Testfelder für autonomes Fahren mit

Straßenbaustelle an der B31 im Schwarzwald (Bild: © dpa).
Verkehr

Bundesstraße 29 zwischen Urbach und Lorch saniert

Ein fahrendes schwarzes Auto mit gelber Aufschrift "Deine Mutter fährt nicht betrunken" und Team Vision Zero.
Verkehrssicherheit

Mehr Unfälle rund um die Feiertage