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Ortsumgehung Bötzingen und Eichstetten freigegeben

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Verkehrsminister Winfried Hermann und die Regierungspräsidentin des Regierungspräsidiums Freiburg, Bärbel Schäfer, haben die Ortsumgehung Bötzingen und Eichstetten auf der Landesstraße 114 und 116 freigegeben.

Verkehrsminister Winfried Hermann und die Regierungspräsidentin des Regierungspräsidiums Freiburg, Bärbel Schäfer, haben die Ortsumgehung Bötzingen – Eichstetten auf der Landesstraße 114 und 116 freigegeben. „Für die bisher vom Verkehrslärm betroffenen Bürgerinnen und Bürger von Bötzingen und Eichstetten wird die Umgehungsstraße eine spürbare Entlastung und eine deutlich erhöhte Verkehrssicherheit bringen“, so Minister Hermann. „Darüber hinaus wird die schöne Kaiserstuhlregion überregional noch besser angebunden.“

Die Umgehungsstraße beginnt im Norden an der Einmündung der L 114 / L 116 zwischen Eichstetten und March/Neuershausen. Ab hier führt die neue Trasse nach Süden, quert die K 4977 und endet südlich von Bötzingen/Oberschaffhausen an der L 115. Mit dieser 3,3 Kilometer langen Umgehung werden die hoch belasteten Ortsdurchfahrten von Bötzingen (12.000 Kfz pro Tag) und von Eichstetten (6.800 pro Tag) um über 50 Prozent vom Durchgangsverkehr entlastet. Hierdurch steigt die Verkehrssicherheit in den Ortslagen und die Lärmbelastung durch den Straßenverkehr sinkt deutlich. Zudem wird mit der neuen Landesstraße eine leistungsfähige Nord-Süd-Verbindung geschaffen, die wichtige Zubringerfunktionen für die südliche Kaiserstuhlregion zum überregionalen Straßennetz hat. Im Norden wird der Anschluss an die BAB A 5 (Anschlussstelle Teningen) hergestellt. Im Süden besteht der Anschluss in Richtung Rheinübergang Breisach und nach Freiburg.

Ortsdurchfahrten in Bötzingen, Eichstetten und der March entlasten

Regierungspräsidentin Schäfer sagte: „Mit dem zweiten Bauabschnitt wird die Entlastung der Ortsdurchfahrten in Bötzingen, Eichstetten und der March erst richtig wirksam. Die Lebensqualität erhöht sich spürbar und die Gemeinden können die entstehenden Freiräume für eine optimale Gestaltung des Ortsbilds nutzen. Wir unterstützen Sie gern bei einer städtebaulichen Entwicklung im Ortskern.“

Die asphaltierte Fahrbahnbreite der Umgehungsstraße beträgt 7,50 Meter, hinzu kommen beidseitig standfeste Bankette von jeweils 1,50 Meter Breite. Der Fahrbahnaufbau ist frostsicher und beläuft sich auf insgesamt 70 Zentimeter Dicke.

Die Gesamtkosten der Ortsumgehung belaufen sich auf insgesamt 8,5 Millionen Euro und wurden im Rahmen des Landesstraßenbauprogramms finanziert. Umfangreiche Ausgleichsmaßnahmen wie Bepflanzungen, Umnutzung von Ackerflächen, Anlage von Fischtreppen sowie Amphibienschutzmaßnahmen runden die Maßnahme ab.

Weitere Informationen

Für das Projekt wurden sechs Bauwerke im Zuge von Querungen der Ortsumfahrung, der Wirtschafts- und Radwege über die Gewässer Mühlbach und Neugraben mit Spannweiten von bis zu 15 Metern erforderlich. Am Bauende erfolgte der Anschluss an den Bestand mit einem vierarmigen Kreisverkehrsplatz und ebenfalls mit einem vierarmigen Kreisverkehrsplatz wird die Verbindungsstraße K 4977 zwischen Neuershausen und Bötzingen gequert. Der Außendurchmesser der Kreisverkehrsplätze beträgt jeweils 45 Meter.

Die L 116 kann auf Gemarkung March/Neuershausen teilweise rückgebaut werden. Die Sanierung der alten Brücke über die Dreisam wird hierdurch entbehrlich, stattdessen kann die Brücke im Zuge noch anstehender Restarbeiten ebenfalls rückgebaut werden. Das bestehende Bauwerk genügt ohnehin nicht den heutigen Anforderungen an den Hochwasserschutz.

Durch die Ortsumgehung wird teilweise das landwirtschaftliche Wegenetz zerschnitten. Dort wo die Wege angeschnitten wurden, werden die Wirtschaftswege ebenfalls im Zuge der Restarbeiten wieder entsprechend ergänzt. Zusätzlich werden zwei Querunsgmöglichkeiten geschaffen, um die Wechselbeziehungen wieder herzustellen. Begleitend wird das „Flurbereinigungsverfahren Bötzingen“ durch das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald durchgeführt.

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