Wirtschaft

Mobilisierung von mehr Wagniskapital

Ein dauerhaftes Austauschformat soll Hemmnisse für Wagniskapital in Baden-Württemberg ausmachen und Ansatzpunkte für verbesserte finanzielle Rahmenbedingungen diskutieren.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Wort-Bild-Logo der Kampagne Start-up BW. (Bild: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg)

Um mehr Wagniskapital zu mobilisieren, findet am 22. November 2024 in Stuttgart die Kick-Off-Veranstaltung Venture-Capital-Roundtable statt. Dazu hat Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, Vertreterinnen und Vertreter aus dem Finanzierungsbereich und der Start-up-Szene des Landes eingeladen.

Privates Wagniskapital effektiv mobilisieren

Um Hemmnisse für Wagniskapital in Baden-Württemberg auszumachen und Ansatzpunkte für verbesserte finanzielle Rahmenbedingungen zu diskutieren, dazu hat Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut diesen Venture-Capital-Roundtable ins Leben gerufen. Der Roundtable soll als dauerhaftes Austauschformat im Land etabliert werden. „Der Zugang zu ausreichendem Beteiligungskapital in Form von Wagnisfinanzierung ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für Gründung, Wachstum und nachhaltigen Erfolg von innovativen Start-up-Unternehmen im Land“, stellte Hoffmeister-Kraut fest. „Wir brauchen daher eine effektive Mobilisierung von mehr privatem Wagniskapital in Baden-Württemberg“, so die Ministerin weiter.

Venture-Capital(VC)-Geber und Business Angels sind bedeutsame Partner für junge Unternehmen mit großem Entwicklungspotenzial. Den Start-ups in Baden-Württemberg fehlt bislang jedoch gerade ein ausreichender Zugang zu externem Wachstumskapital. Im Rahmen der Kick-off-Veranstaltung werden aktuelle Herausforderungen in diesem Kontext diskutiert. Diese Erkenntnisse werden nun bei der Konzeption und Ausrichtung eines regelmäßig tagenden Venture-Capital-Roundtables berücksichtigt. Ein Schwerpunkt soll dabei auch die Vernetzung der Investoren im Land und die Einbettung von Vorhaben des Landes und der hiesigen Investoren in Bundesinitiativen und europäischen Initiativen sein.

Gemäß dem vom deutschen Start-up-Verband veröffentlichten Deutschen Start-up-Monitor sowie dem Gründungsmonitor der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zählt die Kapitalbeschaffung neben dem Vertrieb und der Produktentwicklung zu den drei größten Herausforderungen der Start-ups in Baden-Württemberg. Der Bedarf an Kapital wächst auch deshalb, weil es in Baden-Württemberg viele reifere Start-ups gibt, die entsprechend höhere Beträge brauchen.

Land unterstützt Finanzierung von Start-ups

Das Land Baden-Württemberg leistet bereits erhebliche Unterstützung bei der Finanzierung von Start-ups. Der Fokus liegt dabei mit dem Pre-Seed-Programm und dem Start-up-BW Seed Fonds auf der Frühphasenfinanzierung. Der Start-up BW Innovation Fonds, der LEA Venturepartner Fonds und das Programm Start-up-BW Regio VC setzen die Finanzierung bis in die Series A-Phase fort. Schließlich besteht mit dem InnoGrowth-Programm die Möglichkeit, innovative Projekte über alle Finanzierungsphasen hinweg mit Programmmitteln in Höhe von circa 75 Millionen Euro zu begleiten. Darüber hinaus leistet die L-Bank als staatliche Förderbank Ankerinvestitionen in insgesamt elf VC-Fonds, die auch in Baden-Württemberg investieren. Insgesamt tragen die staatlichen Aktivitäten direkt und indirekt mit einem Finanzierungsvolumen von über 300 Millionen Euro wesentlich zur Weiterentwicklung der Venture Capital Szene in Baden-Württemberg und damit zur Schaffung eines durchgängigen Finanzierungsangebots bei.

Insbesondere bei großvolumigen Wachstumsfinanzierungen in späteren Phasen gibt es in Baden-Württemberg noch weiteren Bedarf. Um diese Problematik zu adressieren und mehr privates Wagniskapital zu mobilisieren, will sich das Land mit einschlägigen Stakeholdern regelmäßig und intensiv austauschen.

Weitere Meldungen

Kisten mit Gemüse und Obst.
Ernährung

Sechster Förderaufruf für regionale Bio-Produkte

von links nach rechts: Abteilungsleiter „Landwirtschaft" Dr. Konrad Rühl, Ministerialdirektorin Isabel Kling, Minister Peter Hauk und Abteilungsleiterin „Markt und Ernährung“ Petra Mock
Landwirtschaft

Spitzengespräch zu Erzeugerpreisen

Eine Sozialarbeiterin führt in der Landeserstaufnahme für Asylbewerber in Karlsruhe eine Beratung mit einem Flüchtling durch.
Migration

Landkreis Karlsruhe erfolgreich bei Arbeitsgelegenheiten für Geflüchtete

Eine Hand greift nach einem digitalen Paragrafen
Justiz

Modernisierung der Wahlverfahren in der Justiz

Ein Haus, dessen Grundgerüst aus Holz besteht, steht in einem Tübinger Neubaugebiet. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Baurecht

Bauen mit Holz wird erleichtert

Eine Frau bedient das Portal ELSTER der deutschen Steuerverwaltungen zur Abwicklung der Steuererklärungen und Steueranmeldungen über das Internet.
Steuern

Sieben Wochen Bearbeitungszeit für Steuererklärungen

Ein Logo des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).
Forschung

Baden-Württemberg tritt Allianz zur Fusionsforschung bei

Ein Prüfstandshandwerker begutachtet am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ein Raketen-Triebwerk
Wirtschaftsnahe Forschung

9,7 Millionen Euro für Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt

bwshuttle
Öffentlicher Nahverkehr

Land fördert fünf neue bwshuttle-Angebote

Tasten einer beleuchteten Tastatur. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Justiz

Bund und Länder vereinbaren bundeseinheitliche Justizcloud

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Zum Jahreswechsel keine Entspannung am Arbeitsmarkt

Grafik mit dem Schriftzug Schule@BW - lernen - lehren - kommunizieren
Digitalisierung

Kooperation bei digitalen Bildungsplattformen zeigt Erfolge

Wort-Bild-Logo der Kampagne Start-up BW. (Bild: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg)
Start-up BW

Innovationsgutschein „Mittelstand trifft Start-ups“ startet

Sachbearbeiter Einsatz PP Freiburg Laptop Polizei
Polizei

eAkte bei Polizei landesweit eingeführt

Icon eines Fahrrads. Darüber der Text "Mein Bike, mein Weg, mein Vorteil mit JobBike BW.
Radverkehr

Fünf Jahre JobBike BW für Landesbedienstete