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Mannheim erstmals „Fahrradfreundliche Kommune“

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Gruppenbild mit Verkehrsminister Winfried Hermann (l.) und den Zertifikatsträgern der Landesauszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune“ (Foto: Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg)

Verkehrsminister Winfried Hermann hat die Städte Karlsruhe, Freiburg, Offenburg und erstmals die Stadt Mannheim mit der Landesauszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune“ ausgezeichnet. Die prämierten Städte stehen für eine gleichermaßen erfolgreiche wie nachhaltige Radverkehrspolitik.

Verkehrsminister Winfried Hermann hat die Städte Karlsruhe, Freiburg, Offenburg und erstmals die Stadt Mannheim mit der Landesauszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune“ ausgezeichnet. „Das Zertifikat „Fahrradfreundliche Kommune“ lässt sich nicht mit einzelnen Aktionen verdienen. Es erfordert ein mehrjähriges systematisches Engagement. Die prämierten Städte zeichnen sich durch gleichermaßen erfolgreiche wie nachhaltige Radverkehrspolitik aus. Die Radverkehrspolitik basiert hier jeweils auf einer konzeptionellen Grundlage mit klaren Zielen und einer systematischen Umsetzung“, so Minister Hermann während der Verleihung in Rastatt.

Neu ausgezeichnet als „Fahrradfreundliche Kommune“ wurde die Stadt Mannheim, die nicht nur den Ausbau des Radverkehrsnetzes vorangetrieben, sondern auch besonders bei der Kommunikation Maßstäbe gesetzt hat. Hierbei spielt insbesondere das große Engagement der Stadt bei der der 200-Jahrfeier des Fahrrades eine entscheidende Rolle. „In diesem Jahr hat Mannheim sich als Geburtsstadt des Fahrrades gefeiert. 200 Jahre nach der Erfindung des Fahrrades in Mannheim erhält die Stadt heute die begehrte Landesauszeichnung“, so Minister Hermann.

Mannheims Bürgermeisterin Felicitas Kubala sagte dazu: „Die Auszeichnung als fahrradfreundliche Kommune ist für Mannheim eine große Ehre und Belohnung zugleich. Das bald endende Jubiläumsjahr zu 200-Jahre Fahrrad wurde in Mannheim mit vielen Aktionen und Veranstaltungen sehr erfolgreich begangen und liefert einen hoffnungsvollen Ausblick in die Zukunft. Es ist spürbar, dass die Erfindung von Karl Drais in allen denkbaren Facetten in unserer Stadt gelebt und weitergetragen wird.“

Städte nehmen Vorreiterrolle beim Radfahren ein

Erfolgreich rezertifiziert wurden die Städte Karlsruhe, Freiburg und Offenburg, denen eine sehr gute Weiterentwicklung im Radverkehr bescheinigt werden kann. Erstmals waren die Städte 2011 ausgezeichnet worden. In diesen vorbildlichen Städten werden zwischen 25 und 34 Prozent der Wege per Rad zurückgelegt – jeweils mit weiter steigender Tendenz. In der neu ausgezeichneten Stadt Mannheim nutzen die Menschen inzwischen bei 18 Prozent aller Wege das Rad.

Karlsruhes Bürgermeister Michael Obert zeigte sich erfreut über die Ehrung: „Karlsruhe freut sich sehr, sich auch weiterhin als fahrradfreundliche Stadt bezeichnen zu dürfen. Wir haben in den beiden letzten Jahren zwölf neue Fahrradstraßen ausgewiesen und werden Anfang des nächsten Jahres eine neue Fahrradstation mit rund 600 Abstellplätzen am Hauptbahnhof eröffnen“, resümierte Obert während der Veranstaltung. „Eine große Aufgabe für die Zukunft sehen wir in der geplanten Anbindung an die Region mithilfe von Radschnellwegen, um noch mehr Pendler zum Umsteigen aufs Fahrrad zu motivieren und unsere Innenstadt vom Autoverkehr zu entlasten. Wir haben schon viel erreicht, sehen jedoch auch, dass uns die Aufgaben in Zukunft nicht ausgehen werden. Speziell beim Thema Fahrradparken, das uns bei der Zertifizierung vor sechs Jahren als Aufgabe mit auf den Weg gegeben wurde, werden wir uns nach Beendigung der Baumaßnahmen zur Kombilösung in der Innenstadt komplett neu aufstellen müssen.“

Auch der Baubürgermeister von Freiburg, Martin Haag, war erfreut über die erneute Auszeichnung: „Freiburg wird seiner Vorreiterrolle beim Radfahren wieder einmal gerecht. Seit Jahren investieren wir kontinuierlich in eine nachhaltige Radpolitik, damit Freiburg noch fahrradfreundlicher wird. Und wir wollen das in den kommenden Jahren auch fortsetzen.“

Die Anerkennung für herausragende Beispiele soll helfen, Erfolge zu verbreiten und viele weitere Kommunen zu eigenen Leistungen anzuregen. „Wir brauchen Vorbilder und gute Ideen, an denen sich andere orientieren können“, so Minister Hermann abschließend.

Die Landesauszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune“

Mit dem Zertifikat „Fahrradfreundliche Kommune“ werden seit 2011 Städte, Gemeinden und Landkreise mit einer vorbildlichen Radverkehrsförderung ausgezeichnet.

Voraussetzung für eine Auszeichnung als „Fahrradfreundliche Kommune“ ist die Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlichen Kommunen Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW). Die Mitgliedschaft selbst ist an Standards geknüpft.

Die Bewertung der Kommunen erfolgt anhand eines anspruchsvollen Prüfkatalogs der sich an den Handlungsfeldern der RadSTRATEGIE Baden-Württemberg orientiert. Voraussetzung für eine Auszeichnung sind unter anderem konkrete konzeptionelle Grundlagen, eine gut entwickelte Infrastruktur, Kommunikation und Verkehrssicherheit. Auch die Ausstattung der Radverkehrsförderung mit Geld und Personal wird bewertet.

In der Prüfkommission vertreten sind: Verschiedene Ministerien, die Regierungspräsidien, die kommunalen Landesverbände sowie maßgebliche InteressenvertreterInnen.

Landesauszeichnung „Fahrradfreundliche Kommune“

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