Forschung

Landesforschungspreis geht nach Karlsruhe und Heidelberg

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Ein Mitarbeiter des Fraunhofer Instituts Stuttgart hält eine Platte mit Gewebekulturen in seinen Händen. (Bild: Michele Danze / dpa)

Den Landesforschungspreis 2022 erhalten die Physikerin Prof. Dr. Anke-Susanne Müller vom Karlsruher Institut für Technologie und Prof. Dr. Stefan Pfister vom Kindertumorzentrum Heidelberg. Der Preis für mutige Wissenschaft geht nach Konstanz und Tübingen.

Die Physikerin Prof. Dr. Anke-Susanne Müller vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Prof. Dr. Stefan M. Pfister vom Kindertumorzentrum Heidelberg (KiTZ) erhalten den Landesforschungspreis Baden-Württemberg 2022. Die mit jeweils 100.000 Euro verbundene Auszeichnung für Spitzenleistungen in der Grundlagenforschung und in der Angewandten Forschung gilt als höchstdotierter Forschungspreis eines Bundeslandes. Den Preis für mutige Wissenschaft teilen sich die Wirtschaftswissenschaftlerin Dr. Katrin Schmelz von der Universität Konstanz und die Archäologin Dr. Sireen El Zaatari von der Universität Tübingen.

„Prof. Dr. Anke-Susanne Müller und Prof. Dr. Stefan M. Pfister zählen zu den führenden Forschungspersönlichkeiten in Baden-Württemberg. Beide erfahren weltweit allerhöchste Hochachtung. Mit dem Landesforschungspreis drücken wir unsere Anerkennung für ihre exzellente wissenschaftliche Arbeit und ihr Engagement aus“, sagte Wissenschaftsministerin Petra Olschowski anlässlich der Preisverleihung am Donnerstag, 27. Oktober 2022, in Stuttgart. „Da Wissenschaft, Forschung und Innovation immer auch vom Mut leben, neue Wege einzuschlagen, den Blick auf ungewöhnliche Zusammenhänge zu werfen und die eigenen Ideen auch in ungewohnten Allianzen umzusetzen, belohnen wir Dr. Katrin Schmelz und Dr. Sireen El Zaatari zudem mit dem Preis für mutige Wissenschaft.“

Die Preisträgerinnen und Preisträger

Landesforschungspreis Baden-Württemberg

Der Landesforschungspreis würdigt seit 1989 alle zwei Jahre herausragende wissenschaftliche Leistungen aller Disziplinen. Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen – von der Biologie über die Philologie bis zur Finanzwissenschaft. Als höchstdotierter Forschungspreis eines Bundeslandes werden je 100.000 Euro an eine Forscherin oder einen Forscher aus der Grundlagenforschung und eine Wissenschaftlerin oder einen Wissenschaftler aus der anwendungsbezogenen Forschung vergeben. Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten die Möglichkeit, ein Forschungsvorhaben ihrer Wahl anzugehen.

Preis für mutige Wissenschaft

Mit dem Preis für mutige Wissenschaft unterstützt das Land Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die Mut im Denken und Handeln beweisen, unkonventionelle Ansätze verfolgen oder auf Umwegen herausragende Forschungsleistungen erbracht haben. Der mit 30.000 Euro verbundene Preis soll ein Signal dafür setzen, wie sehr innovative Wissenschaft davon lebt, dass Forscherinnen und Forscher auch Rückschläge oder Scheitern in Kauf nehmen – und wie wichtig die Bereitschaft zum Risiko ist. Der Preis wird seit 2016 vergeben.

Beide Auszeichnungen werden in Kooperation des Ministeriums mit der Heidelberger Akademie der Wissenschaften (Landesakademie von Baden-Württemberg) vergeben. Die Zuständigkeit der Akademie gilt insbesondere für die Ausschreibung, das Nominierungsverfahren sowie die Bewerbung der Preise. Der Präsident der Akademie leitet die Sitzung des Auswahlausschusses, der den Fördervorschlag an das Ministerium gibt.

Landeslehrpreis 2021

Das Land verleiht den Landesforschungspreis und den Preis für mutige Wissenschaft im jährlichen Wechsel mit dem Landeslehrpreis, mit dem die besten Hochschullehrenden ausgezeichnet werden. Aufgrund der Einschränkungen während der Pandemie wurde ein Teil der Preisträgerinnen und Preisträger von 2021 im Rahmen der Verleihung des Landesforschungspreises gewürdigt.

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von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
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