Gesundheit

Land stellt Gesundheitsversorgung für die Zukunft auf

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Ein Arzt hält in einem Behandlungszimmer in seiner Praxis ein Stethoskop in der Hand, mit der anderen Hand bedient er eine Computertastatur..

Eine gute Gesundheitsversorgung zeichnet sich durch eine gute ambulante Betreuung aus. Ein Modellprojekt aus dem Schwarzwald zeigt, wie die medizinische Versorgung in Zukunft gelingen kann. Für die Gesundheitsversorgung von morgen unterstützen wir deshalb gezielt lokale Gesundheitszentren und treten mit Bürgerinnen und Bürgern in Dialog.

Wenn es um die zukünftige gesundheitliche Versorgung geht, spielen lokale Gesundheitszentren eine wichtige Rolle. Hier arbeiten unterschiedliche Professionen und Fachgebiete eng miteinander zusammen. Um vor Ort passgenaue Konzepte zu entwickeln, stellt das Land nun Fördergelder und Handlungsempfehlungen für Stadt- und Landkreise bereit, wie Gesundheitsminister Manne Lucha in Stuttgart bekanntgab. Außerdem bekommen Bürgerinnen und Bürger bei Dialog-Veranstaltungen die Möglichkeit, ihre Vorschläge und Anregungen einzubringen. 

„Die Zukunft der gesundheitlichen Versorgung lässt sich nicht von oben verordnen. Für gesunde Regionen brauchen wir engagierte Bürgerinnen und Bürger, die unseren gemeinsamen Weg vor Ort mitgestalten. Ziel ist eine gesicherte Grundversorgung und eine enge Zusammenarbeit zwischen allen Akteuren des Gesundheitssystems und den Patientinnen und Patienten“, so Minister Lucha. Wie Kommunen aktiv werden können, um die ambulante Versorgung sicherzustellen, zeige nicht zuletzt das Modellprojekt der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg, dessen Ergebnisse jetzt in einer Broschüre zusammengefasst wurden. Insgesamt stehen Kommunen zwei Förderaufrufe zur Auswahl, die jeweils unterschiedliche Ansätze verfolgen.

Förderaufruf zur Primärversorgung

Die Primärversorgung ist für Patienten meist die erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Problemen und wird in der Regel vom Hausarzt abgedeckt. In Primärversorgungszentren kommen unterschiedliche Gesundheitsberufe unter einem Dach zusammen. Die Akteure arbeiten in enger Abstimmung und bieten Bürgerinnen und Bürgern eine umfassende Betreuung in gesundheitlichen Fragen. Diese Zentren sollen leicht zugänglich und gut in die örtlichen Strukturen eingebunden sein. Auch enge Netzwerke der Gesundheitsberufe vor Ort können diesen Zweck erfüllen. 

Mit dem Förderaufruf können sich Gemeinden, Städte, Land- und Stadtkreise auf eine dreijährige Förderung von maximal 150.000 Euro bewerben und solche Zentren beziehungsweise Netzwerke planen oder umsetzen.

Dialoge zur zukünftigen Gesundheitsversorgung

Mit dem Förderaufruf zu Strukturgesprächen soll die Gesundheitsversorgung der Regionen mithilfe der Bürgerinnen und Bürger vor Ort weiterentwickelt werden. Eine Versorgung für Patienten, die sich am Bedarf orientiert und wirtschaftlich ist, ist das Ziel der Gespräche. Diese sollen aus den Kommunalen Gesundheitskonferenzen und von deren Mitgliedern initiiert werden. Kreiszusammenschlüsse können bis Mitte August Anträge einreichen und gemeinsam die zukünftige Versorgung in einer Region mitgestalten. Für die Ausschreibung stehen Fördermittel von bis zu 75.000 Euro pro bewilligtem Antrag bereit.

Der Ortenaukreis hat sich mit Unterstützung des Landes bereits auf den Weg gemacht, um die Versorgung von morgen positiv zu gestalten. Die Termine für die Bürgerdialoge stehen bereits fest. Auch hier sollen regionale Bürgerdialoge helfen, neue Ansätze zu finden, um die Versorgung weiterhin sicherstellen zu können. Das Ministerium für Soziales und Integration unterstützt den Ortenaukreis mit knapp 67.000 Euro.

Broschüre zur ambulanten Versorgung

Die Beteiligten des Modellprojekts ambulante Versorgung im Kreis Schwarzwald-Baar-Heuberg haben gemeinsam Modelle und Handlungsempfehlungen für Kommunen erarbeitet, um die ärztliche Versorgung auch zukünftig zu sichern. Beispielsweise durch den Aufbau lokaler Gesundheitszentren oder durch Weiterbildungsverbünde, um damit die Nachwuchsgewinnung von jungen Ärztinnen und Ärzten zu fördern. Die Ergebnisse wurden nun kompakt in einer Broschüre veröffentlicht und stehen damit auch anderen Kommunen und Landkreisen als Anregung zur Verfügung.

Auf die jeweilige Ausschreibung bewerben können sich die Stadt- und Landkreise im Land noch bis Ende Juni beziehungsweise Mitte August.

Die Broschüre „Zukunftsfähige Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum. Ergebnisse aus dem Modellprojekt zur ambulanten Versorgung in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg“ kann heruntergeladen sowie in gedruckter Fassung ab dem 24. Juni 2019 bestellt werden.

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