Gesundheit

Land fördert sektorenübergreifende medizinische Versorgung

Berechne Lesezeit
  • Teilen

Bei der Gesundheitsversorgung gilt es, die Mauern der Sektoren zu überwinden, sodass jeder Bürger zum richtigen Zeitpunkt die optimal abgestimmte Behandlung bekommt. Das Land fördert deshalb sechs zukunftsweisende Projekte in der sektorenübergreifenden Versorgung mit knapp 250.000 Euro. 

Das Gesundheitssystem wird sich auch in Baden-Württemberg in den kommenden Jahren verändern. Es bedarf einer stärkeren Vernetzung der Versorgungssysteme und einer Überwindung der starren Sektorengrenzen – ambulante und stationäre Versorgung, Gesundheitsförderung und Prävention, Rehabilitation, Pflege und palliative Medizin sowie ehrenamtliche Strukturen müssen enger verzahnt und zusammen gedacht werden. Aus diesem Grund hat das Ministerium für Soziales und Integration einen Förderaufruf für Land- und Stadtkreise zur Umsetzung der sektorenübergreifenden Versorgung gestartet. „Aus den eingereichten Anträgen haben wir sechs zukunftsweisende, spannende Projekte ausgewählt“, sagte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha. Für die einzelnen Vorhaben stelle das Land insgesamt 246.755 Euro zur Verfügung.

Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha: „Bei der Gesundheitsversorgung gilt es, die Mauern der Sektoren zu überwinden, sodass jede Bürgerin und jeder Bürger zum richtigen Zeitpunkt die optimal abgestimmte Behandlung bekommt. Ich freue mich sehr, dass Baden-Württemberg die Chancen und das große Potenzial einer klugen sektorenübergreifenden Vernetzung frühzeitig erkannt hat und damit eine bundesweite Spitzenposition bei der Gestaltung der zukünftigen medizinischen Versorgung einnimmt. Die jetzt von uns geförderten Projekte der Stadt- und Landkreise stellen dies einmal mehr eindrucksvoll unter Beweis.“

Die vom Land geförderten sechs Projekte umfassen unterschiedliche Themenkomplexe. Beispielsweise sollen die für eine multiprofessionelle und interdisziplinäre Arbeit nötigen Kommunikationsstrukturen entwickelt werden. Auch werden konkrete Handlungsempfehlungen für die Vernetzung im Bereich der Frühen Hilfen erarbeitet. Damit gemeint sind lokale und regionale Angebote für Eltern ab Beginn der Schwangerschaft und in den ersten Lebensjahren der Kinder. Darüber hinaus greifen die einzelnen Vorhaben unter anderem die Ansätze der in diesem Jahr beendeten baden-württembergischen Modellprojekte zur sektorenübergreifenden und ambulanten Versorgung auf.

Mittelfristig soll mithilfe der Erkenntnisse aus den jetzt geförderten Projekten ein Versorgungssystem erreicht werden, in dem Sektorengrenzen aus Sicht der Patientinnen und Patienten nicht mehr wahrnehmbar sind und die bedarfsgerechte und effiziente Versorgung der Bürgerinnen und Bürger im Vordergrund steht.

Weitere Meldungen

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Masterplan Wasserversorgung

Beirat für sichere Wasserversorgung gegründet

von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
Forschung

Landesforschungspreise 2026 in Stuttgart verliehen

Ein Arzt hält in einem Behandlungszimmer in seiner Praxis in Deizisau im Landkreis Esslingen ein Stethoskop in der Hand, mit der anderen Hand bedient er eine Computertastatur. (Bild: dpa)
Gesundheitsreform

Nachbesserungen bei Kranken­versicherung-Reform gefordert

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Bodenverunreinigungen

1,2 Millionen Euro für PFAS-Forschung

Das Bild ist in vier orangefarbene Kacheln unterteilt. Jede Kachel beinhaltet eine Empfehlung zum Umgang mit großer Hitze. Kachel eins: In der Mittagshitze Schatten aufsuchen und große Anstrengungen möglichst meiden. Kachel zwei: Ausreichend trinken, zum Beispiel Wasser oder Saftschorle. Koffein und Alkohol meiden. Kachel drei: Leichte Baumwollkleidung in hellen Farben tragen. Sonnenbrille und Mütze oder Hut aufsetzen. Kachel vier: Auf Menschen achten, die die Empfehlungen nicht selbst umsetzen können und ihnen helfen. Im Zentrum des Bildes ist ein Kreis in dem eine Sonne strahlt. Ein Thermometer zeigt eine Temperatur von 40 Grad Celsius.
Gesundheitsschutz

Wenn Hitze zur Gesundheitsgefahr wird

Eine Mitarbeiterin eines Pharmahändlers bestückt in Stuttgart-Münster in Baden-Württemberg eine Kommissioniermaschine.
Wirtschaft

Investitionen in Pharmaindustrie wandern ab

Promotionsfahrzeug Mehr Leben im Eigenheim
Wohnraumoffensive

Online-Dialog zu „Mehr Leben im Eigenheim“ am 25. Juni

Organspendeausweis
Organspende

Zahl der Organspenden im Land steigt leicht

Eine asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) sitzt auf einem Finger und sticht zu.
Gesundheitsschutz

Stechmückensaison hat begonnen

Abgebildet ist das Logo zum Förderprogramm "Inklusionstaler". In einem Kreis finden sich viele kleine Punkte in allen Farben. Auf halber Höhe steht rechts der Schriftzug "Inklusionstaler" in weiß auf blauem Grund.
Menschen mit Behinderung

Land fördert Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

Eine Frau befestigt einen „Rauchen-Verboten“-Aufkleber an einer Scheibe (Bild: © dpa).
Nichtraucherschutz

Neue Regeln für Raucherinnen und Raucher vom 1. Juni an

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Moderate Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

Logo von Start up BW
Start-up BW

OSORA medical im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Teilnehmende der Jugend- und Familienministerkonferenz 2026 sitzen mit Blick auf mehrere kreisförmig angeordnete Bildschirme an einem großen Konferenztisch.
Jugend und Familie

Land setzt Schwerpunkte für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Gesundheitsschutz

Temperaturanstieg und hohe UV-Strahlung am Pfingstwochenende