Soziales

Land fördert Projekte gegen Kinderarmut und für Kindergesundheit

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Zwei Kinder malen mit Kreide auf Straßenboden

Das Land investiert 400.000 Euro in Projekte gegen Kinderarmut und für Kindergesundheit. Vom neuen Förderprogramm profitieren der Ortenaukreis, der Landkreis Ravensburg, die Städte Singen, Stuttgart und Ulm sowie ein weiterer, sechster Standort.

„Wir dürfen nicht nachlassen, aktiv und gemeinsam gegen Kinderarmut vorzugehen“, sagte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha anlässlich der Bekanntgabe von fünf Projektstandorten, die das Land mit 400.000 Euro bei der Prävention gegen Kinderarmut unterstützt.

Fünf Standorte gehen an den Start

Die fünf Standorte, die vom neuen Förderprogramm „Aktiv und gemeinsam gegen Kinderarmut und für Kindergesundheit“ profitieren, sind der Ortenaukreis, der Landkreis Ravensburg sowie die Städte Singen, Stuttgart und Ulm. Ein weiterer, sechster Standort soll in Kürze folgen.

Die von einer Jury aus Vertretern und Vertreterinnen des Landesbeirats für Armutsbekämpfung und Prävention ausgewählten Standorte werden nun Präventionsnetzwerke gegen Kinderarmut entwickeln oder vorhandene Strukturen weiter ausbauen.

Startchancen für alle Kinder und Jugendliche verbessern

„Chancengerechtigkeit und Teilhabemöglichkeiten müssen für alle Kinder und Jugendlichen gelten, unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. Wir wissen, dass Armut negative Folgen auf Gesundheit, Bildung und Teilhabe hat und sich damit negativ auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt auswirkt. Deshalb müssen wir alles dafür tun, die Startchancen und Rahmenbedingungen für alle Kinder zu verbessern“, sagte Minister Lucha.

Der Förderaufruf ist eine direkte Konsequenz aus den Ergebnissen des dritten Gesellschaftsreports Baden-Württemberg mit dem Titel „Familienarmut – ein Risiko für die Gesundheit von Kindern“, den Sozialminister Lucha im Sommer vorgestellt hatte. Eines der Ergebnisse war: Während der Großteil der Heranwachsenden in Baden-Württemberg gute Chancen hat, gesund aufzuwachsen, haben insbesondere die knapp 20 Prozent armutsgefährdeter Kinder und Jugendlichen ein höheres gesundheitliches Risiko und damit geringere Chancen auf ein gesundes Leben.

Präventionsnetzwerke gegen Kinderarmut

Lucha erinnerte daran, dass der Förderaufruf Teil des Schwerpunktthemas „Starke Kinder“ sei, an dessen Umsetzung sein Haus derzeit intensiv arbeite. Kinder im ganzen Land sollten mit einem Bündel verschiedener Maßnahmen gestärkt und wirksamer vor Gefahren geschützt werden. Hierzu gehörten neben der Bekämpfung der Kinderarmut und der Verbesserung der Kindergesundheit die konsequente Weiterentwicklung des Kinderschutzes und die Stärkung der Partizipation von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen der Jugendhilfe.

„Der Report hat gezeigt, dass präventive Maßnahmen dann besonders effektiv sind, wenn die Lebenswelten der betroffenen Kinder berücksichtigt werden und sie von einem engmaschigen Netz aus Fachkräften des Gesundheits- und Bildungswesens, Lehr- und Betreuungskräften, Familienbildungszentren und von Verantwortlichen aus der Kommune und den Quartieren getragen werden“, so Lucha weiter. „Die ausgewählten Präventionsnetzwerke setzen diese Erkenntnisse in die Tat um und tragen dazu bei, dass alle Kinder, unabhängig vom Sozialstatus der Eltern, für eine gute Entwicklung denselben Zugang zu gesundheitsfördernden Maßnahmen erhalten können.“

Geförderte Projekte

Antragsteller/in und Projekt

Zuwendung

Ortenaukreis: Netzwerk gegen Kinderarmut und für Kindergesundheit im Rahmen des Präventionsnetzwerks Ortenaukreis (PNO)

80.700 Euro

Landkreis Ravensburg: „Gemeinsam stark für Kinder und Familien im Landkreis Ravensburg“

100.000Euro

Stadt Singen: „Kindercard für Gesundheit und Teilhabe“

62.680 Euro

Stadt Stuttgart: „Gesund aufwachsen in …“

73.494 Euro

Stadt Ulm: Präventionsnetzwerk Kindergesundheit

33.936 Euro

Weitere Meldungen

Eine Doktorandin aus Venezuela arbeitet im Labor. (Bild: © dpa)
Europäischer Sozialfonds

Mehr Frauen mit Migrationserfahrung in Arbeit

Kleinkind auf Rutsche
Stadtentwicklung

Land fördert drei nichtinvestive Städtebauprojekte

Organspendeausweis
Organspende

Bundestag diskutiert über Widerspruchsregelung bei der Organspende

Luftbild vom Quartier Kanadaring in Lahr
Flächenmanagement

Land entwickelt kostenloses Tool zum Digitalen Flächenmanagement

Ein fahrendes schwarzes Auto mit gelber Aufschrift "Deine Mutter fährt nicht betrunken" und Team Vision Zero.
Verkehrssicherheit

Mehr Unfälle rund um die Feiertage

Der Kommandeur der Sanitätsakademie der Bundeswehr, Generalstabsarzt Dr. Hans-Ulrich Holtherm, und Gesundheitsminister Manne Lucha sitzen nebeneinander und unterzeichnen jeweils ein Dokument.
Gesundheit

Gesundheitssystem im Land auf Krisenfälle vorbereiten

Symbolbild einer Kirche
Ländlicher Raum

Kirchliche Räume als Orte der Zukunft

Menschenmenge mit Demonstrationsschildern, darunter mit der Aufschrift "Wertschätzung".
Menschen mit Behinderungen

Hunderte Menschen setzen starkes Zeichen für Inklusion in Stuttgart

Häuser in Stuttgart werden von der Morgensonne beschienen. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Wohnberechtigung

Wohnberechtigungsschein digital beantragen

Ein Feuerwehrmann holt während einer Einsatzübung einer Freiwilligen Feuerwehr eine Leiter vom Dach eines Einsatzfahrzeugs.
Feuerwehr

Jahresstatistik der Feuerwehren 2025

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Frühjahrsbelebung auf dem Arbeitsmarkt bleibt aus

In einem Stuttgarter Kindergarten gibt es Lasagne zum Mittagessen. (Bild: dpa)
Ernährung

Tag der Kitaverpflegung im Kindergarten „Elisabeth Ding“

Symbolbild: Bewohner des Mehrgenerationenhauses in Überlingen stehen auf Balkonen.
Quartiersentwicklung

Land fördert 16 Quartiersprojekte

Arbeiter in einem Lager.
Tag der Arbeit

Arbeit ist Basis für Wohlstand und Zusammenhalt

Sozialminister Manne Lucha steht vor Publikum und spricht in Mikrofon.
Soziales

Land prämiert Ideen gegen Einsamkeit