Armutsbekämpfung

Land fördert Präventionsangebote gegen Kinderarmut

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Mehrere Kinder stehen nebeneinander in einem Kindergarten. (Bild: © Christian Charisius/dpa)

Das Land stellt für Präventionsangebote gegen Kinderarmut in den kommenden Jahren knapp vier Millionen Euro zur Verfügung. Damit sollen Präventionsnetzwerke in allen Stadt- und Landkreisen bis 2030 eingerichtet werden, um jedem Kind Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen.

Jedes fünfte Kind in Baden-Württemberg ist armutsgefährdet. Bis zum Jahr 2030 soll deshalb in jedem Stadt- und Landkreis ein Präventionsnetzwerk gegen Kinderarmut eingerichtet werden. Dafür stellt das Land in den kommenden Jahren knapp vier Millionen Euro zur Verfügung.  Präventionsnetzwerke gegen Kinderarmut haben das Ziel, jedem Kind unabhängig von seiner sozialen Herkunft oder der finanziellen Situation seiner Eltern Teilhabe an der Gesellschaft zu ermöglichen. Auf einer digitalen Strategiekonferenz hat Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha am 18. Januar 2023 den Landrätinnen und Landräten sowie den Oberbürgermeistern der Stadt- und Landkreise die Vorteile solcher Netzwerke für die Kommunen erläutert.

Teilhabe darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen

„Die Teilhabe von Kinder und Jugendlichen an der Gesellschaft darf nicht vom Geldbeutel der Eltern abhängen“, so Minister Lucha. „Wir starten heute eine attraktive und langfristig angelegte Förderung, weg von kurzfristigen Projekten, hin zu stabilen, kommunalen Strukturen der Kinderarmutsprävention mit finanzieller Unterstützung des Landes. So können wir gemeinsam dafür sorgen, dass sich materielle Armutsgefährdung im Kindesalter möglichst nicht negativ auf die soziale Teilhabe im gesamten Leben auswirkt.“

Derzeit bestehen in 22 Kreisen Standorte mit Präventionsnetzwerken gegen Kinderarmut. Der Verein Kinderchancen e. V. in Singen organisiert beispielsweise ein gesundes Frühstück für Kinder an Kitas und Schulen. In Schorndorf werden unter anderem Kochkurse für Familien sowie eine außerschulische Kinderbetreuung angeboten. Am Campus Neckarstadt-West in Mannheim finden für Grundschülerinnen und Grundschüler nachmittags neben einer Hausaufgabenbetreuung verschiedene kreative und sportliche Bildungsangebote statt, die auch der Sprachförderung dienen sollen.

Das Engagement für die Kommunen lohnt sich

Vertreterinnen und Vertreter bestehender Präventionsnetzwerke gegen Kinderarmut in Mannheim und im Ostalbkreis berichteten bei der Veranstaltung, warum sich das Engagement für die Kommunen lohnt. Nicht überall müssen die Landkreise die Kinderarmutsprävention selbst übernehmen, sie können dabei auch mit kreisangehörigen Städten und Gemeinden zusammenarbeiten. Auch gemeinnützige Organisationen können tätig werden. Minister Manne Lucha machte auf weitere Vorteile für Kommunen mit Präventionsnetzwerken aufmerksam. So könnten Gemeinden schon vorhandene Unterstützungsangebote zur Armutsprävention zu einem kommunalen Gesamtkonzept verknüpfen und diese unter den Fachkräften sowie bei den armutsgefährdeten Kindern, Jugendlichen und deren Eltern bekannter machen.

Vorhandene kleinteilige Netzwerke und Gremien könnten die Verantwortlichen strukturieren und bündeln, denn häufig träfen sich die gleichen Fachkräfte in unterschiedlichen Gremien zu ähnlichen Anlässen. Ergänzend könnten die Kommunen zusätzliches, durch das Land refinanziertes Personal einsetzen, das armutsthemenbezogene Vernetzung innerhalb und außerhalb der Kommunalverwaltung fördert und nach Wegen sucht, die Zielgruppe besser zu erreichen.

Starke Kinder Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Logo von Start up BW
Start-up BW

Auswahl für Start-up BW Pre-Seed steht

Verleihung Gigabitkommune@BW
Breitbandausbau

33 weitere Gigabitkommunen

Breitbandübergabe
Digitalisierung

38,4 Millionen Euro für den kommunalen Breitbandausbau

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) überreicht Dr. Edwin Ernst Weber (rechts) die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Staufermedaille an Dr. Edwin Ernst Weber

Landessieger von „Jugend debattiert“ stehen fest (Bild: Kultusministerium Baden-Württemberg)
Schule

Siegerinnen und Sieger von „Jugend debattiert“ gekürt

Finanzamtsleiter Böblingen Wankmüller
Verwaltung

Neuer Leiter des Finanzamts Böblingen

Wort-Bild-Marke der Innovationsallianz Baden-Württemberg
Innovation

Land stärkt Innovationsallianz mit über 40 Millionen Euro

Streuobstwiese
Streuobst

20. landesweiter Streuobsttag in Hohenheim

Neuer Rettungshubschrauber Christoph Ortenau
Rettungsdienst

Rettungshubschrauber Christoph Ortenau startet in Lahr

Ein Mann wird geimpft.
Gesundheit

Impfen zeigt positive Auswirkungen

Jugendliche halten ein Banner mit der Aufschrift «Ehrenamt» in den Händen.
Ländlicher Raum

Jugendliche fürs Ehrenamt begeistern

links: Behältnis, das am Ostersonntag (5. April 2026) in einem Garten gefunden wurde; rechts: Laboranalyse
Strahlenschutz

Fundstück enthielt zu keinem Zeitpunkt Polonium-210

Grafik mit Überschrift „Die Landes-Behindertenbeauftragte Nora Welsch lädt ein zur Kundgebung“, darunter Schild einer Demonstration mit der Aufschrift „Inklusion ist kein Sparmodell!“ und den Informationen „5. Mai 2026, 14 Uhr, Stuttgart Zentrum“.
Menschen mit Behinderungen

Kundgebung zum Recht auf Inklusion am 5. Mai 2026

Euro-Banknoten
Krankenversicherung

Versicherungsfremde Leistungen endlich aus Bundeshaushalt finanzieren

Businessfrau sitzt an einem PC
Arbeitsmarkt

Mehr Frauen in Beschäftigung