Hochwasserschutz

Land fördert Hochwasserschutz in zwei Kommunen

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Das Möhlinwehr bei Breisach.
Symbolbild

Das Land unterstützt Welschensteinach und die Verwaltungsgemeinschaft Hexental mit über einer Million Euro beim Hochwasserschutz. Welschensteinach und das Hexental gehen damit eine wichtige Zukunftsaufgabe an.

Sowohl die Gemeinde Steinach im Ortenaukreis als auch die Verwaltungsgemeinschaft Hexental im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald wappnen sich gegen Hochwasser. Das Land unterstützt sie bei ihren Investitionen. Um den Hochwasserschutz zu verbessern, gibt es für den Ortsteil Welschensteinach einen Zuschuss von 601 300 Euro. In Merzhausen im Hexental wird ein weiterer Abschnitt des Dorfbachs ausgebaut, was das Land mit 784 000 Euro fördert.

Umweltministerin Thekla Walker lobt die Maßnahmen: „Es ist wichtig, dass die Kommunen die wichtige Zukunftsaufgabe Hochwasserschutz konsequent anpacken. Die Hochwasserkatastrophen dieses Jahres haben uns einmal mehr gezeigt, wie notwendig Vorsorge ist. Wir werden in Zukunft häufiger von Starkregen und Hochwasser betroffen sein. Das Land ist sich seiner Verantwortung bewusst und unterstützt die Kommunen bei ihren Bemühungen.“

Direkter Schutz von Gebäuden in Welschensteinach

In der Gemeinde Steinach und dem Ortsteil Welschensteinach waren in den vergangenen Jahren mehrfach Überflutungen aufgetreten, die zu hohen Schäden führten. Zuletzt kam es beim Hochwasserereignis im Juli 2014 zu größeren Überflutungen. Im September 2008 verursachten Überflutungen einen Schaden von rund 1,5 Millionen Euro.

In der Folge wurde für das gesamte Einzugsgebiet der Gemeinde Steinach eine umfassende Flussgebietsuntersuchung erstellt und ein Maßnahmenpaket geschnürt. Im Paket unter anderem enthalten: ein Hochwasserrückhaltebecken oberhalb der Ortslage Steinach, das Ende Juni dieses Jahres in Betrieb genommen wurde.

Um den Hochwasserschutz in Welschensteinach zu verbessern, stellte sich als einzige realisierbare und wirtschaftliche Möglichkeit die des sogenannten Objektschutzes heraus: Das heißt, dass betroffene Gebäude hochwasserfest gemacht werden – etwa mit Dammbalkenverschlüssen oder wasserdichten Türen und Fenstern. An einzelnen Stellen sind Mauererhöhungen geplant.

Ausbau des Reichenbachs in Merzhausen

Das Konzept für die Verwaltungsgemeinschaft Hexental hat das Ziel, einen umfassenden Hochwasserschutz in den Hexentalgemeinden Au, Horben, Merzhausen und Wittnau zu realisieren. Die Bevölkerung soll vor Hochwasserereignissen geschützt werden, die statistisch alle hundert Jahre vorkommen (HQ100).

Ein Bestandteil des Konzeptes ist nun der zweite Bauabschnitt zum Ausbau des Dorfbaches – ein gut 700 Meter langer Abschnitt in Merzhausen. Der Reichenbach soll in diesem Bereich mit Hilfe von Dämmen, Mauern und Aufweitungen ausgebaut werden.

Der Schutz gegen ein 100-jährliches Hochwasserereignis im Hexental kann nur in Kombination mit dem Schaffen von Hochwasserrückhaltevolumen erreicht werden. Die Verwaltungsgemeinschaft Hexental erarbeitet bereits ein Konzept, das den Bau von drei weiteren Hochwasserrückhaltebecken vorsieht.

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