Schienenverkehr

In neuen Zügen komfortabler unterwegs auf der Gäu- und Murrbahn

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Verkehrsminister Winfried Hermann spricht während einer Zugfahrt mit der Presse. (Foto: © Ministerium für Verkehr / Beaufort 8 GmbH)

Verkehrsminister Winfried Hermann hat sich zum Fahrplanwechsel von den Vorteilen der neuen Züge und des verbesserten Fahrplans auf der Gäu- und Murrbahn überzeugt. Reisende können sich auf mehr Qualität und Komfort sowie über ein deutlich verbessertes Fahrplankonzept freuen.

Der Dezember bringt einige Neuerungen für Bahnfahrer auf der Gäu- und Murrbahn: Mit dem Fahrplanwechsel zum 10. Dezember 2017 betreibt die DB Regio AG die Strecke Crailsheim über Schwäbisch Hall-Hessental und Stuttgart nach Freudenstadt/Konstanz mit 16 neuen, modernen Zügen. Verkehrsminister Winfried Hermann war am 10. Dezember einer der Ersten, der die neuen Züge im Regelbetrieb testete. Zusammen mit Pressevertretern, Mitgliedern des Landtages, BürgermeisterInnen und Eric Gauthier, dem Tänzer, Choreografen, Musiker und „Bewegungsbotschafter“ von bwegt, ging es im Zug vom Typ Talent 2 von Stuttgart nach Sulz am Neckar.

„Unser Angebot: stressfrei am Stau vorbei nach Stuttgart. Die neuen, hochmodernen Züge im einheitlichen Landes-Design bringen im Nahverkehr Annehmlichkeiten, die man sonst nur aus dem Fernverkehr kennt“, so Minister Hermann zu Beginn der Fahrt. Reisende können sich auf mehr Qualität und Komfort sowie über ein deutlich verbessertes Fahrplankonzept freuen. Beim Austausch während der Fahrt standen nicht nur die neuen Züge und die Mobilitätsmarke bwegt im Mittelpunkt, sondern auch Themen, die die Bürger im Land rund um das Thema Mobilität beschäftigen.

Neue Züge und verbesserter Fahrplan

Neben modernen Zügen können sich die Fahrgäste auf der Gäu- und Murrbahn ab sofort auch über ein deutlich verbessertes Fahrplankonzept freuen: Die eingleisige Strecke zwischen Backnang und Schwäbisch Hall-Hessental hatte bisher zur Folge, dass die Regionalexpress-Züge zwischen Nürnberg und Stuttgart eine Zwangspause von etwa 15 Minuten einlegen mussten. Durch die Anpassung der Angebotskonzeption war es möglich diese zu reduzieren. Dadurch sinkt die Fahrzeit für Fahrgäste, die über Schwäbisch Hall-Hessental Richtung Stuttgart hinwegfahren.

Die neuen Züge bieten deutlich mehr Platz als die bisher eingesetzten Fahrzeuge. Den Fahrgästen stehen kostenloses WLAN, Mobilfunkverstärker und Steckdosen zur Verfügung. Die Wagen sind barrierefrei zugänglich, klimatisiert und mit großzügigen Sitzabständen mit mehr Beinfreiheit und Klapptischen an den Sitzen ausgestattet. In den geräumigen Mehrzweckbereichen findet sich ausreichend Platz für 30 Fahrräder oder mobilitätseingeschränkte Fahrgäste.

Stundentakt zwischen Stuttgart und Zürich

Für die Rückfahrt vom neuen IC-Halt Sulz (Neckar) nach Stuttgart nutzte die Gruppe um Minister Hermann die neuen Intercity-2-Züge, die zwischen Singen und Stuttgart fahren. Diese können zukünftig mit dem Nahverkehrsticket genutzt werden. Sven Hantel, DB-Konzernbevollmächtigter für Baden-Württemberg, der ebenfalls mitfuhr dazu: „Wir als Deutsche Bahn AG sind ab 10. Dezember als wichtiger Partner des Landes Teil der Bwegung auf Murr- und Gäubahn. Gerade auf der Gäubahn wollen wir mit dem IC 2, unserem neuen Fernverkehrsprodukt, noch mehr Menschen für ein Reisen mit der Bahn gewinnen.“

Auf der Gäubahn startet das gemeinsam mit dem Land Baden-Württemberg und den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) vereinbarte Angebotskonzept: Die IC-Verbindungen zwischen Stuttgart, Singen und Zürich verdoppeln sich auf einen Stundentakt. Dabei verkehren alle zwei Stunden die neuen DB-Intercity 2-Züge zwischen Stuttgart und Singen mit Anschluss nach Zürich im Wechsel mit durchgehenden IC-Zügen (mit Wagen der SBB) von Stuttgart nach Zürich. So entsteht ein Stundentakt zwischen Stuttgart und Zürich.

Bis 2030 Fahrgastzahlen im Nahverkehr signifikant steigern

Auch für die Zukunft hat bwegt noch einiges geplant: Neben einem landesweiten Stundentakt und modernen Zügen sollen mit der Marke und der angeschlossenen Kampagne das neue Angebot auf der Schiene bekannter werden. Ziel ist, bis 2030 die Fahrgastzahlen im Nahverkehr im Land signifikant zu steigern. Bereits bis 2021 soll ein einheitlicher Baden-Württemberg-Tarif umgesetzt sein. Mit dem bwtarif wird es dann möglich sein, ganz einfach und komfortabel mit einem Ticket vom Start bis zum Ziel zu kommen – über Verbundgrenzen hinweg, egal wie oft zwischen Bahn, Bus und Straßenbahn gewechselt wird. Die erste Stufe des bwtarif startet im Dezember 2018. Dann gilt die Bahnfahrkarte auch im Bus oder der Straßenbahn am Zielort.

„Unser Ziel ist es, die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) stetig zu steigern und diesen zu einer echten Alternative zum privaten Auto zu machen. Die neuen Züge auf der Gäu- und Murrbahn, sind nach der Einführung von bwegt der erste erlebbare Schritt dorthin und bringen den Fahrgästen zusammen mit dem neuen Fahrplankonzept einen spürbaren Mehrwert“, so Minister Hermann.

Kursbuch fast alle Zugverbindungen zusammen

Alle Zugverbindungen in Baden-Württemberg sind im Kursbuch zusammengefasst, welches die Fahrpläne aller Bahnstrecken, der landesweiten Regio-Buslinien, der Bodenseeschifffahrt und verschiedener Museumsbahnen für das Jahr 2018 enthält. Unabhängig von den automatisch erstellen Vorschlägen der elektronischen Fahrplanauskunft kann man sich seine Reise individuell selbst zusammenstellen und erhält zudem auf einen Blick das vollständige Zugangebot auf den einzelnen Strecken mit allen Halten.

Das Kursbuch ist ab sofort für zwölf Euro an den meisten Fahrkartenschaltern im Land, im Buchhandel sowie bei der Nahverkehrsgesellschaft Baden-Württemberg erhältlich.

Fragen und Antworten zum Streckennetz Gäu- und Murrbahn (PDF)

Netz 6b: S-Bahn Rhein-Neckar (PDF)

bwegt-Flyer: Mehr Bewegung im Nahverkehr (PDF)

bwegt

Verkehrsministerium: bwegt-Kursbuch Baden-Württemberg

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