Polizei

Gedenkfeier für im Dienst getötete Polizisten

Am 24. November 2024 findet in Mannheim die diesjährige Ökumenische Gedenkfeier für die im Dienst getöteten Polizistinnen und Polizisten statt.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Die Polizei Baden-Württemberg trauert. (Bild: Polizei Baden-Württemberg)
Symbolbild

Am 24. November 2024 findet um 15.00 Uhr in der Jesuitenkirche St. Ignatius und Franz Xaver in Mannheim die diesjährige Ökumenische Gedenkfeier für die im Dienst getöteten Polizistinnen und Polizisten des Landes Baden-Württemberg statt. „Unsere Polizei schützt tagtäglich uns und unsere Sicherheit und Freiheit. Das verdient unser aller Respekt und Anerkennung - umso mehr, weil unsere Polizistinnen und Polizisten hierbei ganz oft unter Einsatz ihrer Gesundheit oder sogar ihres Lebens tätig werden. Besonders brutal wurde uns das in diesem Jahr vor Augen geführt: Polizeihauptkommissar Rouven Laur wurde durch einen grausamen Angriff getötet. Polizeihauptkommissar Thomas Hohn ist nach einem tragischen Unfall verstorben. Der Schmerz über den Verlust und die Lücke, die beide hinterlassen haben, sind noch immer gegenwärtig. Bei der jährlichen Gedenkfeier der Polizei haben die Angehörigen der Verstorbenen, die gesamte Polizeifamilie, die Menschen im Land und auch ich ganz persönlich die Gelegenheit, gemeinsam zu trauern und uns gemeinsam zu erinnern. Das gibt Trost und Halt. Wir stehen in dieser Stunde besonders an der Seite unserer Polizistinnen und Polizisten – felsenfest, unmissverständlich, unverbrüchlich“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl im Vorfeld der ökumenischen Gedenkfeier.

Einsatz für die menschliche Gemeinschaft

Auch seitens der Polizeiseelsorge wird die zentrale Bedeutung der Gedenkfeier betont: „Wir geben der Ohnmacht Platz. Es haben sich Tragödien ereignet – dieses Jahr und Jahre davor – die nicht verhindert werden konnten, nicht rückgängig zu machen sind. Die Polizistinnen und Polizisten machen diesen Job, um andere vor Gefahr und Unrecht zu schützen. Sie bewahren viele Menschen vor der Angst, dass diese Welt aus den Fugen geraten kann – obwohl sie am eigenen Leib erfahren, dass es immer wieder so ist. Die Menschen, an die wir anlässlich der Gedenkfeier erinnern, starben nicht sinnlos, sondern im Einsatz für unsere menschliche Gemeinschaft. Davor verneigen wir uns in Dankbarkeit“, so Pfarrer Friedel Goetz aus Mannheim.

Neben der Ansprache von Innenminister Strobl wird die Veranstaltung mit Liturgie und Predigt durch die Polizeiseelsorger Friedel Goetz und Dr. Hubert Liebhardt gestaltet. Die musikalische Umrahmung erfolgt durch das Landespolizeiorchester Baden-Württemberg.

Neben Angehörigen der Verstorbenen werden auch zahlreiche politische Vertreterinnen und Vertreter, unter anderem aus Bundes- und Landtag, sowie Angehörige der Polizei aus dem ganzen Land erwartet. Auch alle Bürgerinnen und Bürger, die ihre Verbundenheit mit den Opfern und Hinterbliebenen zum Ausdruck bringen möchten, sind herzlich eingeladen an der öffentlichen Veranstaltung teilzunehmen.

Zu Beginn der Gedenkfeier am 24. November, um 15.00 Uhr, wird die Polizei Baden-Württemberg traditionell landesweit eine Schweigeminute abhalten und dabei ihrer Kolleginnen und Kollegen gedenken, die im Einsatz ihr Leben lassen mussten.

Weitere Meldungen

Grafik Bevölkerungsschutztag
Bevölkerungsschutz

Bevölkerungsschutztag 2026 verschoben

Innenminister Manuel Hagel (links) und Kapitän zur See Michael Giss, Kommandeur des Landeskommandos der Bundeswehr Baden-Württemberg (rechts)
Sicherheit

Zukunft des Landeskommandos Baden-Württemberg gesichert

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landwirtschaft

Nachbesserungen bei Wieder­herstellungsverordnung gefordert

Wappen von Baden-Württemberg auf dem Ärmel einer Polizeiuniform. (Bild: Innenministerium Baden-Württemberg)
Polizei

Tödlicher Unfall auf dem Hockenheimring

Collage aus zwei Fotos: Teilnehmende der GFMK 2026 stehen als Gruppe auf einer Treppe, Foto von Baden-Württembergs Sozialminister Oliver Hildenbrand mit Abstimmungsschild für Baden-Württemberg in der erhobenen Hand.
Gleichstellung

Land setzt Impulse für Demokratie, Gewaltschutz und Integration

Symbolbild: Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe. (Bild: picture alliance/Uli Deck/dpa)
Demokratie

Bundesverfassungsrichterin besucht Schule in Leimen

Abschiebung nach Afghanistan – Letzter Straftäter der Gruppenvergewaltigung in Illerkirchberg wird abgeführt
Migration

Zwölf Straftäter nach Afghanistan abgeschoben

Innenminister Manuel Hagel (links) und Kapitän zur See Michael Giss, Kommandeur des Landeskommandos der Bundeswehr Baden-Württemberg (rechts)
Bundeswehr

Hagel trifft Kommandeur des Lan­deskommandos der Bundeswehr

Justizminister Moritz Oppelt (rechts) auf der Justizministerkonferenz
Justiz

Reform der Politikerbeleidigung gefordert

von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
Forschung

Landesforschungspreise 2026 verliehen

Landgericht Ulm
Justiz

Richterin aus Baden-Württemberg zur Bundesrichterin gewählt

Innenminister Manuel Hagel (Mitte) besucht das Reutlinger Umspannwerk, in dem es in der Nacht gebrannt hatte.
Stromausfall

Ermittlungen nach Brand in Reutlinger Umspannwerk

Bevölkerungsschutztag 2026
Bevölkerungsschutz

Land richtet bundesweiten Bevölkerungsschutztag aus

Abgebildet ist das Logo zum Förderprogramm "Inklusionstaler". In einem Kreis finden sich viele kleine Punkte in allen Farben. Auf halber Höhe steht rechts der Schriftzug "Inklusionstaler" in weiß auf blauem Grund.
Menschen mit Behinderung

Land fördert Teilhabe von Menschen mit Behinderungen

von links nach rechts: Präsidentin des Landesjustizprüfungsamts Sintje Leßner, Lukas Wörner, Dr. Fabian Haller, Paul Schwarz, stellvertretende Leiterin des Landesjustizprüfungsamtes Dr. Cornelia Iffland
Justiz

Examensfeier 2026 zum Zweiten juristischen Staatsexamen