MINT-Netzwerktreffen

Frauen in MINT-Berufen künftig besser vernetzt

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In einem ärztlichen Labor untersucht eine Frau eine Probe am Mikroskop.

In Stuttgart hat das erste landesweite MINT-Netzwerktreffen stattgefunden. Ziel war, die regionalen Akteure zur Förderung des MINT-Nachwuchses noch besser zu vernetzen und auf entsprechende Fördermöglichkeiten hinzuweisen.

Auf Einladung von Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz hat in Stuttgart das erste landesweite MINT-Netzwerktreffen stattgefunden. Ziel war, die regionalen Akteure zur Förderung des MINT-Nachwuchses – also des Nachwuchses für naturwissenschaftlich-technische Berufe – noch besser zu vernetzen und auf entsprechende Fördermöglichkeiten hinzuweisen.

„Es ist begeisternd zu erleben, wie aktiv und motiviert sich die viIelen, verschiedenen Akteure aus unterschiedlichsten Bereichen und Regionen des Landes in der Förderung des MINT-Nachwuchses engagieren. Diese Akteure haben eine Schlüsselrolle bei der Fachkräftesicherung für unseren Wirtschaftsstandort“, sagte Schütz.

Eine Bestandsaufnahme des Wirtschaftsministeriums habe jedoch ergeben, dass es zwar viele regionale Einzelinitiativen im Land im MINT-Bereich gebe, diese aber oftmals noch zu wenig von der Existenz anderer MINT-Akteure oder möglicher Förderungen wüssten, so die Staatssekretärin. Katrin Schütz: „Wir wollen mit dem heutigen Netzwerktreffen erheben, welche regionalen MINT-Initiativen es in Baden-Württemberg gibt, wie diese aufgestellt sind, welche Wirkungen sie erzielen und welche Herausforderungen für alle gemeinsam bestehen.“

Förderung für MINT-Berufe immer wichtiger

Wesentliche Ergebnisse der Bestandsaufnahme des Wirtschaftsministeriums:

  • Die regionalen MINT-Initiativen sind über das ganze Land verteilt. 14 MINT-Initiativen sind regional, drei landesweit aktiv.
  • In den regionalen Initiativen arbeiten vor allem Kommunen, Hochschulen, Schulen, Unternehmen, Stiftungen, Verbände, Vereine, Kitas und Bildungsträger zusammen.
  • Die MINT-Regionen verfügen überwiegend über einen Koordinator sowie ehrenamtliche und zum Teil auch hauptamtliche Mitarbeiter.
  • Die Finanzierung erfolgt vor allem durch Stiftungen, öffentliche Förderung, Spenden und weitere Beiträge.
  • Die Ziele sind breit gefächert und reichen von der Kinder- und Jugendförderung im MINT-Bereich, über die Vernetzung der MINT-Akteure und Bündelung der MINT-Angebote bis zur Qualifizierung von Lehrerinnen und Lehrern, Studien- und Berufsorientierung.
  • Im Fokus der MINT-Regionen stehen überwiegend der regionale Netzwerkaufbau, die Entwicklung von Angeboten entlang der Bildungskette sowie von Kooperationsprojekten, die Erhöhung der Sichtbarkeit und Nachhaltigkeit von MINT-Angeboten, die Durchführung jährlicher Wettbewerbe bis hin zu Stipendien, Stiftungsprofessuren, Patenten und Produktentwicklungen.
  • Herausforderungen werden v. a. im Bereich der Information und Öffentlichkeitsarbeit, bei der Finanzierung und Qualitätssicherung sowie der Vernetzung und Weiterbildung gesehen.

Als Fazit sei zu erkennen, dass die regionalen Akteure sich eine strukturelle Förderung und dauerhafte finanzielle Unterstützung wünschten sowie eine stärkere regionale und landesweite Vernetzung und Koordination sowie eine Plattform für den Erfahrungsaustausch.

Weil das Thema MINT-Nachwuchsförderung eine immer größere Rolle in der Gesamtstrategie zur Fachkräftesicherung spiele, wolle das Wirtschaftsministerium in seiner Dach- und Koordinationsfunktion hier einen noch stärkeren Fokus setzen und das landesweite MINT-Bündnis im Rahmen der Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen“ weiter ausbauen, so die Staatssekretärin.

Weitere Informationen

Die Landesinitiative und das Bündnis „Frauen in MINT-Berufen“ des Ministeriums Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau tragen seit 2010/2011 maßgeblich zur besseren Koordinierung der MINT-Aktivitäten, MINT-Nachwuchs- und Fachkräftesicherung im Land bei. Mit einer gemeinsamen Strategie und der Vernetzung von MINT-Akteuren und Angeboten entlang der gesamten Bildungskette von der Kita bis in die Unternehmen sollen mehr Mädchen und Frauen für MINT-Berufe gewonnen und die Attraktivität der MINT-Berufe gesteigert werden. Zum Bündnis „Frauen in MINT-Berufen“ gehören inzwischen 52 Partnerorganisationen aus vier Ministerien, Arbeitgeber-, Branchen- und Berufsverbänden, Gewerkschaften, BWIHK, BWHT, die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, Frauennetzwerke, Hochschulen, Stiftungen und die Kontaktstellen Frau und Beruf.

Anfang Februar 2018 wurde im Rahmen der Landesinitiative bei 20 regionalen MINT-Initiativen im Land eine quantitative und qualitative Befragung durchgeführt. Dabei wurden Akteure, Ziele, Aktivitäten, finanzielle und personelle Aufstellung, Wirkungen, Herausforderungen und Unterstützungsbedarfe erhoben. Die Befragung orientierte sich am MINT-Atlas der Körber-Stiftung.

Ziel des Wirtschafts- und Arbeitsministeriums ist es, die Transparenz über MINT-Aktivitäten zu erhöhen, die MINT-Akteure im Land noch besser zu vernetzen und eine landesweite Plattform zum Erfahrungsaustausch und zur Unterstützung zu schaffen. Die Landesinitiative und das landesweite MINT-Netzwerk sollen weiter ausgebaut und die regionalen MINT-Netzwerke stärker einbezogen und unterstützt werden.

Landesinitiative Frauen in MINT-Berufen

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