Schiene

Feierliche Grundsteinlegung für Bahnhof Merklingen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Die Illustration zeigt den fertigen Bahnhof Merklingen an der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm.
Grundsteinlegung für den Bahnhof Merklingen-Schwäbische Alb am 30. März 2019.

Der neue Bahnhof Merklingen verbindet die Laichinger Alb per Bahn mit Stuttgart und Ulm. Nach umfangreichen Vorbereitungsarbeiten an der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm ist jetzt der Grundstein für den neuen Bahnhof gelegt worden.

Verkehrsminister Winfried Hermann hat zusammen mit Vertretern der Deutschen Bahn, der ausführenden Bauunternehmen sowie kommunalen Mandatsträgern feierlich den Grundstein für den Bahnhof Merklingen, Schwäbische Alb gelegt. Nach den sichtbaren umfangreichen Arbeiten beim Erd- und Streckenbau seit 2017 für die Neubaustrecke Wendlingen-Ulm sowie im Bereich des neuen Bahnhofs können nun die Arbeiten am eigentlichen Bahnhof Merklingen beginnen.

Verkehrsminister Hermann zeigte sich erfreut über den Baufortschritt: „Der Bahnhof in Merklingen bringt die Menschen auf der Laichinger Alb näher an die Bahn. Er schafft attraktive Verbindungen in die Landeshauptstadt und nach Ulm sowie nach Oberschwaben. Es war richtig, dass wir uns erheblich dafür engagiert haben, den Bahnhof an der Neubaustrecke noch zu ergänzen. Ich danke allen, die bisher dazu beigetragen und dieses Projekt in so kurzer Zeit gestemmt haben. Ich bin zuversichtlich, dass der Bahnhof Merklingen, Schwäbische Alb auch Ende 2022 in Betrieb gehen kann.“

Keine 30 Minuten Fahrtzeit nach Stuttgart

Manfred Leger, Vorsitzender der Geschäftsführung der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH: „Der Bahnhof Merklingen kann als Paradebeispiel für die schnelle Entwicklung und Umsetzung von Infrastrukturprojekten dienen. Darauf können wir stolz sein. Der Bahnhof wird ein großartiges Angebot für viele Menschen im Einzugsgebiet: Nach Inbetriebnahme von Stuttgart 21 beträgt die Fahrtzeit zum Flughafen 20 Minuten, nach Stuttgart 27 Minuten und nach Ulm sogar nur elf Minuten. Merklingen und die Anrainergemeinden werden zu Vororten von Stuttgart und Ulm – das ist ein Riesengewinn an Attraktivität für diese Region und für die Schiene.“

Der Vorsitzende des Zweckverbands Region Schwäbische Alb, Bürgermeister Klaus Kaufmann, sieht große Chancen für die Region: „Nun ist es Wirklichkeit geworden, mit der Grundsteinlegung nimmt der Bahnhof sichtbare Form an. Unsere gesamte Region erhält dadurch eine hervorragende Verkehrsanbindung, die uns großartige Entwicklungschancen bietet. Diese gilt es nun zusammen mit der Bevölkerung zu gestalten. Unsere Anstrengungen auf dem nicht ganz einfachen Weg bis hierher haben sich wirklich gelohnt. Ich freue mich dann auf die Inbetriebnahme des Bahnhofs Ende 2022.“

Mit der Grundsteinlegung beginnt der Bau der beiden Treppen-/Aufzugstürme, der Fußgängerüberführung und der beiden Bahnsteige. Die technische Ausstattung erfolgt dann zeitversetzt im Hinblick auf die von der DB für Dezember 2022 geplanten Inbetriebnahme des Bahnhofs. Bereits im Zuge der Erbbaumaßnahmen wurde eine Webcam installiert, die der Öffentlichkeit kontinuierlich einen aktuellen Eindruck der Baumaßnahmen und des Baufortschritts vermittelt.

Der Bahnhof Merklingen, Schwäbische Alb

Das Land Baden-Württemberg, die Deutsche Bahn und der von den Kommunen auf der Laichinger Alb für dieses Projekt gegründete Zweckverband „Region Schwäbische Alb“ hatten am 2. Dezember 2016 den Bau des neuen Bahnhofs Merklingen-Schwäbische Alb an der künftigen Schnellbahntrasse von Stuttgart nach Ulm vertraglich vereinbart. Die umfangreichen Erd- und Streckenarbeiten hatten im Mai 2017 begonnen. Die neue Station liegt an der Neubaustrecke Wendlingen-Ulm und soll zusammen mit dieser in Betrieb gehen.

Es werden zwei zusätzliche Gleise mit 210 Meter langen Außenbahnsteigen errichtet, die barrierefrei erschlossen werden. Der Anschluss an die Straße erfolgt über eine Zufahrt von der Kreisstraße 7407 (Merklingen-Hohenstadt). Auf dieser Seite wird auch eine Park&Ride-Anlage sowie Infrastruktur für den Busverkehr und Bike&Ride entstehen. Diese Erschließung wird durch den Zweckverband Region Schwäbische Alb geplant und realisiert. Die Finanzierung des Gesamtprojekts erfolgt mit bis zu 40 Millionen Euro durch das Land sowie durch einen gemeinsamen Finanzierungsbeitrag der umliegenden Kommunen und des Alb-Donau-Kreises in Höhe von zusammen 13 Millionen Euro. 

Eine gesamtwirtschaftliche Bewertung unter Berücksichtigung regionalwirtschaftlicher Effekte hat erhebliche positive Impulse für die wirtschaftliche wie demographische Entwicklung dieser ländlichen Region auf der Schwäbischen Alb aufgezeigt. Grund dafür sind die enormen Fahrzeitverkürzungen. Vom Bahnhof Merklingen kommen die Fahrgäste künftig mit stündlich verkehrenden Regionalexpresszügen in gut 10 Minuten nach Ulm. Mit der von der DB für Ende 2025 geplanten Inbetriebnahme des neuen Bahnknotens Stuttgart 21 verkürzt sich die Fahrzeit auf circa 30 Minuten zum Stuttgarter Hauptbahnhof und in rund 20 Minuten zum Flughafen sowie zur Messe.

Weitere Meldungen

Blick in den Saal bei der Eröffnung des 11. Donausalons in der Landesvertretung Baden Württemberg durch Verkehrsminister Winfried Hermann
11. Donausalon

Wirtschaftliche Resilienz und stärkerer Zusammenhalt im Donauraum

Im Energiepark Mainz ist der verdichtete grüne Wasserstoff aus einem Elektrolyseur in Tanks gelagert.
Wasserstoff

Bundesweite Abfrage des Strom- und Wasserstoffbedarfs

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Wissenschaft

Land setzt sich für landeseigene Forschungsinstitute ein

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Innovation

Land fördert zukunftsweisende Chip-Technologien

Ein Produktionstechnologe in Ausbildung arbeitet an einem Simulator für die Bewegungseinheit eines Laser. (Foto: © dpa)
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Klimawandel

2025 deutlich zu warm und mit ausgeprägter Hitzephase

Eine Mitarbeiterin der Parasitologie der Universität Hohenheim zeigt in einem Labor eine Buntzecke.
Gesundheit

Start der Zecken-Saison

Portrait Annette Pehnt
Kunst

Annette Pehnt erhält Johann-Peter-Hebel-Preis 2026

Landtagsgebäude von Baden-Württemberg in Stuttgart.
Landtagswahl

Wahlaufruf der Landeswahlleiterin

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Landlicher Raum

Starke Perspektiven für den Ländlichen Raum

Eine Forscherin arbeitet im AI Research Buildung der Universität Tübingen, das zum „Cyber Valley“ gehört, an einem Code.
Wirtschaft

Strategieprozess stärkt Zukunft der Dienstleistungswirtschaft

Eine Fernwärme-Anlage im Keller eines Gebäudes.
Energieversorgung

Länder fordern entschlossenes Handeln für bezahlbare Energie

Wirtschaft

Hoffmeister-Kraut kritisiert Industrial Accelerator Act

Stuttgart, 03.03.2026: Staatssekretär Andre Baumann (zweiter von links) mit den Gründern des Ombudsverein Erdwärme e. V. (von links): Dr. Herbert Pohl (Geschäftsführer, Deutsche ErdWärme GmbH), Staatssekretär Dr. Andre Baumann, Dr. Horst Kreuter (Vulcan Energie Ressourcen GmbH), Andreas Mühlig (Leiter GE Erzeugung Betrieb EnBW Energie Baden-Württemberg AG), Dr. Hansjörg Roll (Mitglied des Vorstands, MVV Energie AG), Klaus Preiser (Geschäftsführung, badenova Wärmeplus GmbH & Co. KG), Jürgen Scheurer (Geschäftsführer, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.), Jörg Dürr-Pucher, (Vorsitzender, Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg e. V.)
Energiewende

Ombudsverein Erdwärme für schnelle Schlichtungen gegründet