Schienenverkehr

Debatte über Bahnstrecke Karlsruhe – Pforzheim – Mühlacker – Stuttgart

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Zugreisende (Foto: © dpa)

Das Verkehrsministerium und die Allianz Residenzbahn planen die Beseitigung der Langsamfahrstelle bei Kleinsteinbach zur Beschleunigung der Bahnstrecke Karlsruhe – Pforzheim – Mühlacker – Stuttgart. Ebenso besteht Einigkeit über die Forderung an die Deutsche Bahn, dass auch in Zukunft Fernverkehrszüge zwischen Karlsruhe und Stuttgart über Pforzheim fahren.

In der Debatte über die Beschleunigungsmaßnahmen der Bahnstrecke Karlsruhe – Pforzheim – Mühlacker – Stuttgart besteht zwischen dem Verkehrsministerium Baden-Württemberg und der Allianz Residenzbahn ebenso Einigkeit wie über die Forderung an die Deutsche Bahn, dass auch in Zukunft Fernverkehrszüge zwischen Karlsruhe und Stuttgart über Pforzheim fahren. Im Übrigen entspricht dies auch der Fernverkehrskonzeption „Neues Flächennetz“ der Deutschen Bahn, die im März 2015 vorgestellt wurde. Dies wurde bei einer Gesprächsrunde im Verkehrsministerium deutlich.

Beseitigung der Langsamfahrstelle bei Kleinsteinbach

Ministerialdirektor Dr. Uwe Lahl und die VertreterInnen der Allianz Residenzbahn haben sich dabei unter anderem über die Beseitigung der Langsamfahrstelle bei Kleinsteinbach ausgetauscht. Ziel der Allianz ist eine Beschleunigung der Strecke Karlsruhe – Pforzheim – Stuttgart mit einer Zielfahrzeit von circa 50 Minuten, damit die Anschlüsse in Stuttgart beziehungsweise Karlsruhe verlässlich erreicht werden können. Derzeit liegt die Fahrzeit bei 57 Minuten, in der Gegenrichtung bei 54 Minuten. Amtschef Dr. Uwe Lahl sagte: „Wir sind uns alle einig, dass die Beseitigung der Langsamfahrstelle in Kleinsteinbach den größten Nutzen bringt. Die entsprechenden Planungen der DB hierzu laufen.“

Ausbau der Residenzbahn

Des Weiteren plädierte die Allianz Residenzbahn für einen geschwindigkeitserhöhenden Ausbau der Residenzbahn als Fernverkehrsstrecke und Teil des transeuropäischen Eisenbahnnetzes. Dieses Vorhaben ist Aufgabe des Bundes. Das Verkehrsministerium und der Regionalverband Nordschwarzwald hatten jeweils den Ausbau der Strecke samt signal- und sicherheitstechnischer Erneuerung zum Bundesverkehrswegeplan 2030 angemeldet. Der Bund lehnte jedoch die Aufnahme dieser Maßnahme in der genannten Form ab. Die große Bedeutung der Schienenstrecke für die Region unterstrichen auch die beiden Abgeordneten Stefanie Seemann (Grüne) und Prof. Dr. Erik Schweickert (FDP): „Die Fernverkehrshalte in Pforzheim und Mühlacker müssen erhalten bleiben.“ Jürgen Kurz, Vorsitzender des Regionalverbands Nordschwarzwald, freute sich über die Rückendeckung des Landes und skizzierte den weiteren Fahrplan: „Die Allianz Residenzbahn wird mit den heutigen Ergebnissen im Bundesverkehrsministerium vorstellig werden.“ Die Allianz setzt dabei auf die gesetzlich vorgesehene Überprüfung des Bedarfsplans alle fünf Jahre und wird ihr Anliegen auf diesem Weg einbringen. Hierfür wurde der Allianz die Unterstützung des Landes zugesagt.

Weitere Meldungen

Elektrischer Zug in schwarz-gelbem Design fährt durch eine grüne Landschaft.
Öffentlicher Nahverkehr

SWEG fährt künftig auch am Hochrhein

Ein Ingenieur der Porsche AG vermisst für die Digitalisierung einen Panamera (Bild: © dpa).
Automobilwirtschaft

Wirtschaftsministerin lädt zu Spitzengespräch ein

Staatssekretär Raimund Haser steht vor seinem Fahrrad mit einem Fahrradhelm auf dem Kopf und hält ein Handy in die Kamera.
Radverkehr

RadMelder startet auf der Landesgartenschau

Ein Mitarbeiter einer Straßenschilderfirma befestigt in Freiburg ein Verkehrsschild, das auf eine Umweltzone in der Innenstadt hinweist (Bild: dpa).
Digitalisierung

Baden-Württemberg startet digitales Verkehrszeichenkataster

A 6 über das Kochertal. Quelle: Regionalverband Heilbronn-Franken
Mobilitätspakt

Verkehrsmanagement in der Region Heilbronn-Neckarsulm

Eine Straße führt unter einer Brücke durch
Stadtentwicklung

Grundstein für lebenswerte Ortsmitte in Eislingen gelegt

Futuristisches Fahrzeugkonzept U-Shift (Bild: DLR (CC-BY 3.0))
Zukunftstechnologien

Förderprojekt U-Shift denkt Mobilität neu

Zwei Radfahrer:innen fahren einen Weg an einem Fluss entlang.
Radverkehr

Baden-Württemberg stärkt seine Position im Radtourismus

Ein fahrender Regionalzug
Schienenverkehr

Erneut deutsch-französische Sommeraktion für junge Menschen

Straßenmeisterei Geislingen
Straßenverkehr

Übergabe des Neubaus der Straßenmeisterei Geislingen

Anzeigetafel mit Abfahrtszeiten von Zügen an einem Bahnhof.
Nahverkehr

Neuer Fahrplan für Bus und Bahn

Regiobahn fährt auf Schienen durch eine grüne Landschaft.
Schienenverkehr

18 Millionen Euro für sichere Schieneninfrastruktur

Ein selbstfahrendes Auto des Forschungszentrumes Informatik fährt während der Eröffnung des "Testfelds Autonomes Fahren" in Karlsruhe mit zwei Entwicklern autonom im Straßenverkehr. (Foto: © dpa)
Autonomes Fahren

Land gestaltet Europas Testfelder für autonomes Fahren mit

Straßenbaustelle an der B31 im Schwarzwald (Bild: © dpa).
Verkehr

Bundesstraße 29 zwischen Urbach und Lorch saniert

Ein fahrendes schwarzes Auto mit gelber Aufschrift "Deine Mutter fährt nicht betrunken" und Team Vision Zero.
Verkehrssicherheit

Mehr Unfälle rund um die Feiertage