Auszeichnung

Bundesverdienstmedaille für Peter Heiden

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Bundesverdienstkreuz (Foto: © dpa)
Symbolbild

Für seine großen Verdienste um das kulturelle Erbe und die Förderung der Region am sogenannten „Heidengraben“ hat Peter Heiden die Bundesverdienstmedaille erhalten.

Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges hat am 21. Juni 2022 Herrn Peter Heiden im Rahmen einer Feierstunde in Erkenbrechtsweiler die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreicht. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hatte die Auszeichnung Peter Heiden für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement für das Gemeinwesen als Vorsitzender des Vereins FAKT-Förderverein für Archäologie, Kultur und Tourismus verliehen. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die Geschichte und die damit verbundenen Traditionen vor allem in den Bereichen Archäologie und Kulturgeschichte, aber auch im kulturellen Leben allgemein und in puncto Natur und Tourismus in der Region am „Heidengraben“ zu erhalten, zu dokumentieren und zu erforschen.

Große Verdienste um kulturelles Erbe am „Heidengraben“

Justizministerin Marion Gentges sagte: „Herr Heiden hat sich große Verdienste um die Inwertsetzung des kulturellen Erbes und der Förderung der Region am sogenannten „Heidengraben“ erworben. Durch sein überragendes ehrenamtliches Engagement wird die Geschichte rund um den Heidengraben greifbar und erlebbar.“

Zwei Leuchtturmprojekte für sein persönliches Engagement und das Wirken von FAKT seien das im November 2013 durchgeführte Kolloquium, das sich Denkmälern als regelrechten Standortfaktoren widmete, sowie der Einsatz für die denkmalpflegerische Betreuung des Heidengrabens. So sei im Jahr 2016 bereits zum 8. Mal das „Archäologie-Forum Heidengraben“ unter der Leitung von Peter Heiden organisiert und durchgeführt worden, an dem national und international anerkannte Archäologen teilnahmen, um künftige Maßnahmen und Aktivitäten in der hiesigen Region zu koordinieren. Darüber hinaus beteilige sich der Verein auf Initiative von Peter Heiden organisatorisch wie finanziell an der Durchführung von archäologischen Lehrgrabungen der Universität Tübingen und der geophysikalischen Erkundung des Heidengrabens, so Justizministerin Marion Gentges.

Auch in puncto Jugendförderung sei Herr Heiden sehr aktiv. 2011 habe er die „Kinderuni am Heidengraben“ ins Leben gerufen und bis heute betreut. Die Kinderuni hat das Ziel, Kindern im ländlichen Raum ergänzende Bildung zur Schule zu vermitteln. Professoren der Uni Tübingen und der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen halten altersgerechte Vorträge und ermöglichen es den Kindern, sich wie „richtige“ Studenten in ein Semester einzuschreiben; an den einzelnen Vorlesungen nehmen bis zu 2050 Kinder ab acht Jahren teil. Unabhängig von FAKT bringe Herr Heiden sich seit den 90er-Jahren auch mit eigenen Programmpunkten beim Kinderferien- sowie Seniorenprogramm in Erkenbrechtsweiler ein. Die zahlreichen, vielfältigen und ausgesprochen gehaltvollen Aktivitäten von FAKT wären ohne den langjährigen und aufopferungsvollen Einsatz von Peter Heiden so nicht vorstellbar gewesen, so Justizministerin Gentges.

Zur Person

Peter Heiden wurde am 23. März 1944 in Wolfach im Ortenaukreis geboren. Der verheiratete, vierfache Familienvater ist gelernter Elektriker und seit Ende der 70-er Jahre als selbständiger Unternehmer in Erkenbrechtsweiler tätig. Seit Vereinsgründung des Vereins FAKT-Förderverein für Archäologie, Kultur und Tourismus im Jahr 2009 leitet Herr Heiden diesen als Vorsitzender in Erkenbrechtsweiler. Mittlerweile zählt der Verein mehr als 100 Mitglieder.

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