Menschen mit Behinderungen

Bauernhaus-Museum Wolfegg auf dem Weg zur Inklusion

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Simone Fischer im Gespräch mit Manfred Klawitter vor einem Tastmodell sowie weitere Teilnehmende des Rundgangs teils mit Sichtbrillen, die eine Sehbehinderung simulieren, auf dem Gelände des Bauernhaus-Museums Wolfegg
Simone Fischer mit Manfred Klawitter vor einem Tastmodell auf dem Gelände des Bauernhaus-Museums Wolfegg.

Landes-Behindertenbeauftragte Simone Fischer hat das Bauernhaus-Museum Wolfegg besucht und sich über die Fortschritte der inklusiven Weiterentwicklung des Museums informiert.

Auf Einladung von Petra Krebs besuchte die Landes-Behindertenbeauftragte Simone Fischer die wunderschöne Region um Wangen im Allgäu. Im Bauernhaus-Museum Wolfegg berichteten Museumsleiterin Dr. Tanja Kreuzer und Anja Kahle, Kulturdezernentin beim Landkreis Ravensburg, darüber, wie sie sich auf den Weg machen, das Gelände, die historischen Gebäude und die Inhalte für Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen besser zu erschließen. Ein eigens eingerichteter Arbeitskreis (AK) Inklusion unterstützt das Museum und beteiligt sich bei der inklusiven Weiterentwicklung. Im neu aufgebauten Hof Beck wird der Alltag einer Bauernfamilie um 1900 lebendig. Die Ausstellung bietet einen schwellenlosen Rundgang im gesamten Erdgeschoss. Alle Texte gibt es als Audio, in Deutscher Gebärdensprache und in Leichter Sprache. Zahlreiche Stationen zum Anhören, Anfassen und Ausprobieren sprechen unterschiedliche Sinne an. 

Die „Fühlkuh“ macht die Vergangenheit greifbar

Tastmodelle, dreidimensionale Schnitzfiguren der ehemaligen Bauernfamilie des Hofes sowie eine „Fühlkuh“ und ein Geländeplan machen die Ausstellung „greifbar“ und zu einem haptischen Erlebnis. Über einen Aufzug lassen sich im Anbau des Hof Beck drei museumspädagogische Räume, ein weiterer Ausstellungsraum sowie die WCs im Untergeschoss barrierefrei erreichen. Die Mediaguides mit allen Ausstellungstexten in Deutscher Gebärdensprache stehen als Leihgeräte an der Museumskasse zur Verfügung.

Simone Fischer: „Das Bauernhaus-Museum ist ein wirkliches Erlebnis und ein kultureller Schatz in unserem schönen Baden-Württemberg. Es ist ein wunderbares Beispiel, wie Geschichte, Inklusion und Beteiligung nach und nach zusammen kommen. Vielen Dank an Tanja Kreutzer mit ihrem Team, Anja Kahle sowie den Mitgliedern des AK Inklusion Klaus Peters und Manfred Klawitter sowie Sabrina Kupka, Beauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen beim Landratsamt Ravensburg, für die wichtige Arbeit und das große Engagement.“

Den Rundgang begleiteten außerdem Madlien Wiedermann (Inklusionsbeauftragte Stadt Wangen), Kerstin Rupp (Sprecherin des Behindertenrats Stadt Leutkirch), Hannelore Sieg (Beauftragte der Stadt Isny) und Fabian Haussecker (Geschäftsstellenleiter der Landes-Beauftragten).

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