Straßenbau

Länder suchen Möglichkeit für Rheinquerung

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Belagsarbeiten an einer Straßenbaustelle (Bild: © dpa).

Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wollen das Planfeststellungsverfahren für eine zweite Rheinbrücke bei Karlsruhe abschließen und zugleich eine sinnvolle Weiterführung des Verkehrs über eine Querspange zu der in Nord-Süd-Richtung verlaufenden B 36 ermöglichen.

Der Amtschef des Verkehrsministeriums Baden-Württemberg, Dr. Uwe Lahl, und der Staatssekretär beim Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz, Andy Becht, haben den Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur, Rainer Bomba, um Zustimmung dafür gebeten. Dies teilten beide Ministerien mit. Die Planfeststellung für die beiden Teilprojekte der Rheinquerung ist Ende März 2011 bei den zuständigen Planfeststellungsbehörden in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz beantragt worden. Ziel damals war, einen zeitgleichen Abschluss der Verfahren und gemeinsam das Baurecht für die Rheinquerung zwischen der B 9 in Rheinland-Pfalz und der B 10 in Baden-Württemberg zu erreichen.

Das Genehmigungsverfahren in Rheinland-Pfalz kann voraussichtlich Anfang 2017 abgeschlossen werden. Auf baden-württembergischer Seite sind Verzögerungen durch eine im Verfahren notwendig gewordene Untersuchung der Verbesserung der Leistungsfähigkeit auf der Bestandsachse eingetreten. Diese Untersuchung wurde zwischenzeitlich mit negativem Ergebnis abgeschlossen. Aktuell prüft die Straßenbauverwaltung Baden-Württemberg die verkehrliche Wirkung einer Querspange von der Zweiten Rheinbrücke zur B 36, die eine Entlastung für Knielingen und Teile der B 10 und der B 36 bewirken soll. Das Planfeststellungsverfahren für diese Querspange und den Anschluss an die Trasse der neuen Rheinquerung soll nach dem Vorschlag der beiden Länder getrennt von den laufenden Verfahren beantragt werden.

„Mit diesem zweistufigen Vorgehen können wir den angestrebten zeitgleichen Abschluss der in beiden Ländern laufenden Planfeststellungsverfahren noch erreichen und die Ergebnisse der jahrelangen Planungen und Abstimmungen sichern“, erklärten die Amtschefs der beiden Ressorts, Lahl und Becht.

Die dem Staatssekretär Bomba vorgeschlagene zweistufige Vorgehensweise ermöglicht einen frühzeitigen Beginn der für den Bau der Rheinquerung erforderlichen vorbereitenden naturschutzfachlichen Maßnahmen. Außerdem kann vor dem Baubeginn der Anschluss der Querspange zur B 36 an die Trasse der neuen Rheinquerung festgelegt werden. „Damit schaffen wir die Voraussetzungen für die dringend erforderliche Verbesserung der Leistungsfähigkeit der Rheinquerung in der Metropolregion Karlsruhe“, unterstrichen Uwe Lahl und Andy Becht. Amtschef Lahl ergänzte: „Die früheren Pläne einer Nordtangente zur Umfahrung Karlsruhes sind damit vom Tisch und die Südtangente wird entlastet werden.“

Quelle:

Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg und Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz

Weitere Meldungen

Elektrischer Zug in schwarz-gelbem Design fährt durch eine grüne Landschaft.
Öffentlicher Nahverkehr

SWEG fährt künftig auch am Hochrhein

Ein Ingenieur der Porsche AG vermisst für die Digitalisierung einen Panamera (Bild: © dpa).
Automobilwirtschaft

Wirtschaftsministerin lädt zu Spitzengespräch ein

Staatssekretär Raimund Haser steht vor seinem Fahrrad mit einem Fahrradhelm auf dem Kopf und hält ein Handy in die Kamera.
Radverkehr

RadMelder startet auf der Landesgartenschau

Ein Mitarbeiter einer Straßenschilderfirma befestigt in Freiburg ein Verkehrsschild, das auf eine Umweltzone in der Innenstadt hinweist (Bild: dpa).
Digitalisierung

Baden-Württemberg startet digitales Verkehrszeichenkataster

A 6 über das Kochertal. Quelle: Regionalverband Heilbronn-Franken
Mobilitätspakt

Verkehrsmanagement in der Region Heilbronn-Neckarsulm

Eine Straße führt unter einer Brücke durch
Stadtentwicklung

Grundstein für lebenswerte Ortsmitte in Eislingen gelegt

Futuristisches Fahrzeugkonzept U-Shift (Bild: DLR (CC-BY 3.0))
Zukunftstechnologien

Förderprojekt U-Shift denkt Mobilität neu

Zwei Radfahrer:innen fahren einen Weg an einem Fluss entlang.
Radverkehr

Baden-Württemberg stärkt seine Position im Radtourismus

Ein fahrender Regionalzug
Schienenverkehr

Erneut deutsch-französische Sommeraktion für junge Menschen

Straßenmeisterei Geislingen
Straßenverkehr

Übergabe des Neubaus der Straßenmeisterei Geislingen

Anzeigetafel mit Abfahrtszeiten von Zügen an einem Bahnhof.
Nahverkehr

Neuer Fahrplan für Bus und Bahn

Regiobahn fährt auf Schienen durch eine grüne Landschaft.
Schienenverkehr

18 Millionen Euro für sichere Schieneninfrastruktur

Ein selbstfahrendes Auto des Forschungszentrumes Informatik fährt während der Eröffnung des "Testfelds Autonomes Fahren" in Karlsruhe mit zwei Entwicklern autonom im Straßenverkehr. (Foto: © dpa)
Autonomes Fahren

Land gestaltet Europas Testfelder für autonomes Fahren mit

Straßenbaustelle an der B31 im Schwarzwald (Bild: © dpa).
Verkehr

Bundesstraße 29 zwischen Urbach und Lorch saniert

Ein fahrendes schwarzes Auto mit gelber Aufschrift "Deine Mutter fährt nicht betrunken" und Team Vision Zero.
Verkehrssicherheit

Mehr Unfälle rund um die Feiertage