Forst

Zitterpappel bereichert Wald und Bioökonomie

Zum Tag des Baumes am 25. April 2026 betont Minister Peter Hauk die zentrale Rolle der Zitterpappel als „Wegbereiterin“ für klimaresiliente Wälder und nachhaltige Bioökonomie.

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Zitterpappel

„Der Tag des Baumes erinnert uns daran, dass der Wald unser wichtigster Verbündeter im Klimawandel ist. Die Zitterpappel, Baum des Jahres 2026, übernimmt dabei eine wichtige Rolle als ‚Wegbereiterin‘ auf unseren Wiederbewaldungsflächen. Nach den Schadereignissen der letzten Jahre zeigt sich die Zitterpappel als äußerst resilient. Sie besiedelt kahl gefallene Waldflächen in Rekordzeit, schützt den Boden vor Austrocknung, bietet Lebensraum für viele Arten und bereitet den Weg für klimafitte Laubmischwälder“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, anlässlich des internationalen Tags des Baumes am 25. April.

Innovationsmotor Bioökonomie: Laubholz als Rohstoff der Zukunft

Baden-Württemberg verfolgt mit der Landesstrategie Nachhaltige Bioökonomie konsequent das Ziel, den Einsatz fossiler Ressourcen zu reduzieren und eine klimaneutrale, ressourcenschonende Kreislaufwirtschaft zu etablieren. Der Rohstoff Holz – und zunehmend auch Laubholz wie die Zitterpappel – bildet dabei eine wichtige Säule für neuartige Wertschöpfungsketten, deren Potenziale weit über die klassische Nutzung hinausgehen.

„Mit dem Technikum Laubholz (TLH) in Göppingen betreibt Baden-Württemberg eine außeruniversitäre Einrichtung der Spitzenforschung, die Erkenntnisse der Grundlagenforschung beschleunigt, zur Industriereife führt und damit Maßstäbe für die Zukunft der Holzverwendung setzt“, erklärte Minister Hauk. „Wir erforschen intensiv, wie sich die Fasern des Laubholzes – so auch die der schnellwachsenden Zitterpappel – für die Herstellung von Hochleistungswerkstoffen nutzen lassen. Das Spektrum reicht von neuartigen Textilfasern bis hin zu biobasierten Carbonfasern für den Leichtbau. Damit ersetzen wir fossilbasierte Kunststoffe, erhöhen die regionale Wertschöpfung und leisten einen wichtigen Beitrag zum Erreichen unserer Klimaschutzziele“.

Holzbau-Offensive: Bauen mit dem Wald von morgen

Auch im Bauwesen bietet die Zitterpappel neue Chancen. Im Zuge der Holzbau-Offensive Baden-Württemberg setzt das Land einen Schwerpunkt zum stärkeren Einsatz von Laubholz im konstruktiven Bereich. Der Einsatz von Pappelholz in diesem Bereich wird derzeit in einem Forschungsprojekt der Hochschulen Rottenburg und Biberach untersucht. Erste Ergebnisse zeigen die technische Machbarkeit neuer Anwendungen. „Die Zitterpappel ist leicht, stabil und gut zu verarbeiten. Der verstärkte Einsatz von Laubholz im Bauwesen trägt dazu bei, die Rohstoffbasis zu verbreitern und neue Nutzungspfade im Holzsektor zu erschließen. Dies stärkt die Anpassungsfähigkeit des Waldumbaus hin zu klimaresilienten Mischwäldern“, betonte Minister Hauk.

Ein starkes Signal für den Ländlichen Raum

Abschließend unterstrich Minister Hauk, dass die Förderung der Zitterpappel auch eine Stärkung der regionalen Wertschöpfungsketten bedeute. „Die Kaskadennutzung – vom ökologischen Schutzwald über den hochwertigen Holzbau bis hin zur stofflichen Verwertung in der Bioökonomie – sichert Arbeitsplätze im Ländlichen Raum und macht Baden-Württemberg zum Leitbild für eine klimaneutrale Wirtschaft“, sagte Minister Hauk.

Tag des Baumes

Der Tag des Baumes wird in Deutschland seit 1952 begangen. Die Zitterpappel (auch Espe genannt) zeichnet sich durch ihr schnelles Wachstum und ihre Fähigkeit aus, CO₂ effizient zu binden. In Baden-Württemberg ist sie ein zentraler Bestandteil der Strategie zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel.

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