Frau und Beruf

Zehn Jahre Mentorinnen-Programm für Migrantinnen

Das Mentorinnen-Programm für Migrantinnen startet in die zehnte Runde. Das Programm fördert die Chancengleichheit von Frauen mit Migrationsgeschichte und von geflüchteten Frauen auf dem Arbeitsmarkt.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Podiumsgespräch im Haus der Wirtschaft in Stuttgart
Auftaktveranstaltung im Haus der Wirtschaft in Stuttgart

Mit einer großen Auftaktveranstaltung startete das Mentorinnen-Programm für Migrantinnen am 14. März 2026 zum zehnten Mal. Rund 200 Teilnehmerinnen kamen zum Auftakt in die Jubiläumsrunde in das  Haus der Wirtschaft in Stuttgart. Mit dem landesweiten Angebot fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus gezielt die Chancengleichheit von Frauen mit Migrationsgeschichte sowie geflüchteten Frauen auf dem Arbeitsmarkt. Durchgeführt wird das Programm von den Kontaktstellen Frau und Beruf Baden-Württemberg.

Leuchtturmprojekt in Baden‑Württemberg

„Das Mentorinnen‑Programm für Migrantinnen ist ein Leuchtturmprojekt in Baden‑Württemberg. Die Erfahrungen und unterschiedlichen Perspektiven, die unsere Teilnehmerinnen mitbringen, sind eine große Bereicherung für unsere Gesellschaft und unsere Wirtschaft. Wie wichtig das Programm ist, zeigt allein die Tatsache, dass wir mit 105 Tandems in den zehnten Durchlauf starten werden. Ich freue mich über so viele interessierte und motivierte Frauen“, sagte Dr. Nicole Hoffmeister‑Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, zum diesjährigen Programmstart.

Seit Beginn des Programms im Jahr 2017 haben rund 700 Tandems erfolgreich daran teilgenommen. Die Teilnehmerinnen stammen aus über 30 Ländern weltweit.

Mentorinnen-Programm hebt wertvolle Potenziale für den Arbeitsmarkt

„Ein Blick auf die Erwerbsbeteiligungsquote macht die Notwendigkeit des Mentorinnen-Programms deutlich. Frauen mit Migrationsgeschichte sind in Baden‑Württemberg mit rund 67 Prozent deutlich seltener erwerbstätig als Frauen ohne Migrationserfahrung und Migrationshintergrund. Hier liegt noch viel wertvolles Potenzial für den Arbeitsmarkt verborgen, das wir dringend brauchen“, so Hoffmeister-Kraut.

Das Programm unterstützt die Teilnehmerinnen dabei, ihre Kompetenzen sichtbar zu machen, um schließlich erfolgreich in den Arbeitsmarkt einzusteigen. Sie erhalten gezielte Beratung und Begleitung, erweitern ihr Wissen über Arbeits‑ und Berufsmöglichkeiten, schärfen ihr berufliches Profil und knüpfen wichtige Kontakte zu Arbeitgebern sowie zu arbeitsmarktrelevanten Netzwerken.

Mentorinnen-Programm für Migrantinnen

Die Teilnehmerinnen des Mentorinnen-Programms (Mentees) werden von ehrenamtlichen Mentorinnen für sechs bis acht Monate bei ihrer beruflichen Entwicklung und ihrer Karriereplanung begleitet. Gemeinsam bilden die Mentees und die Mentorinnen ein sogenanntes Tandem. Die Mentorinnen sind beruflich erfolgreiche Frauen, die häufig selbst einen Migrationshintergrund haben. Bei der Zusammenarbeit geht es um konkrete Fragestellungen zu Bewerbungsunterlagen, Vorstellungsgesprächen, den Kontakt zu Arbeitgebern und arbeitsmarktrelevanten Netzwerken, aber auch um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

In den vergangenen Jahren konnte ein Großteil der Mentees einen Arbeitsplatz, eine Ausbildung oder ein Praktikum finden oder sich weiterqualifizieren. Viele Mentees haben neben dem Mentorinnen-Programm auch weitere Angebote der Kontaktstellen Frau und Beruf wie Workshops zur beruflichen Entwicklung genutzt, die allen Frauen offenstehen.

Zum Jubiläumsdurchgang erhält die Digitale Plattform Frau und Beruf Baden-Württemberg eine DeepL-Übersetzungsfunktion für 16 Sprachen. DeepL soll den Teilnehmerinnen den Zugang zu spezifischen Fachinformationen auf der Plattform erleichtern. Die ausgewählten Sprachen orientieren sich an den kulturellen Sprachräumen der Mentees. Die Voraussetzung für die Teilnahme am Mentoringprogramm sind deutsche Sprachkenntnisse der EU-Sprachenkompetenzstufe B1 für Fortgeschrittene. Für Fachtexte wäre jedoch bereits C1 (Fachkundige Sprachkenntnisse) oder gar C2 (annähernd muttersprachliche Kenntnisse) erforderlich. DeepL wird dazu beitragen, etwaige fachliche Sprachhürden zu nehmen. 

Weitere Meldungen

von links nach rechts: Steffen Jäger, Präsident des Gemeindetages Baden-Württemberg, stellvertretender Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl, Landrat Dr. Achim Brötel, Präsident des Landkreistags Baden-Württemberg, Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, Präsident des Städtetages Baden-Württemberg
Digitalisierung

Schnellere Digitalisierung der Verwaltung

Grafik Baulicher Holzschutz
Bauökologie

Abendvorlesung zum baulichen Holzschutz

Eltern sitzen mit ihren beiden Kindern im Wohnzimmer (Bild: © dpa).
Familie

Ideenwettbewerb für Familienleben gestartet

Ostplatz in Heidenheim
Städtebauförderung

Ausschreibung für Landes-SIQ startet

Straßenverkehr in Stuttgart
Bundesrat

Gegen erneute Verbote für Automobilbranche

Ein Rettungshubschrauber vom Typ H145 der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF)
Rettungsdienst

Ravensburg wird Luftrettungsstandort

Studenten sitzen in einem Hörsaal.
Hochschulen

Drei Exzellenzuniversitäten in Baden-Württemberg

Start-up BW Local - Symbolbild
Start-up BW

Jetzt als gründungsfreundliche Kommune bewerben

Ein Mann programmiert einen Roboterarm, der in einer Produktionslinie einer Smart Factory eingebaut ist.
Innovation

Baden-Württemberg bleibt Patent-Spitzenreiter

Landtagsgebäude von Baden-Württemberg in Stuttgart.
Landtagswahl

Vorläufiges amtliches Ergebnis der Landtagswahl 2026

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Bundesrat

Land setzt sich für landeseigene Forschungsinstitute ein

Bundesrat
Bundesrat

Strobl setzt sich für Schutz der Kritischen Infrastruktur ein

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Innovation

Land fördert zukunftsweisende Chip-Technologien

Ein Produktionstechnologe in Ausbildung arbeitet an einem Simulator für die Bewegungseinheit eines Laser. (Foto: © dpa)
Wirtschaftsstandort

Erweiterung der Hensoldt Optronics GmbH in Aalen

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Klimawandel

2025 deutlich zu warm und mit ausgeprägter Hitzephase