Bürokratieabbau

Weniger Bürokratie, modernere Verwaltung

Berechne Lesezeit
  • Teilen
ein Junger Mann sitzt an einem Laptop am Schreibtisch beim Lernen.

Der neue Koalitionsvertrag gibt der neuen Landesregierung ein umfangreiches Programm zum weiteren Bürokratieabbau und zur Modernisierung der Verwaltung auf. Ziel ist es, auch in den kommenden fünf Jahren Bürgerschaft und Wirtschaft weiter von unnötiger Bürokratie zu entlasten.

Am 9. Mai 2021 haben die Regierungsparteien den Koalitionsvertrag für die neue Legislaturperiode unterzeichnet. Mit diesem Vertrag haben sie sich auch in Sachen Bürokratieabbau und Verwaltungsmodernisierung hohe Ziele gesetzt. Der Landesregierung wurde eine Vielzahl neuer Aufträge und Schwerpunkte mitgegeben. Den bereits eingeschlagenen Weg werden wir mit Nachdruck weitergehen.

Großprojekt moderne Verwaltung 

Unsere Verwaltung soll moderner werden. Das ist uns ein Kernanliegen. Eine moderne Verwaltung ist vor allem bürgerfreundlich und flexibel. Verfahren sollen zügig erledigt werden. Auf den ersten Blick soll klar sein, wer verantwortlich ist. Mitarbeitende sollen Freude am Entscheiden haben. Sie sollen möglichst schnell und flexibel handeln. Gleichzeitig sollen Entscheidungen der Verwaltung auch verständlich und durchschaubar sein. Wir wollen alle Informationen von öffentlichem Interesse für alle als Open Data zur Verfügung stellen. 
 
Eine solche Modernisierung gelingt am besten Hand in Hand. Deshalb vernetzen wir verschiedene Politikfelder. Auch die Kommunen beziehen wir aktiv mit ein. In diesem Prozess wollen wir auch externen Sachverstand und die Unterstützung des Innolab_bw nutzen. Gemeinsam wollen wir neue Wege für ein agiles und innovatives Arbeiten entwickeln. Dazu wollen wir auch die Künstliche Intelligenz nutzen. Dash-Boards mit aktuellen Daten und Informationen werden uns dabei unterstützen, Entscheidungen an tatsächlichen Entwicklungen entlang zu treffen. 

Ein Masterplan für digitalen Wandel 

Bürokratische Hürden sollen so weit wie möglich der Vergangenheit angehören. Dabei setzen wir vor allem auf digitale Chancen: Es gibt zahllose Wege zu weniger „Papierkram“ und weniger Vor-Ort-Pflichten. Das gibt allen mehr Flexibilität. 
 
Wir werden einen gemeinsamen Masterplan für die gesamte Landesverwaltung entwickeln. Er soll viele Wege der Entlastung bündeln. Bis zum Ende der Legislaturperiode wollen wir Wirtschaft, Bürgerinnen und Bürger sowie Verwaltung um 200 bis 500 Millionen Euro entlasten. 

Schwerpunkt Digitalisierung in Gesetzgebung und Verfahren

Wer ein neues Gesetz schreibt, soll von Anfang an die digitale Umsetzung mitdenken. Ein „Digital-TÜV“ soll das garantieren. Wer neue Verwaltungsverfahren einführt, soll grundsätzlich eine digitale Durchführung vorsehen. Ist doch ein Papierverfahren notwendig, so soll das begründet werden. Bestehende Verwaltungsverfahren werden einer Prüfung unterzogen: Was hindert die digitale Durchführung? Kann das behoben werden? Auch die Verkündung neuer Regeln soll zukünftig digital erfolgen. 

So wollen wir unser Ziel erreichen: Komplett digitale und sichere Verwaltungsleistungen im ganzen Land. Dafür bauen wir auch das Serviceportal Baden-Württemberg immer weiter aus. 

Automatische Prozesse 

Manche Entscheidungen sind vorgegeben: Wer einen Ausweis beantragt, bekommt ihn. Wer ein Kind bekommt, bekommt auch Kindergeld. Wer eine Steuernummer beantragt, erhält sie. In diesen Fällen können Vorgänge automatisch ablaufen. Damit entlasten wir die Verwaltung. 

Once Only, E-Akte und Offline-Belege

Einige konkrete Projekte sind bereits angelaufen. Wir werden sie weiter verfolgen. Manche Informationen müssen den Behörden immer aufs Neue vorgelegt werden. Zum Beispiel die Geburtsurkunde. Wir wollen dafür sorgen, dass man diese Informationen so weit wie möglich nur noch einmal einreichen muss (once only-Prinzip). Wenn alle einverstanden sind, können Behörden dann auf vorhandenes Wissen zurückgreifen. 

Wir werden die Einführung der E-Akte weiter zügig voranbringen. So sorgen wir für ein weitgehend digitales, vernetztes und schnelles Arbeiten. Kassenverfahren und Haushaltsmanagement sollen digital abgewickelt werden. Offline-Belege sollen der Vergangenheit angehören.  

Entlastung des Rechts 

In den bestehenden Gesetzen und Vorschriften gibt es viele bürokratische Regeln. Nicht alle sind noch zeitgemäß. Deshalb überprüfen wir unsere Vorschriften und streichen vermeidbare Hürden. Dafür schnüren wir zielgerichtete thematische Maßnahmenpakete. Dazu gehört zum Beispiel das weite Feld der Förderverfahren. 

Themenseite Bürokratieabbau

Aktuelle Meldungen zum Bürokratieabbau

Quelle:

/red

Weitere Meldungen

Ein Mitarbeiter der Porsche AG montiert im Porsche-Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen einen Porsche 718 Cayman.
Automobilwirtschaft

Zehn Punkte für einen starken Automobilstandort

Menschen sitzen an einem Laptop. Eine Person zeigt mit dem Finger auf den Bildschirm.
Verwaltung

Neuer Generalsekretär der Führungsakademie

Studierende sitzen in einem Hörsaal.
Hochschulen

„Zukunftsprogramm Hochschule 2030“ stärkt Innovation

Eröffnung Technologiezentrum Bundesakademie Deutsches Bäckerhandwerk
Handwerk

Akademie des Deutschen Bäckerhandwerks modernisiert

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Leichte Entspannung am Arbeitsmarkt

Finanzamt
Finanzämter

Strukturreform der Steuerverwaltung

Logo
Gründungsförderung

Start-up BW Pre-Seed nimmt weitere Unternehmen auf

Ein Mädchen watet durch die überschwemmte Innenstadt von Veringenstadt.
Gesellschaft

Pilotkommunen erproben verbesserte Zusammenarbeit im Krisenfall

Neubau der Kindertagesstätte Wilhelm-Enßle-Straße
Städtebauförderung

Ortsmitte in Geradstetten erfolgreich saniert

Euro-Banknoten
Steuerschätzung

Mehr Steuereinnahmen, aber kein zusätzlicher Spielraum

Im alten Fabrikensemble der Eisenlohr’schen Werke in Dettingen an der Erms sind mit Hilfe der Städtebauförderung 67 neue Wohnungen entstanden.
Städtebauförderung

Ortskern in Dettingen an der Erms modernisiert

Das Bild zeigt den neuen Dienststellenleiter der LVT BW Peter Siller frontal im Porträt.
Landesvertretung

Peter Siller neuer Dienststellenleiter der Landesvertretung beim Bund

Portraitbild vom neuen Leiter des Finanzamts Stuttgart-Körperschaften Götz Kriegel
Finanzverwaltung

Neuer Leiter des Finanzamts Stuttgart-Körperschaften

Zulieferertag 2026
Automobilwirtschaft

Wie Automobilzulieferer wettbewerbsfähig bleiben wollen

Ein Windrad dreht sich bei Herbolzheim vor einem Strommast.
Energieversorgung

Task Force soll Ausbau des Stromnetzes beschleunigen