Internationale Zusammenarbeit

Baden-Württemberg stärkt Partnerschaft mit dem Nordirak

Baden-Württemberg setzt sein Engagement im Nordirak fort. Die Landesregierung will Perspektiven schaffen und die Folgen von Gewalt und Vertreibung lindern.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Staatssekretär Florian Haßler empfangen den Gouverneur der Provinz Dohuk, Prof. Dr. Ali Tatar, in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Staatssekretär Florian Haßler empfangen den Gouverneur der Provinz Dohuk, Prof. Dr. Ali Tatar, in der Villa Reitzenstein in Stuttgart

Baden-Württemberg setzt sein Engagement im Nordirak fort und plant bei der Akteurskonferenz am 25. November 2025 im Neuen Schloss in Stuttgart konkrete Schritte für 2026. Ziel ist, die Regionen Dohuk und Sinjar zu stabilisieren, die Lebenssituation der Menschen zu verbessern und die ezidische Gemeinschaft weiter zu unterstützen.

„Die Menschen im Nordirak brauchen Verlässlichkeit. Dazu leisten wir unseren Beitrag“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann zum Auftakt der Akteurskonferenz. Die Landesregierung wolle Perspektiven schaffen und die Folgen von Gewalt und Vertreibung lindern.

Konkrete Schritte für 2026

Die Akteurskonferenz der Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und dem Nordirak bringt Organisationen, Politik und Experten zusammen. Im Mittelpunkt stehen Absprachen für das Jahr 2026. Diese sollen Fluchtursachen mindern und den Wiederaufbau in den Regionen Dohuk und Sinjar unterstützen.

Langfristige Unterstützung seit 2015

Baden-Württemberg hat 2015 im Rahmen eines Sonderkontingentes 1.000 besonders schutzbedürftige Frauen und Kinder aus dem Nordirak aufgenommen. Vor einem Jahr folgte die Partnerschaftsinitiative Nordirak, die langfristige Hilfe sicherstellt.

Die Initiative wird von der Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit Baden-Württemberg (SEZ) umgesetzt. Aktuell werden 19 humanitäre Projekte mit einem Volumen von rund 2,5 Millionen Euro gefördert.

Solidarität in schwierigen Zeiten

„Auch in einer Zeit vieler Krisen senden wir ein Zeichen der Solidarität“, erklärte Ministerpräsident Kretschmann. „In Dohuk und Sinjar setzen wir konkrete Maßnahmen um, die den Genozid-Überlebenden helfen.“

Die Region Kurdistan-Irak steht vor großen Herausforderungen. Mehr als eine Million Binnenvertriebene leben dort, darunter rund 300.000 Ezidinnen und Eziden. In der Provinz Dohuk bestehen 15 Camps. Gleichzeitig ziehen sich internationale Geber zunehmend zurück.

Enge Verbundenheit mit der ezidischen Gemeinschaft

Die Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad, die sich in der Partnerschaftsinitiative engagiert, zeigt die enge Verbindung Baden-Württembergs zur ezidischen Gemeinschaft. Ihre Arbeit stärkt die internationale Aufmerksamkeit für die Betroffenen.

Austausch mit der Provinz Dohuk

Ministerpräsident Kretschmann und Staatssekretär Florian Haßler empfangen am Rande der Akteurskonferenz Prof. Dr. Ali Tatar, Gouverneur der Provinz Dohuk, in der Villa Reitzenstein. Im Mittelpunkt stehen die Vertiefung der Zusammenarbeit und der Blick auf gemeinsame Prioritäten.

„Das Engagement im Nordirak ist ein kleiner, aber wirkungsvoller Beitrag im internationalen Konzert“, betonte Kretschmann. „Wir geben den Menschen Hoffnung. Das stärkt Demokratie und Menschenrechte.“

Weitere Meldungen

Eine muslimische Einwanderin sitzt mit anderen Personen am Tisch und schaut sich während des Englischunterrichts Blätter mit Grammatikaufgaben an.
Integration

Lucha kritisiert Zulassungsstopp bei Integrationskursen

Stuttgart Neckarpark
Wohnraumoffensive

Land unterstützt Kommunen mit Bau-Turbo

Gruppenbild anlässlich der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und der ukrainischen Region Lwiw
Absichtserklärung

Baden-Württemberg und Lwiw vertiefen wirtschaftliche Zusammenarbeit

Forscher im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Innovation

Land fördert Digitales Innovationszentrum am Uniklinikum Freiburg

Ein Windrad ist auf der Holzschlägermatte bei Freiburg zu sehen.
Erneuerbare Energien

Mehr Windkraft für Baden-Württemberg

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Dritter von rechts) und der Antisemitismusbeauftragte Dr. Michael Blume (Vierter von links) mit den Vorständen der Israelitischen Religionsgemeinschaften Württembergs und Baden
Religion

Kretschmann trifft Vorstände der jüdischen Gemeinschaften

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 10. Februar 2026

Flur in einem Krankenhaus
Gesundheit

248 Millionen Euro für Investitionen an 20 Kliniken

Wirtschaftsministerin Dr, Nicole Hoffmeister-Kraut (Zweite von rechts) überreicht Adolf Klek (Mitte) die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Adolf Klek mit Staufermedaille geehrt

von links nach rechts: Justizministerin Marion Gentges, Sabine Gwarys, Adam Michel (Vorstand AMSEL) und der Bürgermeister der Stadt Ettenheim, Bruno Metz
Justiz

Bundesverdienstkreuz für Sabine Gwarys

Container werden auf einem Container-Terminal transportiert. (Foto: © dpa)
Außenwirtschaft

Wirtschaftsrepräsentanz in Japan neu besetzt und gestärkt

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. Februar 2026

Kinder sind auf einer Straße mit dem Fahrrad unterwegs zur Schule. (Foto: © dpa)
Sicherer Schulweg

Mehr Verkehrssicherheit durch Schulstraßen und Schulzonen

Gruppenbild Pou der Hinematioro mit Māori
Kunst und Kultur

Ahnenbild kehrt nach 250 Jahren zu den Māori zurück

Kisten mit Gemüse und Obst.
Verbraucherschutz

Produkte mit Qualitätszeichen gemeinsam bekannter machen