Delegationsreise

Wirtschaftsministerin zieht positive Bilanz ihrer Asien-Reise

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Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut ist Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau. (Bild: © Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg)

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut hat eine positive Bilanz ihrer einwöchigen Delegationsreise nach Singapur und Vietnam gezogen. Die ASEAN-Staaten seien ein vielversprechender und wachsender Zukunftsmarkt, der deutliches Interesse an einem Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zu Baden-Württemberg habe, erklärte die Ministerin.

„Die ASEAN-Region, und insbesondere Vietnam, ist für unsere exportorientierte Wirtschaft ein vielversprechender Zukunftsmarkt. In den vergangenen Tagen hat sich eindrucksvoll gezeigt, dass auf vietnamesischer Seite ein außerordentlich großes Interesse besteht, die Wirtschaftsbeziehungen zu Baden-Württemberg deutlich zu verbessern. Besonders der baden-württembergische Maschinenbau gilt als wichtiger Partner bei der Modernisierung der vietnamesischen Produktionsbetriebe“, erklärte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut zum Abschluss ihrer einwöchigen Delegationsreise nach Singapur und Vietnam. Begleitet wurde sie von einer 47-köpfigen Delegation aus Wirtschaft, Politik und Medien.

Vielversprechender Zukunftsmarkt

Die Ministerin betonte auf ihrer Reise die Bedeutung des jüngst ausgehandelten Freihandelsabkommen der EU mit Vietnam: „Dieses Abkommen ist zentral. Jetzt muss dafür gesorgt werden, dass es schnell ratifiziert wird. Es wird die Wirtschaftsbeziehungen deutlich vereinfachen, wovon besonders unser Mittelstand profitiert“, so Hoffmeister-Kraut. Ebenso befürwortete sie die Gründung einer deutsch-vietnamesischen Handelskammer. „Damit können wir die Position deutscher Unternehmen in Vietnam wesentlich stärken.“

In einem neuartigen Format konnten die mitreisenden Unternehmen auf Initiative der Ministerin direkt mit dem Vize-Minister für Planung und Investition, Dr. Nguyen Van Trung, ihre konkreten Pläne und Anliegen bei ihren Wirtschaftsbeziehungen in Vietnam besprechen: „Wir haben offen Investitionshemmnisse angesprochen. Wir brauchen verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen. Wir brauchen eine unbürokratische, dem Rechtsstaat verpflichtete Verwaltung und eine funktionierende Infrastruktur. Das sind wesentliche Voraussetzungen dafür, dass sich die Dynamik der wirtschaftlichen Zusammenarbeit weiter steigern kann.“

Bei Regierungsvertretern auf offene Ohren gestoßen

Baden-Württemberg könne mit dazu beitragen, die Wettbewerbsfähigkeit vietnamesischer Unternehmen zu erhöhen. „Die größten deutschen Investitionen in Vietnam stammen von Firmen aus unserem Bundesland“, unterstrich die Ministerin die wirtschaftliche Bedeutung Baden-Württembergs. Die Delegation stieß bei den Vertretern der vietnamesischen Regierung auf offene Ohren. Für mehrere Anliegen von bereits in Vietnam ansässigen Firmen wurden seitens der Gesprächspartner Lösungen zugesagt.

Die Ministerin führte auch Gespräche mit deutschen Nicht-Regierungs-Organisationen zur gesellschaftlichen und sozialen Entwicklung Vietnams. „Ich hoffe, dass die gesellschaftliche Entwicklung Anschluss an die wirtschaftliche Dynamik findet“, betonte Hoffmeister-Kraut.

Unternehmensbesuche, Kooperationsbörsen und Start-up-Zentrum

In einer Vielzahl von Unternehmensbesuchen konnte sich die Delegation ein Bild über die Produktions- und Arbeitsbedingungen vor Ort machen und aus erster Hand über Chancen und Risiken informieren. Darüber hinaus standen für die mitreisenden Unternehmensvertreter Kooperationsbörsen sowie der Besuch eines Start-up-Zentrums in Singapur auf dem Programm. Hoffmeister-Kraut: „In Sachen Start-up können wir von Singapur nur lernen. Wir müssen alle Akteure der Gründerszene zusammenbringen, die Aktivitäten sinnvoll bündeln. Damit könnten wir die Gründerkultur in Baden-Württemberg nachhaltig stärken. Wir müssen unsere Gründerszenen noch viel stärker mit derart dynamischen Start-up-Initiativen international verbinden.“

Singapur war erste Station der Delegationsreise, um einen Einblick in die aktuelle Bedeutung der ASEAN-Region zu gewinnen. Hoffmeister-Kraut: „Wer als Mittelständler einen Standort zur Erschließung der gesamten Region sucht, ist in Singapur als der Drehscheibe Südostasiens bestens aufgehoben. Baden-Württemberg hat mit dem German Centre Singapore dafür eine exzellente Infrastruktur geschaffen.“ In einem ausführlichen Gespräch mit der Ministerin würdigte Singapurs Vize-Premierminister Tharman Shanmugaratnam die besondere Bedeutung Baden-Württembergs für den Stadtstaat und dessen lange Partnerschaft mit dem deutschen Südwesten.

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