„Der Sommer nimmt weiter Fahrt auf. Warme bis heiße Luftmassen im Südwesten lassen eine weitere Hitzephase mit hoher Wärmebelastung erwarten. Heiße Tage und tropische Nächte können für Mensch und Tier herausfordernd sein. Übermäßige Hitze kann gesundheitliche Folgen haben. Daher müssen wir insbesondere bei der erwarteten Hitze der kommenden Tage uns und unsere Tiere vor den hochsommerlichen Temperaturen schützen. Zudem steigt die Waldbrandgefahr im Land. Daher ist in den nächsten Tagen ein besonders umsichtiges Verhalten im Wald sehr wichtig, um Waldbrände zu verhindern“, sagte die Ministerin für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Marion Gentges. „Viel Wasser, ungesüßte Tees sowie Fruchtschorlen sind ideale Durstlöscher. Sie versorgen den menschlichen Körper mit ausreichend Flüssigkeit und gleichen den Flüssigkeitsverlust durch Schwitzen aus. Zudem erfrischt leichte Kost im Sommer und unterstützt den Kreislauf“, erklärte Gentges.
Hitzeschutz für Tiere
„Das Innere eines abgestellten Fahrzeuges kann sich bei der aktuellen Wetterlage innerhalb von wenigen Minuten auf deutlich über 40 °C erhitzen. Dann droht im Auto ein gefährlicher Hitzestau. Lassen Sie daher Haustiere bei diesen hochsommerlichen Temperaturen niemals alleine im Auto zurück“, betonte Ministerin Gentges.
Hunde und Katzen schwitzen nicht und können hohe Außentemperaturen nur in begrenztem Maße z. B. mit regelmäßigem Trinken, Hecheln, dem Rückzug an kühle und schattige Plätze, kompensieren. Bei extremer Hitze droht den Tieren ein schwerwiegender Hitzschlag. Das Bereitstellen von ausreichend kühlem Wasser und der mögliche Rückzug in kühle und schattige Plätze unterstützen das Wohlbefinden der Tiere. Spaziergänge mit dem Hund oder der Freigang für die Katze sollten in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegt werden. Durch aufmerksames Beobachten können Tierhalter Anzeichen von Hitzestress, wie schnelles Atmen oder Verwirrung, erkennen und Gegenmaßnahmen in Absprache mit dem Tierarzt einleiten.
Um Nutztiere vor Hitze zu schützen, seien mehrere Maßnahmen besonders wichtig, da Hitzestress zu Kreislaufproblemen, Leistungseinbußen, erhöhter Krankheitsanfälligkeit und im Extremfall auch zum Tod führe. „Auf der Weide würden den Tieren Zugänge zu Schattenplätzen, idealerweise natürlich durch Bäume oder Sträucher, helfen. Ställe sollten gut durchlüftet, durch Ventilatoren oder Luftströme gekühlt und vor direkter Sonne geschützt sein. Frisches, sauberes Wasser müsse immer verfügbar sein“, betonte Ministerin Gentges. Der Wasserbedarf steige bei Hitze stark an, daher sollten Tränken regelmäßig kontrolliert und nachgefüllt werden.
„Auch Gartenvögel und Insekten freuen sich über Hitzeschutz“, sagte Ministerin Gentges. Für Gartenvögel könne man zum Beispiel spezielle Vogeltränken oder -bäder anbieten. Diese sollten regelmäßig gereinigt und mit frischem Wasser gefüllt werden. Ministerin Gentges betonte, dass es zudem ratsam sei, schattenspendende Pflanzen im Garten zu haben. „Damit wird ein angenehmer Rückzugsort für alle Gartenbewohner und -Besitzer geschaffen - selbst an den heißesten Tagen des Jahres“, so Ministerin Gentges.
Waldbrandgefahr im Land steigt
Mit der kommenden Hitzewelle steigt auch die Waldbrandgefahr in den Wäldern Baden-Württembergs stark an. „Wir erreichen in den nächsten Tagen in fast allen Landesteilen Waldbrandstufe 4, das bedeutet hohe Waldbrandgefahr. Daher gilt sich umsichtig zu verhalten, denn ein heißer Katalysator von einem unachtsam abgestellten Fahrzeug oder die Hitze eines Einweggrills kann ausreichen, um einen Waldbrand zu entfachen“, sagte Ministerin Gentges
Sollten Waldbesucher bei ihrem Aufenthalt im Wald Rauch oder Feuer feststellen, bittet die Forstverwaltung darum sofort den Notruf 112 zu wählen und die Feuerwehr zu verständigen. Eine schnelle Entdeckung und Meldung von Waldbränden hilft das Ökosystem Wald aktiv zu schützen. Ein neues Hinweisschild sensibilisiert die Waldbesucher für die Waldbrandgefahr. Es vereint präventive Verhaltensregeln und erste Hilfsmaßnahmen im Falle eines Waldbrandes.
„Die Forstbehörden des Landes und die Feuerwehren sind auf Gefahrenlagen gut vorbereitet und das Waldbrandmanagement des Landes funktioniert“, betonte Ministerin Gentges. Die bewährte enge Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Forst wirke sich zudem positiv auf eine schnelle Waldbrandbekämpfung aus und trage auch dazu bei, dass der Klimawandel in Baden-Württemberg noch keine hohen Waldbrandzahlen verursache.
Verhaltensregeln zur Erholung im Wald
- Vom 1. März bis 31. Oktober gilt im Wald ein grundsätzliches Rauchverbot.
- Feuer machen ist ganzjährig nur an den offiziellen, fest eingerichteten Feuerstellen auf den Grillplätzen erlaubt. Je nach örtlicher Situation können die Ortspolizeibehörden sowie die jeweiligen Forstbehörden weitere Maßnahmen anordnen und insbesondere das Grillen im Wald vollständig verbieten. Diese Sperrungen sind unbedingt zu beachten. Nicht gestattet ist das Grillen im Wald auf mitgebrachten Grillgeräten.
- Offenes Feuer außerhalb des Waldes muss grundsätzlich mindestens 100 Meter vom Waldrand entfernt sein. Auch an den erlaubten Stellen muss das Feuer immer beaufsichtigt und vor dem Verlassen unbedingt vollständig gelöscht werden.
- Denken Sie an die Waldtiere, die momentan mit der Aufzucht des Nachwuchses beschäftigt sind und nehmen Sie ihren Vierbeiner am besten an die Leine.
Was tun, wenn ein Brand ausgebrochen ist?
Wichtig ist es, Ruhe zu bewahren und sich sowie andere Personen nicht in Gefahr zu bringen. Wählen Sie die 112 und informieren Sie die Leitstelle über folgende Punkte.
- Wo brennt es? – genaue Ortsangabe (markante Geländepunkte oder der Standort per GPS Funktion des Mobiltelefons), Brandausmaß
- Was brennt? – Bodenvegetation oder Baumkronen
- Wer oder was ist betroffen? – Sind Personen, Häuser oder andere Einrichtungen in Gefahr?
- Ort, von dem Sie den Brand melden? – Angabe Ihrer Rückrufnummer, Aufenthaltsort, auf Rettungskräfte warten, damit diese eventuell zum Brandort geführt werden können.
- Nutzen Sie die kostenfreie App ,Hilfe im Wald‘: Im Notfall können Sie die Einsatzkräfte direkt zu ihrem Standort navigieren.
Pressemitteilung vom 17. Juni 2026: Warnung vor Hitzewelle mit Tropennächten
















