Ländlicher Raum

Positive Halbzeitbilanz der Landesgartenschau 2026

Die Landesgartenschau Ellwangen zeigt eindrucksvoll, wie bürgerliches Engagement, Naherholung und eine nachhaltige Stadtentwicklung Hand in Hand gehen.

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Landesgartenschau Ellwangen 2026

„Die Halbzeit einer Landesgartenschau ist ein guter Zeitpunkt, innezuhalten und auf das bisher Erreichte zu blicken. Die Landesgartenschau Ellwangen hat die Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern bisher übertroffen. Die hohe Besucherresonanz zeigt eindrucksvoll die Strahlkraft dieser Landesgartenschau und bestätigt den eingeschlagenen Weg“, sagte die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat, Sarah Schweizer, am 28. Juli 2026 in Ellwangen an der Jagst (Ostalbkreis) anlässlich der Halbzeitpressekonferenz der Landesgartenschau Ellwangen 2026.

Mit ihrer blühenden Vielfalt, den neugestalteten Grünräumen und einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm sei die Landesgartenschau zu einem lebendigen Treffpunkt für Menschen aller Generationen geworden. Das Motto „Lust am Wandel“ werde in Ellwangen sichtbar und erlebbar umgesetzt. Die Stadt zeige eindrucksvoll, wie nachhaltige Stadtentwicklung gelingen könne.

Landesgartenschauen sind mehr als Blumenschauen

„Landesgartenschauen sind weit mehr als Blumenschauen. Ellwangen steht beispielhaft für das Landesprogramm ‚Natur in Stadt und Land‘, mit dem Baden-Württemberg seit vielen Jahren nachhaltige Stadt- und Freiraumentwicklung fördert. Gartenschauen sind Zukunftsprojekte, die Natur, Klimaanpassung und Stadtentwicklung miteinander verbinden. Sie zeigen, was entstehen kann, wenn Kommunen, Planer, Vereine, Ehrenamtliche und Bürgerinnen und Bürger gemeinsam an einer Vision arbeiten. Im Zuge der Landesgartenschau konnten rund 30 Millionen Euro öffentliche Fördermittel mobilisiert werden., die ein Vielfaches an privaten Investitionen nach sich ziehen“, betonte die Staatssekretärin.

Besonders hob sie die nachhaltigen Investitionen hervor, die weit über das Veranstaltungsjahr hinaus Bestand haben werden. Neue Grünflächen, renaturierte Gewässer und attraktive Aufenthaltsbereiche steigerten dauerhaft die Lebensqualität der Menschen vor Ort. Die entsiegelten Flächen sowie die Renaturierung der Jagst verbesserten das Mikroklima und stärkten zugleich die biologische Vielfalt.

Grüne Infrastruktur ist wichtig für unsere Städte

„Gerade angesichts zunehmender Hitzeperioden wird deutlich, wie wichtig grüne Infrastruktur für unsere Städte ist. Wer den Schatten neu gepflanzter Bäume genießt, die renaturierte Jagst erlebt oder die neuen Parkanlagen nutzt, erkennt unmittelbar den Wert solcher Investitionen. Grün ist ein zentraler Baustein klimaresilienter Städte“, so die Staatssekretärin. Mit Stadtpark, Brückenpark und Auenpark seien neue Orte der Begegnung, Bewegung und Erholung entstanden. Die neugeschaffenen Freiräume stärkten nicht nur die ökologische Qualität, sondern auch das gesellschaftliche Miteinander und machten Ellwangen noch lebenswerter.

Mit Blick auf die kommenden Wochen zeigte sich die Staatssekretärin zuversichtlich: „Ellwangen beweist, dass Wandel gemeinsam gelingt und mehr Natur zugleich mehr Lebensqualität bedeutet. Für die zweite Hälfte der Landesgartenschau wünsche ich allen Beteiligten weiterhin viele interessierte Gäste, bereichernde Begegnungen und unvergessliche Momente. Die positiven Impulse dieser Landesgartenschau werden weit über das Jahr 2026 hinauswirken.“

Landesgartenschau 2026

Auf der Landesgartenschau 2026 in Ellwangen wurde die Jagst naturnah umgestaltet und ökologisch aufgewertet, wodurch der Flusslauf um 600 Meter verlängert wurde. Die Jagst-Promenade verbindet die neugeschaffenen Freiräume und die Flussaue soll nur noch auf geführten Wegen betreten werden. Die Umgestaltung der Jagst und des Ausstellungsgeländes verknüpft die umgebenden Ortsteile mit der historischen Innenstadt. Der Brückenpark bietet sportliche Nutzungsmöglichkeiten und eine begrünte Stadtparkfläche zur Naherholung. Die Jagst wurde ökologisch aufgewertet, die Natur darf sich frei entwickeln. Wasserbüffel, Pferde und Rinder tragen zur Landschaftspflege bei. Der Landschaftspark an der Jagst soll einen Nutzungsgradienten aufweisen, von naturnaher Auenlandschaft bis zur Verknüpfung mit der historischen Innenstadt. Die naturnahe Umgestaltung und die Schaffung von Freiräumen sollen die Menschen an den Fluss und in Richtung der historischen Stadt führen.

Die Landesgartenschau in Ellwangen an der Jagst hat ihre Tore noch bis zum 4. Oktober 2026 geöffnet.

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