Schule

Neues Analysetool zur Erfassung des digitalen Schulentwicklungsstands

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Eine Lehrerin mit einem Tablet in der Hand steht vor einer digitalen Tafel.

Um die digitale Schulentwicklung weiter voranzutreiben, hat das Land ein praktisches Instrument entwickelt, mit dem man einfach und unkompliziert den digitalen Status Quo messen kann. So kann jede Schule ihre Bedarfe abgleichen und darauf aufbauend die weiteren Schritte priorisieren.

Wo steht unsere Schule eigentlich in ihrem Digitalisierungsprozess und was sind unsere nächsten Schritte? Zur Klärung dieser und vieler weiterer Fragen steht mit dem „Tool digitale Schule“ nun allen Schulen in Baden-Württemberg ein Instrument zur Erfassung ihres digitalen Entwicklungsstands zur Verfügung. Das Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg (IBBW) hat das Analysetool im Auftrag des Kultusministeriums entwickelt, um Schulen eine umfassende interne Bestandsaufnahme und zukünftig auch einen Vergleich mit anderen Schulen zu ermöglichen. Die Einrichtungen und das Personal können damit intern evaluieren, wie gut sie mit der Digitalisierung vorangekommen sind, wie zufrieden sie beispielsweise mit der digitalen Infrastruktur und Ausstattung sind, wie sie die Medienkompetenz der Lehrkräfte einschätzen oder den Einsatz digitaler Medien im Unterricht. Daraus können sie ihren spezifischen Bedarf identifizieren und für die Schule passende und nützliche Maßnahmen zur weiteren, pädagogisch ausgerichteten Digitalisierung ableiten.

Es geht dabei um Potenziale für den digitalen Unterricht, bei der Kommunikation etwa mit Schülerinnen und Schülern sowie mit Erziehungsberechtigten oder auch bei der Kooperation im Kollegium. „Wir wollen die digitale Schulentwicklung weiter vorantreiben. Dafür haben wir ein praktisches Instrument entwickelt, mit dem man einfach und unkompliziert den digitalen Status Quo messen kann“, sagt Staatssekretärin Sandra Boser und Direktor des Instituts für Bildungsanalysen Baden-Württemberg, Dr. Günter Klein, ergänzt: „Das Tool soll die Schulen bei ihrer digitalen Entwicklung unterstützen, indem digitale Stärken ebenso wie digitale Entwicklungsbereiche sichtbar werden.“

Fortschritte sichtbar machen und Potenziale aufzeigen

Um den Status Quo zu ermitteln, werden in die Befragung Schulleitungen, Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler und Eltern einbezogen. Die Fragebögen decken fünf Kernbereiche ab: Rahmenbedingungen, datengestützte Qualitätsentwicklung, Führung und Management, Professionalität und Zusammenarbeit sowie Lehren und Lernen. Neben der digitalen Infrastruktur und Ausstattung spielen so auch das digitalen Arbeiten der Schulleitung und der Lehrkräfte oder die Zusammenarbeit mit den Erziehungsberechtigten auf digitalem Weg eine Rolle.

Konkret geben die Befragten etwa an, wie zufrieden sie mit der digitalen Infrastruktur und Ausstattung der Schule sind, wie es um die Medienkompetenz der Lehrkräfte steht oder wie der Einsatz digitaler Medien im Unterricht aussieht. Ziel ist es, Potenziale sichtbar zu machen, damit am Ende die Schülerinnen und Schüler sowie auch die Lehrkräfte von der digitalen Weiterentwicklung profitieren.

Funktionsweise des „Tools digitale Schule“

Das „Tool digitale Schule“…

  • funktioniert auf Grundlage webbasierter Erhebungsinstrumente.
  • wurde basierend auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zur digitalen Schule entwickelt und stellt Schulen ein Online-Fragebogenpaket für Lehrkräfte, Lernende sowie deren Erziehungsberechtigte zur Verfügung. 
  • unterstützt Schulen dabei, künftig einfach und unkompliziert ihren „digitalen Entwicklungsstand“ eigenständig zu erfassen und dank einer übersichtlichen Ergebnisauswertung rasch Entwicklungsbedarfe zu identifizieren. Die Fragebögen sind so konzipiert, dass sie von Schulen mehrfach eingesetzt werden können. Das Verfahren wurde an Schulen aller Schularten erfolgreich erprobt und steht nun landesweit zur Verfügung.
  • richtet sich als freiwilliges Angebot an Schulen, die daran interessiert sind, eine zielgerichtete digitale Schulentwicklung zu initiieren. Es werden Fragebögen für die Primarstufe, die Sekundarstufen sowie die beruflichen Schulen für Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Erziehungsberechtigte zur Verfügung gestellt. 
  • soll zukünftig auch einen landesweiten Vergleich der eigenen Ergebnisse ermöglichen. Abrufen können interessierte Schulen das „Tool digitale Schule“ über das Befragungsportal des IBBW (BEF-BW Portal) im Themenbereich „Digitale Schule“. 
  • wird durch Beratungsangebote des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) und des Medienzentrenverbunds ergänzt.

Institut für Bildungsanalysen Baden-Württemberg: „Tool Digitale Schule“

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