Gesundheit

Mehr Masern-Fälle

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Spritze liegt auf einem Impfpass.

Die Zahlen der Weltgesundheitsorganisation zeigen, dass es in Europa vermehrt zu Masernerkranungen kommt. Auch in Baden-Württemberg gibt es mehr Fälle. Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha ruft Eltern dazu auf, den Impfschutz ihrer Kinder zu überprüfen.

Vor dem Hintergrund der heute von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) veröffentlichten Zahlen über deutlich ansteigende Masern-Fallzahlen in Europa ruft Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha Eltern dazu auf, vor Beginn des neuen Schuljahres den Impfschutz ihrer Kinder prüfen zu lassen und versäumte Impfungen nachzuholen.

„Gerade Schulanfänger und neue Kita-Kinder können in der Schule und im Kindergarten mit ansteckenden Krankheiten in Kontakt kommen. Überprüfen Sie deshalb den Impfstatus Ihrer Kinder und holen Sie versäumte Impfungen unbedingt nach“, sagte Lucha. „Ein ausreichender Impfschutz gegen Masern und andere Krankheiten sollte ebenso selbstverständlich zum Schulanfang gehören wie die Sicherheit auf dem Schulweg.“

Baden-Württemberg ist Schlusslicht bei zweiter Masernimpfung

In Baden-Württemberg haben mehr Schulanfänger Impflücken als in anderen Bundesländern. Zahlen der Gesundheitsämter im Land zeigen, dass jedes zwanzigste Kind bei der Schuleingangsuntersuchung im vergangenen Jahr nicht gegen Masern geimpft war und jedes zehnte Kind noch nicht über die wichtige zweite notwendige Impfung verfügte. Diese sollte jedoch bis zum zweiten Geburtstag erfolgen. Ohne ausreichenden Impfschutz können sich auch ältere Geschwister und Erwachsene noch mit Masern anstecken. 

Minister Lucha hatte bereits im Frühjahr in Baden-Württemberg die Diskussion um die Einführung einer Masern-Impflicht angestoßen. „Die Zunahme der Masernerkrankungen und die permanente Unterschreitung der empfohlenen Impfquote von 95 Prozent für die zweite Masernimpfung im Land zeigen leider, dass Impf-Appelle und Aufklärung allein offenbar nicht genügen. Deswegen muss die Impfpflicht jetzt kommen“, so Lucha.

Schon 91 Masernerkrankungen im Land verzeichnet

In Baden-Württemberg wurden seit Jahresbeginn 2019 bis zum 29. August 2019 insgesamt 91 Masernerkrankungen verzeichnet. Betroffen waren 33 Kinder bis 14 Jahre (darunter 17 Kinder unter 6 Jahre), 15 Jugendliche von 15 bis 18 Jahre und 43 Erwachsene. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum waren es 87 Masernfälle und im Kalenderjahr 2018 insgesamt 101 Masernfälle. 

Weitere Meldungen

Visualisierung vom Anbau der Frauenklinik am Universitätsklinikum Tübingen Ansicht West
Vermögen und Bau

Frauenklinik am Universitäts­klinikum Tübingen wird erweitert

Verkehrsunfallbilanz 2025
Verkehrsunfallbilanz 2025

Straßenverkehr in Baden-Württemberg wird immer sicherer

Stuttgart Neckarpark
Wohnraumoffensive

Land unterstützt Kommunen mit Bau-Turbo

Gruppenbild anlässlich der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und der ukrainischen Region Lwiw
Absichtserklärung

Baden-Württemberg und Lwiw vertiefen wirtschaftliche Zusammenarbeit

Visualisierung Campus St. Alban
Innovationspreis

Zehn Preise für kirchliche Wohnprojekte

Forscher im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Innovation

Land fördert Digitales Innovationszentrum am Uniklinikum Freiburg

Justizministerin Marion Gentges (Vierte von links) mit dem Team des Projekts „DIE MUTMACHER“
Justiz

Begleithunde unterstützen in Strafprozessen

Flur in einem Krankenhaus
Gesundheit

248 Millionen Euro für Investitionen an 20 Kliniken

Eine Frau greift nach einem Apfel aus dem Obst- und Gemüseregal eines Reformhauses. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Land mit vielfältiger Bio-Qualität auf BIOFACH präsent

Ein Mann hält ein Ringbuch mit Bauplänen, mit dem Zeigefinger deutet er auf ein Baufeld
Flächenmanagement

„Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ wird gestärkt

Wirtschaftsministerin Dr, Nicole Hoffmeister-Kraut (Zweite von rechts) überreicht Adolf Klek (Mitte) die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Adolf Klek mit Staufermedaille geehrt

von links nach rechts: Justizministerin Marion Gentges, Sabine Gwarys, Adam Michel (Vorstand AMSEL) und der Bürgermeister der Stadt Ettenheim, Bruno Metz
Justiz

Bundesverdienstkreuz für Sabine Gwarys

Auszubildende in einer Berufsschule (Foto: © dpa)
Ausbildung

Duale Ausbildungsvorbereitung erhöht Karrierechancen

Ein Krebsforscher arbeitet in einem Labor des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen in Heidelberg mit einer Pipette. (Bild: picture alliance/picture alliance / dpa)
Gesundheitsschutz

PFOA-Belastung bei Einwohnern im Landkreis Rastatt sinkt weiter

Marktplatz in Waiblingen
Städtebauförderung

270,63 Millionen Euro für 319 Städtebaumaßnahmen