Denkmalschutz

Land fördert 75 Kulturdenkmale mit rund 6,3 Millionen Euro

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Steinmetz bearbeitet einen Schilfsandstein aus Baden-Württemberg bei der Sanierung eines historischen Gebäudes.

Das Land gibt die zweite Tranche des Denkmalförderprogramms 2022 frei und fördert 75 Kulturdenkmale mit rund 6,3 Millionen Euro. Dieser Zuschuss wird von privaten Eigentümerinnen und Eigentümer und Kommunen zum Erhalt und zur Sanierung der Kulturdenkmale genutzt.

Zum Erhalt und zur Sanierung von 75 Kulturdenkmalen in Baden-Württemberg hat das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen weitere insgesamt 6,3 Millionen Euro freigegeben.

„Kulturdenkmale sind viel mehr als die Summe alter Mauern und Steine. Sie prägen das Gesicht unserer Städte und Dörfer, sie verbinden uns mit unserer Geschichte und schaffen Heimat. Sie für künftige Generationen zu erhalten, ist für uns eine Herzensangelegenheit und Verpflichtung“, sagt die Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Nicole Razavi. „Mein großer Dank gilt den vielen Denkmaleigentümern im Land, aber auch den Vereinen, Kirchen, Kommunen, Initiativen und Privatpersonen, die sich für den Erhalt unserer Denkmale einsetzen. Nur Dank ihres großen Engagements ist es möglich, unser historisch-kulturelles Erbe zu bewahren und für die Zukunft mit Leben zu füllen.“

Land fördert kirchliche, kommunale und private Vorhaben

Im Rahmen dieser zweiten Tranche des Denkmalförderprogramms 2022 entfallen 30 Bewilligungen auf Vorhaben privater Eigentümerinnen und Eigentümer, 29 auf solche von Kirchen und 16 auf Vorhaben von Kommunen.

Gefördert werden sollen beispielsweise die Fassaden- und Dachinstandsetzung der Kapellenkirche in Rottweil mit 441.600 Euro, die Außeninstandsetzung des Chors/Chorumgangs sowie die Instandsetzung der Nordfassade der Evangelischen Kirche Sankt Leonhard in Krittligen mit 43.690 Euro, die Restaurierung des Westturms der Evangelischen Marienkirche in Reutlingen mit 159.110 Euro, die Außensanierung der Katholischen Kirche St. Petrus und Paulus in Bad Schussenried-Steinhausen mit 128.050 Euro, die Sanierung des Hauptchors und der Chorfenster der Ritterstiftskirche mit 175.780 Euro sowie die Sanierung der Fassade der Kustodie und die Dechanei des ehemaligen Ritterstifts in Bad Wimpfen mit 45.530 Euro sowie 33.270 Euro und die restauratorische Sanierung des Kirchenschiffs der Katholischen Stiftskirche St. Cyriakus in Wiesensteig mit bis zu 143.310 Euro.

Auch kommunale Maßnahmen sind in dieser zweiten Tranche für eine Förderung vorgesehen: zum Beispiel die Fassadensanierung des Rathauses in Schwäbisch Gmünd mit 137.810 Euro, die Instandsetzung des Marktplatzbrunnens in Stuttgart mit 106.270 Euro, die Sanierung einzelner Mauerabschnitte sowie die Sanierung einzelner Gewölbe an der Burg Wertheim mit 35.000 Euro beziehungsweise 82.230 Euro und die Sanierung des St. Andrésche Schlösschens in Bad Friedrichshall-Kochendorf mit 78.040 Euro.

Zuwendungen erhalten ebenfalls auch private1 Vorhaben, beispielsweise für die Gesamtsanierung eines Wohnhauses in Marxzell, für die Fassaden-, Dächer- und Fenstersanierung, für die Sanierung der Stützpfeiler des Treppenwegs der Burg Meersburg und für die Sanierung des Gasthaus Traube in Sindelfingen.

Anträge auf Förderung aus Landesdenkmalmitteln können landesweit an das Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart gerichtet werden. Darüber hinaus ist der Erhalt von Bau- und Kulturdenkmalen unter bestimmten Voraussetzungen auch steuerlich begünstigt.

Denkmalpflege Baden-Württemberg

[1] Hinweis: Grundsätzlich dürfen aus Gründen des Datenschutzes Informationen über private Antragstellerinnen und Antragssteller nicht weitergegeben werden. Bei den oben genannten Vorhaben liegt eine Einwilligung der Eigentümerinnen und Eigentümer vor.

Weitere Meldungen

Eine Frau bedient das Portal ELSTER der deutschen Steuerverwaltungen zur Abwicklung der Steuererklärungen und Steueranmeldungen über das Internet.
Steuern

Digitale Steuererklärung wird deutlich einfacher

Stuttgart Neckarpark
Wohnraumoffensive

Land unterstützt Kommunen mit Bau-Turbo

Visualisierung Campus St. Alban
Innovationspreis

Zehn Preise für kirchliche Wohnprojekte

DEHOGA Cup
Start-up BW

Kleinblatt GmbH aus Stuttgart gewinnt den DEHOGA CUP

Forscher im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Innovation

Land fördert Digitales Innovationszentrum am Uniklinikum Freiburg

PV-Anlage auf dem Landtag in Stuttgart
Erneuerbare Energien

Photovoltaik-Ziel bereits vorab erreicht

Ein Clown der Narrenzunft Rottenburg läuft beim großen Umzug des Weißnarrentreffens in Villingen-Schwenningen durch die Innenstadt (Quelle: dpa).
Verbraucherschutz

Produktkontrollen für ein unbe­schwertes Feiern des Faschings

GNSS-Empfänger mit Sonnenaufgang
Digitale Infrastruktur

Satellitenpositionierungsdienst SAPOS® stark genutzt

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 10. Februar 2026

Flur in einem Krankenhaus
Gesundheit

248 Millionen Euro für Investitionen an 20 Kliniken

Ein Mann hält ein Ringbuch mit Bauplänen, mit dem Zeigefinger deutet er auf ein Baufeld
Flächenmanagement

„Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ wird gestärkt

Wirtschaftsministerin Dr, Nicole Hoffmeister-Kraut (Zweite von rechts) überreicht Adolf Klek (Mitte) die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Adolf Klek mit Staufermedaille geehrt

Holger Neinhaus und Arne Braun
Kunst und Kultur

Holger Neinhaus bleibt geschäftsführender Vorstand am ZKM

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Ländlicher Raum

Flurneuordnung in Furtwangen bewilligt

Firma WMB Ventilatoren GmbH in Obersontheim
Ländlicher Raum

Bewerbungsstart für „Spitze auf dem Land!“