Tourismus

Erneutes Rekordjahr für den Tourismus im Land

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Eine Kabine der Schauinslandbahn bei Freiburg (Bild: © dpa)

Baden-Württemberg erfreut sich als Reiseland weiterhin wachsender Beliebtheit. Seit 2010 steigen die Gäste- und Übernachtungszahlen in den Beherbergungsbetrieben im Südwesten kontinuierlich an. Im Jahr 2019 erwirtschaftete die Tourismusbranche im Land erneut ein Rekordergebnis.

2019 war für den Tourismus im Land das neunte Rekordjahr in Folge. Die hohen Zuwächse des Vorjahrs bei den Übernachtungen konnten 2019 sogar nochmals übertroffen werden. Das gaben Tourismusminister Guido Wolf, die Präsidentin des Statistischen Landesamts, Dr. Carmina Brenner, und Andreas Braun, Geschäftsführer der Tourismus Marketing GmbH (TMBW), bei der jährlichen Jahresbilanz des baden-württembergischen Tourismus am bekannt.

Tourismusminister Guido Wolf sagte: „Bereits zum neunten Mal in Folge hat Baden-Württemberg neue Höchststände bei Gästeankünften und Übernachtungen erreicht. Das klingt nach einem Urlaubswunder im Ländle. Wir wissen aber, dass die gute Entwicklung das Ergebnis von viel und oft auch harter Arbeit der Menschen vor Ort ist.“ Sein Dank gelte daher allen im Tourismus im Land Tätigen.

Über 57 Millionen Übernachtungen im Land

Wolf weiter: „Wir haben beim Übernachtungs-Plus im vergangenen Jahr von 3,6 Prozent ausdrücklich darauf hingewiesen, dass eine solche Steigerung für ein starkes Urlaubsland, wie wir es in Baden-Württemberg sind, außerordentlich ist. Nun wurden 2019 diese Zahlen nochmals übertroffen: Die Zahl der Ankünfte stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 Prozent auf knapp 23,3 Millionen Gäste. Bei den Übernachtungen im Land gab es ein Wachstum gegenüber 2018 um 4,2 Prozent auf knapp 57,2 Millionen. Über diese Zahlen freuen wir uns natürlich. Dennoch ruhen wir uns auf dieser guten Bilanz nicht aus.“

Der touristische Markt sei ein extrem dynamisches Umfeld, das zeige sich beispielsweise in diesen Tagen bei der Verbreitung des Coronavirus, dessen Folgen für den Tourismus im Land noch nicht absehbar seien. Der Anteil der chinesischen Touristen im Land sei zwar vergleichsweise gering (3,4 Prozent aller ausländischen Gäste), nach ersten Meldungen vor Ort sei ein erster Rückgang chinesischer Touristen aber spürbar. Die Hauptsaison für Gäste aus China beginne jedoch erst im Sommer.

Tourismus als erheblicher Wirtschaftsfaktor

Bei der Herkunft der Gäste habe im zurückliegenden Jahr vor allem der Inlandstourismus an Bedeutung gewonnen, betonte Andreas Braun, Geschäftsführer der TMBW: „Die erfreulichen Zuwächse im Jahr 2019 verdanken wir einem kräftigen Plus bei Gästen aus dem Ausland wie aus dem Inland, besonders stark legten aber die Reisen im eigenen Land zu.“ Während die Zahl ausländischer Übernachtungen um 3,3 Prozent angestiegen sei, hätten die inländischen Übernachtungen sogar um 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zugelegt. Inwiefern diese wachsende Beliebtheit bei Gästen aus dem eigenen Land auf die aktuelle Klimadebatte und auf ein gestiegenes Umweltbewusstsein zurückzuführen seien, darüber lasse sich bislang nur spekulieren. „Wir erkennen in dieser starken Nachfrage aber durchaus erste Anzeichen für einen neuen Trend zum Urlaub daheim“, so Braun. „Jetzt ist es an uns, diese wachsende Nachfrage zu nutzen und aufzuzeigen, welche Möglichkeiten ein Urlaub vor der eigenen Haustür bieten kann.“ Mit dem aktuellen Themenschwerpunkt „Wilder Süden“ setze die TMBW bewusst auf diese Zielgruppe und werbe für einen klimafreundlichen Urlaub in Baden-Württemberg.

Tourismusminister Guido Wolf wies darauf hin, dass die Landesregierung die wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus für das Land erkannt habe und deswegen die Mittel für den Tourismus in dieser Legislaturperiode von jährlich neun auf insgesamt rund 20 Millionen verdoppelt habe: „Der Tourismus ist ein erheblicher Wirtschaftsfaktor für das Land. Mehr als 390.000 Arbeitsplätze hängen von ihm ab. Deswegen investieren wir auch erheblich in diesen Wirtschaftszweig, damit sich das ‚kleine Urlaubswunder im Ländle’ fortsetzt.“

Übernachtungen 2019 im Land

  Anzahl (gerundet) Veränderung im Vergleich zum Vorjahr in Prozent
Übernachtungen 2018 54.857.300 Plus 6,6 Prozent
ausländische Gäste (2017) 11.843.009 Plus 3,9 Prozent
Übernachtungen 2019 57.187.271 Plus 4,2 Prozent
ausländische Gäste 12.238.042 Plus 3,3 Prozent
     

Übernachtungen der Gäste in Beherbergungsstätten nach Reisegebieten

Reisegebiet Anzahl (gerundet) Veränderung im Vergleich zum Vorjahr in Prozent
Schwarzwald 22.772.435 Plus 2,5 Prozent
Nördliches Baden-Württemberg 10.069.620 Plus 4,0 Prozent
Region Stuttgart 9.271.379 Plus 1,9 Prozent
Schwäbische Alb 4.747.807 Plus 0,1 Prozent
Württembergisches Allgäu-Oberschwaben 4.376.818 Plus 37,2 Prozent
Bodensee 5.240.796 Minus 1,1 Prozent
Hegau 708.416 Plus 7,2 Prozent

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Das Bild ist in vier orangefarbene Kacheln unterteilt. Jede Kachel beinhaltet eine Empfehlung zum Umgang mit großer Hitze. Kachel eins: In der Mittagshitze Schatten aufsuchen und große Anstrengungen möglichst meiden. Kachel zwei: Ausreichend trinken, zum Beispiel Wasser oder Saftschorle. Koffein und Alkohol meiden. Kachel drei: Leichte Baumwollkleidung in hellen Farben tragen. Sonnenbrille und Mütze oder Hut aufsetzen. Kachel vier: Auf Menschen achten, die die Empfehlungen nicht selbst umsetzen können und ihnen helfen. Im Zentrum des Bildes ist ein Kreis in dem eine Sonne strahlt. Ein Thermometer zeigt eine Temperatur von 40 Grad Celsius.
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