Schienenverkehr

BW-Modell bei Fahrzeugfinanzierung erfolgreich im Regionalen Schienenverkehr

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Nahverkehrszug von Innen im Baden-Württemberg Design (Bild: © Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg).

Die Errichtung der Landesanstalt Schienenfahrzeuge Baden-Württemberg hat sich rückblickend als richtig und notwendig erwiesen. Die verfolgten Ziele, insbesondere die Stärkung des Wettbewerbs im Schienenpersonennahverkehr, wurden in vollem Umfang erreicht.

Das Verkehrsministerium hat dem Landeskabinett vergangenen Dienstag einen Bericht über die Tätigkeit der Landesanstalt Schienenfahrzeuge Baden-Württemberg (SFBW) vorgelegt. „Die Errichtung der SFBW hat sich rückblickend als richtig und notwendig erwiesen“, resümierte Verkehrsminister Winfried Hermann. „Die verfolgten Ziele, insbesondere die Stärkung des Wettbewerbs im Schienenpersonennahverkehr, wurden in vollem Umfang erreicht.“

Stärkung des Wettbewerbs im Schienenpersonennahverkehr

Alle zwölf bis dreizehn Jahre werden Verträge für Dienstleistungen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) vom Land neu ausgeschrieben. Um einen fairen Wettbewerb um diese Netze zu ermöglichen, wurde im März 2015 die SFBW gegründet. Die Gesellschaft übernimmt die Beschaffung der Fahrzeuge, verpachtet sie an das zuständige Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) und überwacht die Wartung der Fahrzeuge durch das EVU. Mittelständische Unternehmen erhalten dadurch die Möglichkeit, auf die vergleichsweise günstigen Finanzierungsmodelle, die dem Land Baden-Württemberg zur Verfügung stehen, zurückzugreifen. Auf diese Weise erhalten sie eine Chance im Wettbewerb mit marktführenden Unternehmen und können von Risiken (beispielsweise dem Restwertrisiko neuer Fahrzeuge) entlastet werden.

Das bedeutet für die SFBW bisher die Übernahme von insgesamt 264 elektrischen Triebwagenzüge und zehn Dieseltriebwagen. Die Lebensdauer der Fahrzeuge wird auf ungefähr 25 Jahre beziffert. Die Fahrzeuge werden bei den Folgeausschreibungen der Verkehrsnetze vom nachfolgenden EVU weiter betrieben werden.

Bisher war das sogenannte BW-Modell eine Option. Es wurde erfolgreichen EVUs in den Vergabeverfahren, in denen das Land Neufahrzeuge verlangt hatte, angeboten. Von den insgesamt acht Vergabeverfahren seit der Errichtung der SFBW haben sich alle EVUs für das BW-Modell entschieden. „Diese Resonanz zeigt uns, dass wir mit dem eingeschlagenen Weg einen Nerv getroffen haben“, so Verkehrsminister Hermann. „Letztendlich ist das BW-Modell die wirtschaftlichste Lösung für Betreiber, Fahrgäste und auch für den Umgang mit öffentlichen Geldern, weil eine hohe Wettbewerbsintensität und Bietervielfalt erreicht wird.“

Weitere Meldungen

Elektrischer Zug in schwarz-gelbem Design fährt durch eine grüne Landschaft.
Öffentlicher Nahverkehr

SWEG fährt künftig auch am Hochrhein

Ein Ingenieur der Porsche AG vermisst für die Digitalisierung einen Panamera (Bild: © dpa).
Automobilwirtschaft

Wirtschaftsministerin lädt zu Spitzengespräch ein

Forschende im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Hochschulen

Schnellbau-Initiative bringt zusätzlichen Investitionsschub

Staatssekretär Raimund Haser steht vor seinem Fahrrad mit einem Fahrradhelm auf dem Kopf und hält ein Handy in die Kamera.
Radverkehr

RadMelder startet auf der Landesgartenschau

Ein Mitarbeiter einer Straßenschilderfirma befestigt in Freiburg ein Verkehrsschild, das auf eine Umweltzone in der Innenstadt hinweist (Bild: dpa).
Digitalisierung

Baden-Württemberg startet digitales Verkehrszeichenkataster

Labor-Utensilien bei einem Drug-Checking-Projekt
Suchthilfe

Land bereitet Drug-Checking-Verordnung vor

Eine Frau und ein Mann bei der Weinlese.
Weinbau

Förderprogramm für den Weinbau gestartet

A 6 über das Kochertal. Quelle: Regionalverband Heilbronn-Franken
Mobilitätspakt

Verkehrsmanagement in der Region Heilbronn-Neckarsulm

Eine Straße führt unter einer Brücke durch
Stadtentwicklung

Grundstein für lebenswerte Ortsmitte in Eislingen gelegt

Euro-Banknoten und -Münzen
Haushalt

Ministerrat beschließt Eckpunkte für den Haushalt 2027

Futuristisches Fahrzeugkonzept U-Shift (Bild: DLR (CC-BY 3.0))
Zukunftstechnologien

Förderprojekt U-Shift denkt Mobilität neu

Europa, Deutschland, Schwarzwald
Ländlicher Raum

Kabinettsausschuss Ländlicher Raum 2026-2031 eingesetzt

Flur im Krankenhaus mit Personal und Betten
Gesundheit

Kliniken sichern, Versorgung stärken, Lasten fair verteilen

Zwei Radfahrer:innen fahren einen Weg an einem Fluss entlang.
Radverkehr

Baden-Württemberg stärkt seine Position im Radtourismus

Ein fahrender Regionalzug
Schienenverkehr

Erneut deutsch-französische Sommeraktion für junge Menschen