Gedenkveranstaltung

15. Jahrestag des Flugzeugabsturzes bei Überlingen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Engelsfigur steht bei Brachenreuthe neben zwei Namenstafeln, die Teil der Gedenkstätte oberhalb von Überlingen sind. (Foto: © dpa)

Anlässlich des 15. Jahrestag des Flugzeugabsturzes bei Überlingen, bei dem 71 Menschen ihr Leben verloren, haben die Landesregierung und die Stadt Überlingen eine gemeinsame Gedenkveranstaltung ausgerichtet, an der auch knapp 100 Hinterbliebene teilnahmen.

„Vor genau 15 Jahren geschah am Himmel über Überlingen etwas Unfassbares. Beim Zusammenstoß der beiden Verkehrsflugzeuge starben 71 Menschen. Wir können dieses furchtbare Unglück nicht rückgängig machen, aber wir können unseren Teil dazu beitragen, dass es nicht in Vergessenheit gerät“, sagte Staatsminister Klaus-Peter Murawski bei der Gedenkveranstaltung zum 15. Jahrestag für die Hinterbliebenen der Opfer des Flugzeugabsturzes am Samstag in Brachenreuthe. Knapp 100 Hinterbliebene aus Baschkortostan, Weißrussland, Nordosetien und dem Moskauer Gebiet hatten den Weg zur Gedenkveranstaltung gefunden.

Tragisches Ereignis hat Menschen zusammengeführt

„Eine ganze Region stand damals unter Schock“, so Murawski. „Jeder wusste, dass der Katastrophe in der Luft auch eine Katastrophe am Boden hätte folgen können. Sie ist ausgeblieben. Das kommt uns heute noch fast wie ein Wunder vor.“ Das Flugzeugunglück habe bei den Menschen vor Ort vieles ausgelöst: „Entsetzen, Trauer, Schmerz. Aber auch Solidarität, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt“, betonte der Staatsminister. Feuerwehr und Rettungskräfte, Polizei und Seelsorger, Schulen und Privatpersonen seien damals helfend und mitfühlend im Einsatz gewesen. Auch die kommunalen und staatlichen Behörden hätten von Anfang an mitgeholfen, die Folgen des tragischen Unglücks zu bewältigen. „Das tragische Ereignis hat Menschen zusammengeführt, die vorher nichts voneinander wussten. Es wurden Brücken der Freundschaft vom Bodensee zur Wolga gebaut, die heute noch bestehen“, sagte Staatsminister Murawski.

Richtige Lehren aus der Katastrophe ziehen

„Genauso wichtig war es und bleibt es, die richtigen Lehren aus der Katastrophe zu ziehen“, so Murawski. Die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung habe in Folge des Unglücks zahlreiche Sicherheitsempfehlungen an deutsche und ausländische Behörden ausgegeben. „Das Land Baden-Württemberg hat die Aufarbeitung von Anfang an aktiv begleitet“, betonte Murawski. So habe die Landesregierung zum Beispiel gemeinsam mit anderen erfolgreich verhindern können, dass die Flugsicherung in Deutschland privatisiert wurde. „Das alles bringt die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die damals um Leben gekommen sind, nicht zurück. Aber es hilft, solche Unfälle in Zukunft zu vermeiden“, sagte Staatsminister Klaus-Peter Murawski.

Weitere Grußworte an die Hinterbliebenen richteten: Der Bürgermeister der Stadt Überlingen, Jan Zeitler, die Bildungsministerin von Baschkortostan, Gulnaz Radmilovna Shafikova, der Generalkonsul der Russischen Föderation in München, Sergey Ganzha, sowie der Vertreter der Hinterbliebenen, Zulfat Khammatov.

Weitere Meldungen

Gruppenbild anlässlich der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und der ukrainischen Region Lwiw
Absichtserklärung

Baden-Württemberg und Lwiw vertiefen wirtschaftliche Zusammenarbeit

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Dritter von rechts) und der Antisemitismusbeauftragte Dr. Michael Blume (Vierter von links) mit den Vorständen der Israelitischen Religionsgemeinschaften Württembergs und Baden
Religion

Kretschmann trifft Vorstände der jüdischen Gemeinschaften

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 10. Februar 2026

Flur in einem Krankenhaus
Gesundheit

248 Millionen Euro für Investitionen an 20 Kliniken

Container werden auf einem Container-Terminal transportiert. (Foto: © dpa)
Außenwirtschaft

Wirtschaftsrepräsentanz in Japan neu besetzt und gestärkt

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. Februar 2026

Kinder sind auf einer Straße mit dem Fahrrad unterwegs zur Schule. (Foto: © dpa)
Sicherer Schulweg

Mehr Verkehrssicherheit durch Schulstraßen und Schulzonen

Gruppenbild Pou der Hinematioro mit Māori
Kunst und Kultur

Ahnenbild kehrt nach 250 Jahren zu den Māori zurück

Kisten mit Gemüse und Obst.
Verbraucherschutz

Produkte mit Qualitätszeichen gemeinsam bekannter machen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) im Gespräch mit Gästen
Neujahrsempfang der Landesregierung

Kretschmann dankt den „Leisen Schaffern“

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut
Freihandel

Kritik an Verzögerungen bei Mercosur-Abkommen

Unterzeichnung der Gründungsvereinbarung für das Graduierten- und Forschungszentrum connAIx in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Künstliche Intelligenz

Gründungsvereinbarung für Graduiertenzentrum connAIx unterzeichnet

Container werden auf einem Container-Terminal transportiert. (Foto: © dpa)
Wirtschaft

Einigung der EU mit Indien auf ein Freihandelsabkommen

Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei seiner Rede in der Landesvertretung in Brüssel
Rede

„Das Schicksal Europas heißt Kooperation!“

Die deutsche und französische Flagge. (Bild: picture alliance/Rainer Jensen/dpa)
Europa

Deutsch-Französischer Tag 2026